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                    ³ Dieser Preis gilt für die Auswahl Kassenrezept inkl. Zuzahlung.

                    *UVP = Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers; * AVP = Der für den Fall der Abgabe zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse (KK) vom pharmazeutischen Unternehmer zum Zwecke der Abrechnung der Apotheken mit den Krankenkassen gegenüber der Informationsstelle für Arzneispezialitäten GmbH (IFA) angegebene einheitliche Produkt-Abgabepreis im Sinne des § 78 Abs. 3 S. 1, 2. HS AMG, der von der KK im Ausnahmefall der Erstattung abzüglich 5 % an die Apotheke ausgezahlt wird.

                    **Gilt für alle gültigen E-Rezepte, die im Zeitraum von Montag bis Donnerstag bis 20 Uhr und Freitag bis 13 Uhr digital bei uns eingehen. E-Rezepte die Freitag nach 13:00 eingehen, werden am Montag zugestellt. E-Rezepte die zwischen Samstag 00:00 Uhr und Sonntag 24:00 Uhr eingehen, werden am Dienstag zugestellt. Von der Lieferung am nächsten Tag ausgenommen sind spezielle Rezepturen, Medikamente oder von einem Rahmenvertrag der Krankenkasse des Patienten vorgesehene Austausch-Medikamente, die aufgrund von Lieferengpässen nicht verfügbar sind, zu kühlende Medikamente, sowie Rezepte, die eine pharmazeutische Klärung mit Ihnen oder Ihrem Arzt erfordern oder die aus pharmazeutischen Gründen nicht beliefert werden dürfen. Für die pharmazeutische Klärung ist die Angabe Ihrer Telefonnummer notwendig. Um Ihnen die schnellstmögliche Lieferung Ihrer rezeptpflichtigen Artikel anbieten zu können, kann es in Ausnahmefällen zu einem nachträglichen Austausch des Versanddienstleisters kommen. Die Lieferung am nächsten Tag gilt nicht für Bestellungen, bei denen eine Packstation als Lieferadresse angegeben wurde. Sofern der Tag oder der nächste Tag nach Ihrer Bestellung ein Feiertag in NRW und / oder ein Feiertag an Ihrem Wohnort ist, erfolgt die Lieferung am ersten Werktag, der kein Feiertag mehr ist. In Fällen höherer Gewalt erfolgt die Lieferung ebenfalls erst an dem Werktag, der keine Feiertag ist, der auf das Ende des Ereignisses höherer Gewalt folgt.

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                    Zusammenfassung

                    Als Lymphdrüsenkrebs, Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom bezeichnet man Krebserkrankungen, die das lymphatische System betreffen. Das lymphatische System ist ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems und besteht aus Lymphknoten, Lymphgefäßen und anderen Organen wie der Milz, den Mandeln und dem Thymus.

                    Symptome können geschwollene Lymphknoten, Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust sein. Lymphdrüsenkrebs kann in jedem Alter auftreten, kommt jedoch häufiger bei älteren Erwachsenen vor. Die Diagnose erfolgt durch körperliche Untersuchung, Bluttests, Bildgebung und Biopsie.

                    Unsere Informationen können einen ersten Überblick über die Erkrankung verschaffen, aber keineswegs die Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin ersetzen. Vereinbaren Sie bei Unsicherheiten oder einem Verdacht bitte immer einen Termin in Ihrer Arztpraxis.

                    Was ist Lymphdrüsenkrebs?

                    Lymphdrüsenkrebs ist die umgangssprachliche Bezeichnung für maligne Lymphome. Darunter versteht man bösartige Tumoren, die sich im lymphatischen System ausbreiten. „maligne“ bedeutet dabei so viel wie „bösartig“ und „Lymphom“ bedeutet wörtlich „Lymphknotenschwellung“.

                    Das Lymphsystem ist Teil des körpereigenen Immunsystems zur Bekämpfung von Keimen und Krankheiten. Ein malignes Lymphom entsteht, wenn gesunde Lymphozyten, im lymphatischen System entarten und beginnen, unkontrolliert zu wachsen. Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen, die ein wichtiger Teil des Immunsystems darstellen und Krankheitserreger oder Krebszellen bekämpfen können.

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                    Einschub

                    Was ist das lymphatische System?

