Wie gesund ist Intervallfasten?
Immer mehr gesundheitsbewusste Menschen schwören auf Intervallfasten. Abnehmen, Gewicht halten und vieles mehr soll möglich sein mit der Methode. Doch welche Form davon ist für wen geeignet und was bringt diese Art des Fastens wirklich? Das alles und vieles mehr erfahren Sie in diesem Artikel.


Das Wichtigste in Kürze
- Was ist Intervallfasten? Intervallfasten, auch intermittierendes Fasten genannt, bedeutet, dass sich Essens- und Fastenphasen regelmäßig abwechseln. Im Essensfenster werden Kalorien aufgenommen, in den Fastenphasen gönnt sich der Körper eine Pause, die den Stoffwechsel entlastet und die natürliche Zellreinigung (Autophagie) unterstützt.
- Beliebte Methoden: 16:8, 14:10, 5:2, Eat-Stop-Eat, OMAD, 20:4 – von sanft bis intensiv, für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet.
- Tagesplan-Beispiel 16:8: Fasten von 20–12 Uhr, Essen von 12–20 Uhr. Die Mahlzeiten sollten ausgewogen sein: Vollkorn, Eiweiß, Obst, Gemüse und gesunde Fette. Getränke während des Fastens: Wasser, ungesüßter Tee, schwarzer Kaffee.
- Gesundheitliche Effekte: Intervallfasten kann beim Abnehmen helfen, den Blutzucker stabilisieren, die Zellreinigung fördern und teilweise die Herz-Kreislauf- bzw. Stoffwechselgesundheit unterstützen.
- Nahrungsergänzung: Kalorienfreie Mineralstoffe, fettlösliche Vitamine oder spezielle Fastenpräparate sind erlaubt. Zucker-, Protein- oder kalorienhaltige Supplemente sollten während der Fastenphase vermieden werden.
- Tipps für den Alltag: Langsam starten, Fasten- und Essensfenster einhalten, ausreichend trinken, auf die Signale des Körpers achten und Mahlzeiten regelmäßig sowie ausgewogen gestalten.
- Nicht geeignet für: Schwangere, Stillende, Menschen mit Essstörungen, Untergewicht oder bestimmten Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen – hier ist ärztliche Rücksprache wichtig.
Was ist Intervallfasten?
Intervallfasten – auch intermittierendes Fasten oder periodisches Fasten genannt – ist eine Ernährungsweise, bei der sich Essens- und Fastenphasen regelmäßig abwechseln. Anders als bei Diäten steht hier nicht die Lebensmittelauswahl, sondern der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme im Mittelpunkt. Während der Fastenintervalle wird für mehrere Stunden oder Tage komplett auf Kalorien verzichtet, in den Essensphasen hingegen eine ausgewogene Ernährung empfohlen. Im Unterschied zum Heilfasten ist Intervallfasten auf eine langfristige Anwendung ausgelegt. Die Fastenintervalle variieren je nach Methode zwischen 12 und über 24 Stunden.
Wie funktioniert Intervallfasten?
Doch wie geht Intervallfasten und was passiert dabei im Körper? Intervallfasten basiert auf dem Prinzip, die Nahrungsaufnahme auf bestimmte Zeitfenster zu beschränken. Außerhalb dieser Fenster wird bewusst auf Kalorien verzichtet. In diesen Fastenphasen erhält der Körper keine Energie von außen und greift stattdessen auf gespeicherte Reserven zurück. Zunächst werden die Kohlenhydratspeicher (Glykogen) in Leber und Muskeln genutzt. Sobald diese Vorräte erschöpft sind, beginnt der Organismus zunehmend, Fettdepots in Energie umzuwandeln.
Intervallfasten: Die Methoden im Detail erklärt
Beim Intervallfasten handelt es sich um kein starres Konzept, sondern vielmehr um eine flexible Ernährungsweise, die sich gut an unterschiedliche Lebensstile anpassen lässt. Das Prinzip ist einfach: Man isst in einem festgelegten Zeitfenster und gönnt dem Körper in den übrigen Stunden eine Pause. Aber Intervallfasten ist nicht gleich Intervallfasten. Es gibt verschiedene Methoden – manche sanft und sehr gut für Anfänger, andere etwas intensiver und besser für Erfahrene gedacht:
Die wichtigsten Regeln zum Intervallfasten
Intervallfasten ist eine unkomplizierte Methode, die sich gut in den Alltag integrieren lässt. Damit die positiven Effekte jedoch zum Tragen kommen, lohnt es sich, einige grundlegende Regeln zu beachten. Sie helfen dabei, den Körper während der Fasten- und Essensphasen optimal zu unterstützen und ein gesundes Gleichgewicht zu fördern.
