Magnesium
Magnesium: Ein Mengenelement, mit dem die meisten Menschen in Deutschland gut versorgt sind. Bei zu geringer, aber auch bei zu hoher Magnesiumzufuhr, kann unser Körper das Ungleichgewicht in der Regel problemlos selbst regulieren.


Inhalt
>Säuglinge 0-4 Monate - 24mg/Tag
>Säugline 4-12 Monate - 60mg/Tag
>Kleinkinder 1-4 Jahre - 80mg/Tag
>Kleinkinder 4-7 Jahre - 120mg/Tag
>Schulkinder 7-10 Jahre - 170mg/Tag
>Schulkinder 10-13 Jahre - 230mg/Tag für Jungen 250mg/Tag für Mädchen
>Jugendliche 13-15 Jahre - 310mg/Tag
>Jugendliche 15-19 Jahre - 400mg/Tag für Jungen 350mg/Tag für Mädchen
>Erwachsene 19-25 Jahre - 400mg/Tag für Männer 310mg/Tag für Frauen
>Erwachsene ab 25 Jahre - 350mg/Tag für Männer 300mg/Tag für Frauen
>Schwangere - 310mg/Tag (unter 19 Jahre 350mg/Tag)
>Stillende - 390mg/Tag
Nur etwa 1/3 des mit der Nahrung aufgenommenen Magnesiums kann vom Körper aufgenommen werden. Sind die Magnesiumspeicher im Körper leer, ist eine Anwendung von Magnesiumpräparaten über ca. 6 Wochen notwendig, um die Speicher wieder aufzufüllen.
Oral eingenommenes, nicht verwertbares Magnesium wird von gesunden Menschen über den Stuhl bzw. mit dem Harn ausgeschieden, es können jedoch Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Durchfall) auftreten.
Magnesium ist wasserlöslich und geht daher bei der Speisenzubereitung ins Wasch- und Kochwasser über. Achten Sie daher darauf, die Lebensmittel nicht zu lange zu wässern, vor dem Waschen nicht zu klein zu schneiden, möglichst mit Schale zu garen, zum Kochen wenig Wasser zu verwenden und das Kochwasser zur Speisenzubereitung mit zu verwenden.
Die Tageshöchstdosis von 250mg sollte bei der Anwendung von Magnesiumpräparaten nicht überschritten werden. Nur bei Vorlage bestimmter Ursachen kann auch eine höhere Dosierung sinnvoll sein. Die Aufnahme sollte über den Tag verteilt erfolgen, denn je höher eine Dosis, desto geringer die Aufnahme in den Körper und desto wahrscheinlicher kommt es zu Magen-Darm-Störungen.
Mineralstoffpräparate sollten über längere Zeit nur bei einem diagnostizierten Mineralstoffmangel nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden. Auch die Wahl des Präparates spielt eine Rolle, da sie sich nicht nur in der Magnesiummenge unterscheiden, sondern auch verschiedene Magnesiumverbindungen zur Verfügung stehen. Organische Verbindungen, zu denen Magnesiumcitrat, -orotat, -gluconat und –aspartat gehören, sollen den anorganischen Verbindungen (Magnesiumoxid, -sulfat und –carbonat) überlegen und besser bioverfügbar sein. Auch macht es Sinn, je nach Ursache eine bestimmte Magnesiumverbindung anzuwenden. In der Schwangerschaft ist z. B. Magnesiumcitrat empfehlenswert, bei einer Herzinsuffizienz eher Magnesiumorotat.
Besondere Vorsicht ist bei der Einnahme von Magnesiumpräparaten geboten, wenn gleichzeitig Arzneimittel eingenommen werden oder wenn chronische Erkrankungen vorliegen. Sprechen Sie eine Substitution in diesem Fall vorher unbedingt mit ihrem behandelnden Arzt ab.
Wegen seiner regulierenden Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System wird Magnesium auch bei Krankheiten wie Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Bei Diabetikern wird Magnesium eingesetzt, um den Blutzuckerspiegel zu verbessern. Ein guter Magnesiumhaushalt kann Morbus Alzheimer vorbeugen und die ADHS-Symptomatik deutlich verbessern.
Entgegen der weitverbreiteten Annahme beeinträchtigen sich Calcium und Magnesium in üblichen Dosierungen nicht bei der Aufnahme in den Körper.
Muskelkater kann durch Magnesiumgabe effektiv entgegen gewirkt werden, weil dann weniger Milchsäure in den Muskeln gebildet wird.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ist kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Therapieempfehlung. Konkrete Gesundheitsfragen erfordern immer eine individuelle Beratung durch Fachpersonal. Bei Fragen zu Medikamenten wenden Sie sich gern an unser Apothekerteam.

Diesen Artikel verfasste unsere PTA und Ernährungsberaterin Stefanie Schäfer. Als Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA) kennt sich Stefanie Schäfer bestens mit Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und den anderen Apothekenprodukten aus. Aufgrund ihrer langjährigen Berufserfahrung, die von ständigen Weiterbildungen begleitet wurde, ist sie prädestiniert für die Rolle eines Weiterbildungscoaches, die sie bereits seit vielen Jahren ausübt. Neben ihrer pharmazeutischen Ausbildung verfügt Stefanie Schäfer auch über eine Weiterbildung zur zertifizierten Ernährungsberaterin. Ihr spezielle Kompetenz im gesundheitsmedizinischen Bereich hat sie in zahlreiche Artikel einfließen lassen, mit denen sie im DocMorris Ratgeber über alle Aspekte der gesunden Ernährung informiert.
Stand: 22.08.2017