                    Es ist kein einzelnes isoliertes Organ, sondern vielmehr ein ganzes Netzwerk, das sich über den gesamten Körper erstreckt. Es besteht aus Lymphgefäßen, die die Lymphe (Gewebsflüssigkeit) transportieren, sowie aus verschiedenen lymphatischen Organen. Zu den primären lymphatischen Organen gehören der Thymus und das Knochenmark, wo die Lymphozyten, eine spezielle Art der weißen Blutkörperchen, heranreifen. Sekundäre lymphatische Organe umfassen Lymphknoten, die Milz und lymphatisches Gewebe im Magen-Darm-Trakt und im Rachen, nämlich die Mandeln.

                    Das Lymphsystem ist wichtig für die Bildung, Reifung und Differenzierung von Lymphozyten, einer Art weißer Blutkörperchen. Diese Zellen sind mit verantwortlich für die Immunabwehr, da sie gezielt Krankheitserreger erkennen und eliminieren können. Die meisten Lymphozyten verbleiben in den Organen, in denen sie entstanden sind, während nur ein kleiner Teil ins Blut und die Lymphe übertritt. Die Lymphknoten filtern die Lymphe, die durch sie hindurchfließt. Dabei fangen sie Fremdkörper wie Krankheitserreger oder Krebszellen ab und aktivieren die in den Lymphknoten eingelagerten Lymphozyten. So bekämpft und beseitigt das Immunsystem diese Fremdkörper. Auch die Milz spielt eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr und der Reinigung des Blutes.

                    Bösartigen Erkrankungen des Lymphsystems zählen, wie auch Leukämien (Blutkrebserkrankungen) zu den sogenannten hämatologischen Neoplasien.

                    Welche Arten von Lymphdrüsenkrebs gibt es?

                    Grundsätzlich gibt es zwei Hauptgruppen von malignen Lymphomen: das Hodgkin-Lymphom und das Non-Hodgkin-Lymphom (NHL).

                    Hodgkin-Lymphom (Morbus Hodgkin): Diese eigenständige Lymphomart wurde vor etwa 200 Jahren von dem Engländer Sir Thomas Hodgkin beschrieben. Sie zeichnet sich durch das Vorhandensein von Reed-Sternberg-Zellen aus. Das sind sogenannte Riesenzellen, die von B-Lymphozyten abstammen.

                    Non-Hodgkin-Lymphome (NHL): Dieser Begriff umfasst alle Lymphome, die nicht als Hodgkin-Lymphom klassifiziert werden. Es gibt etwa 30 verschiedene Arten von NHL. Eine Unterart ist das multiple Myelom (Knochenmarkkrebs). Hier geht die Erkrankung von reifen B-Lymphozyten, den sogenannten Plasmazellen, aus. Obwohl der Begriff „Non-Hodgkin-Lymphom“ in der Praxis noch häufig verwendet wird, wird er von Experten zunehmend durch spezifischere Klassifikationen ersetzt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet Lymphome mittlerweile nach der Art der Lymphozyten, von denen die Erkrankung ausgeht.

                    Es ist wichtig zu unterscheiden, ob es sich bei einem Tumorbefall der Lymphknoten um Lymphome, also Tumorerkrankungen, die direkt vom lymphatischen System ausgehen, handelt, oder ob eine Lymphknotenmetastase einer anderen Krebserkrankung vorliegt. Bei vielen anderen Krebsarten wie beispielsweise Brustkrebs oder Darmkrebs können sich die Tumorzellen über das Lymphsystem im Körper ausbreiten. Das heißt, dass bei Vorliegen von Tumorzellen in Lymphknoten nicht unbedingt ein Lymphom vorhanden sein muss. Die Unterscheidung ist wichtig, da sich unter anderem die Behandlung grundliegend unterschiedet.

                    Lymphome können aber auch je nach ihrer Aggressivität in niedrig-maligne und hoch-maligne Lymphome unterteilt werden. Diese Einteilung hilft Ärzten, den voraussichtlichen Verlauf der Erkrankung abzuschätzen. Allerdings kann jede einzelne Lymphom-Art klinisch sehr unterschiedlich verlaufen kann. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verwendet die Begriffe "hoch-maligne" und "niedrig-maligne" in ihrer aktuellen Klassifikation nicht mehr.

                    Niedrig-maligne, indolente Lymphome entwickeln sich in der Regel langsam über einen langen Zeitraum, über Jahre bis Jahrzehnte. Sie sind chronische Erkrankungen, die sich durch Behandlung zwar meist gut kontrollieren lassen, aber in der Regel nicht dauerhaft heilbar sind. Patienten benötigen lebenslange medizinische Betreuung und gegebenenfalls wiederholte Behandlungen.