Fasten- und Essensfenster einhalten
Das Herzstück des Intervallfastens ist die klare Trennung von Essens- und Fastenphasen. Während des Fastens sollten keine Kalorien aufgenommen werden, damit der Körper auf gespeicherte Energiereserven zurückgreifen kann. Im Essensfenster ist Nahrungsaufnahme erlaubt, die bewusst und ausgewogen gestaltet werden sollte.
Ausreichend trinken
Flüssigkeit ist während des Fastens besonders wichtig. Wasser, ungesüßter Tee und schwarzer Kaffee sind erlaubt beim Intervallfasten und helfen, das Hungergefühl zu mildern. Gleichzeitig unterstützen sie den Stoffwechsel und halten den Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht.
Auf ausgewogene Mahlzeiten achten
Grundsätzlich kann man in der Zeit, in der nicht gefastet wird, essen, was man möchte. Wenn man abnehmen möchte, empfiehlt es sich allerdings auf fettige Mahlzeiten mit vielen Kalorien zu verzichtet und stattdessen auf gesunde Kost zu setzen, die vor allem aus folgenden Lebensmitteln bestehen sollte: Gesunde Kohlenhydrate (z. B. in Vollkornprodukte), Fisch, mageres Fleisch (z. B. Pute oder Hähnchen), Obst und Gemüse und Hülsenfrüchte. Generell ist es wichtig, bei der Ernährung auf genug Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe zu achten und tendenziell mehr Eiweiß als Kohlenhydrate zu verzehren. Das zügelt auch den Appetit und beugt Heißhunger vor.
Langsam beginnen
Ein sanfter Einstieg erleichtert die Umstellung. Varianten wie 12:12 oder 14:10 sind leicht in den Alltag zu integrieren und können schrittweise verlängert werden. So gewöhnt sich der Körper behutsam an die längeren Pausen.
Auf den Körper hören
Fasten (Spezialartikel: Fasten: Methoden und gesundheitliche Vorteile) sollte sich gut anfühlen. Wenn Schwindel, starke Müdigkeit oder anhaltendes Hungergefühl auftreten, ist es sinnvoll, die Methode anzupassen oder zu pausieren. Achtsamkeit für die eigenen Signale unterstützt eine gesunde Umsetzung.
Konsequenz wahren
Regelmäßigkeit ist entscheidend für den Erfolg. Es muss nicht immer perfekt sein, doch ein klarer Rhythmus erleichtert dem Körper die Anpassung und sorgt dafür, dass sich positive Effekte einstellen können.
Individuelle Anpassung
Nicht jede Methode passt zu jedem Lebensstil oder jeder gesundheitlichen Situation. Bei bestehenden Erkrankungen, in der Schwangerschaft oder bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten sollte Intervallfasten nur nach ärztlicher Rücksprache durchgeführt werden.
Intervallfasten: Welche Nahrungsergänzungsmittel sind erlaubt?
Beim Intervallfasten können bestimmte Nahrungsergänzungsmittel genutzt werden, solange sie kalorienfrei bleiben und den Fastenzustand nicht unterbrechen. Dazu zählen vor allem Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium oder Natrium (Spezialartikel: Natrium), die den Elektrolythaushalt stabilisieren, sowie fettlösliche Vitamine (A, D, E, K), die keine Insulinausschüttung auslösen. Auch ungesüßte Tees oder spezielle Fastenpräparate, die den Stoffwechsel unterstützen, sind in der Regel erlaubt. Nahrungsergänzungen mit Zucker, Proteinen oder nennenswerten Kalorien sollten dagegen während der Fastenphase vermieden werden, um die Fastenwirkung nicht zu stören. Bei bestehenden Mangelzuständen oder Unsicherheiten ist es sinnvoll, vorab ärztlichen Rat einzuholen.














