Zahnen bei Babys: Symptome, Hilfe & Tipps
Üblicherweise fangen die meisten Babys zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat mit dem Zahnen an. Das Zahnen ist ein sehr individueller Prozess, der auch früher oder später anfangen kann. Am ersten Geburtstag haben die meisten Kinder meist schon mindestens einen Zahn. Das Milchgebiss umfasst insgesamt 20 Zähne, die in der Regel bis zum dritten Lebensjahr vollständig durchgebrochen sind.


Das Wichtigste in Kürze
- Das Zahnen fängt bei den meisten Babys um den 6. Lebensmonat herum.
- Einige Babys bekommen ihre Zähne früher oder später und auch die Reihenfolge des Zahndurchbruches kann leicht abweichen.
- Typische Beschwerden sind ein gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch an der Durchbruchstelle, vermehrter Speichelfluss und Unruhe.
- Gegendruck, Kühle und Zuwendung lindern diese Beschwerden.
Wann beginnt das Zahnen üblicherweise bei Babys?
Kurz gesagt: Üblicherweise fangen die meisten Babys zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat mit dem Zahnen an.
Das Zahnen ist ein sehr individueller Prozess, der auch früher oder später anfangen kann. Am ersten Geburtstag haben die meisten Kinder meist schon mindestens einen Zahn. Das Milchgebiss umfasst insgesamt 20 Zähne, die in der Regel bis zum dritten Lebensjahr vollständig durchgebrochen sind.
Die ersten Zähne
In welcher Reihenfolge brechen die Milchzähne durch?
In der Regel brechen zuerst die mittleren Schneidezähne im Unterkiefer ab dem 5. Lebensmonat durch. Die oberen Schneidezähne folgen ab dem 8. Monat.
Die seitlichen Schneidezähne und die vorderen Backenzähne brechen ab dem 10. Monat durch.
Ab dem 16. Monat folgen die Eckzähne.
Um den 2. Geburtstag kommen die hinteren Backenzähne durch.
Mit circa 2,5 Jahren haben die meisten Kinder alle 20 Milchzähne.
Die Reihenfolge des Zahndurchbruchs der Milchzähne und die Zahndurchbruchzeiten können individuell variieren.
| Zahnart | Position | Durchbruchzeitraum |
|---|---|---|
| Mittlere Schneidezähne | Unterkiefer | 5.-9. Monat |
| Mittlere Schneidezähne | Oberkiefer | 8.-12. Monat |
| Seitliche Schneidezähne | Oberkiefer | 10.-12. Monat |
| Seitliche Schneidezähne | Unterkiefer | 12.-15. Monat |
| Erste Backenzähne | Ober- und Unterkiefer | 10.-16. Monat |
| Eckzähne | Ober- und Unterkiefer | 16.-20. Monat |
| Zweite Backenzähne | Ober- und Unterkiefer | 20.-30. Monat |
Wie erkenne ich, ob mein Kind zahnt? Typische Anzeichen und Symptome
Mögliche Anzeichen sind z. B.:
- Gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch an der Durchbruchstelle
- Rote Bäckchen, Zahnungsausschlag um den Mund (Zahndurchbruchausschlag): Hautausschlag um den Mund oder auf den Wangen von zahnenden Babys. Babys haben während des Zahnens einen stark erhöhten Speichelfluss. Der Speichel rinnt dann über die Wangen und Kinn und wird oft mit den Händen im Gesicht verrieben, was die Haut zusätzlich reizt und den Hautausschlag begünstigt. Auch bei Kälte kann die feuchte Haut um Mund und Kinn herum leicht wund und schorfig werden.
- Starker und vermehrter Speichelfluss
- Die Wangen fühlen sich heiß an, weil der Mundraum stärker durchblutet ist.
- Verminderter Appetit
- Vermehrter Drang den Finger oder Gegenstände in den Mund zu stecken und darauf zu kauen
- Verstärktes Quengeln, Weinen und Unruhe
- Reizbarkeit
- Unruhiger Schlaf
- Erhöhte Temperatur bis 38 Grad Celsius
Untypische Symptome fürs Zahnen sind Hautausschläge am Körper oder im Windelbereich. Auch Durchfall, Erbrechen und hohes Fieber werden nicht durch Zahnen verursacht.
Was lindert die Beschwerden beim Zahnen bei Babys?
- Sanfte Massage des Zahnfleisches: z. B. mit Hilfe eines Tuches oder einer Fingerzahnbürste
- Gekühlte Beißringe als Zahnungshilfe, auf denen das Baby herumkauen kann, können ebenfalls Linderung verschaffen.
- Alternativ können auch gekühlte Waschlappen genutzt werden.
- Veilchenwurzel lindert ebenfalls den Zahnungsschmerz.
- Gekühlter Naturjoghurt oder gekühlte Nahrungsmittel zum Daraufkauen: z. B. Karottenstücke, Gurkenstangen, Brokkoli sind besonders angenehm für das geschwollene Zahnfleisch. Wichtig: das Baby sollte nur unter Aufsicht darauf kauen!
- Fruchtsauger mit gekühltem Obst oder Gemüse befüllt können ebenfalls zum Daraufkauen benutzt werden.
- Häufiges Stillen oder Trinken anbieten, wenn das Baby wegen den Schmerzen nichts essen möchte
- Häufiges Kuscheln oder Herumtragen z. B. in einem Tragetuch bietet Trost und Nähe und lenkt ab
- Für Entspannung sorgen und Stress vermeiden z. B. durch zu viele Termine oder unnötige Besuche zu vermeiden
- Zahnungsgel werden auf das Zahnfleisch aufgetragen und einmassiert und wirken schmerzstillend und entzündungshemmend.
- Homöopathische Präparate/ Globuli werden in die Backentasche des Babys gelegt und können die Schmerzen lindern.
- Schmerzmittel können in Ausnahmefällen bei starken Beschwerden zum Einsatz kommen. Wichtig: sie sollten je nach Alter bzw. Gewicht des Kindes angewendet werden.
Die Wirkung von Bernsteinketten ist wissenschaftlich nicht belegt. Es wird sogar davor gewarnt, wegen der Gefahr der Strangulation oder des Verschluckens.