                    Beispiele für niedrig-maligne Lymphome sind:

                    • Chronische lymphatische Leukämie (CLL)
                    • Follikuläres Lymphom
                    • Haarzell-Leukämie
                    • Multiples Myelom
                    • MALT-Lymphom

                    Hoch-maligne, aggressive Lymphome schreiten ohne Behandlung schnell voran. Oft können Betroffene jedoch bereits mit einer intensiven Erstbehandlung geheilt werden. Typische hoch-maligne Lymphome sind:

                    • Diffuses großzelliges Lymphom
                    • Burkitt-Lymphom

                    Lymphome können aus verschiedenen Lymphozyten entstehen. Die Tumore können sowohl in B- oder auch in T-Lymphozyten wachsen. Ihre Namen haben die weißen Blutkörperchen aufgrund der unterschiedlichen Reifungssorte: Die B-Lymphozyten werden im Knochenmark (englisch: bone marrow) und die T-Lymphozyten werden im Thymus gebildet.

                    B-Zellen produzieren Antikörper, das sind Abwehrstoffe, die gezielt gegen als fremd erkannte Krankheitserreger wirken. T-Zellen hingegen erkennen körperfremde Strukturen auf körpereigenen Zellen und sorgen dafür, dass die betroffenen kranken oder veränderten Zellen beseitigt werden.

                    Wie hoch ist das Risiko für Lymphdrüsenkrebs und wie sind die Heilungschancen und Lebenserwartung?

                    Im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen wie Brust- oder Lungenkrebs kommt Lymphdrüsenkrebs eher selten vor. In Deutschland machen malige Lymphome etwa fünf Prozent der Krebserkrankungen aus. Die Heilungschancen und die Lebenserwartung unterscheidet sich je nach Typ der Erkrankung.

                    Hodgkin-Lymphom

                    Das Hodgkin-Lymphom ist eine seltene Krebserkrankung, von der im Jahr 2022 in Deutschland etwa 1.050 Frauen und 1.400 Männer betroffen waren. Diese Krankheit tritt besonders bei jungen und mittelalten Erwachsenen und dann wieder bei Menschen über 65 Jahren auf. Zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr gehört das Hodgkin-Lymphom zu den fünf häufigsten Krebsdiagnosen. Das Lebenszeitrisiko, an Morbus Hodgkin zu erkranken, liegt bei Frauen bei etwa 0,2 Prozent und bei Männern bei etwa 0,3 Prozent. Während die Zahl der Neuerkrankungen in den letzten Jahren leicht gestiegen ist, ist die Anzahl der Todesfälle rückläufig.

                    Auch wenn das Hodgkin-Lymphom zu den bösartigen Tumorerkrankungen zählt, hat es die höchste Heilungsrate von allen Krebskrankheiten. Etwa 80 Prozent der Betroffenen werden wieder völlig gesund. Wird der Tumor in einem frühen Stadium entdeckt, können sogar 90 Prozent der Patienten geheilt werden. Die Lebenserwartung ist demensprechend hoch: Etwa 87 Prozent der Betroffenen leben noch nach fünf Jahren und 83 Prozent nach Jahren 10 nach der Diagnose.

                    Non-Hodgkin-Lymphome

                    Non-Hodgkin-Lymphome sind eine vielfältige Gruppe von Krebserkrankungen, die von Lymphozyten, den Zellen des lymphatischen Systems, ausgehen. Die Prognose und Behandlungsmöglichkeiten variieren teilweise stark je nach Zelltyp und den klinischen sowie molekularen Eigenschaften.

                    Die Erkrankung kommt wesentlich häufiger vor als das Hodgkin-Lymphom. Im Jahr 2022 erkrankten in Deutschland knapp 18 000 Menschen daran. Sie tritt im Gegensatz zum Hodgkin-Lymphom hauptsächlich im höheren Lebensalter auf, wobei das Durchschnittsalter bei der Diagnose für Frauen 73 Jahre und für Männer 71 Jahre beträgt.

                    Welche Risikofaktoren gibt es?

                    Warum ein Lymphom entsteht, weiß man nicht. Bei den meisten Patientinnen und Patienten lässt sich im Nachhinein nicht feststellen, was die Erkrankung ausgelöst hat. Nach heutigem Wissen müssen verschiedene Faktoren zusammenwirken, bevor ein bösartiges Lymphom entsteht. Einige Faktoren erhöhen allerdings die Wahrscheinlichkeit, an einem Lymphom zu erkranken:

                    • Frühere Strahlen- und Chemotherapien sind eindeutige Risikofaktoren für Leukämien. Man geht davon aus, dass sie auch das Risiko für ein Lymphom erhöhen könnten. Beispielsweise haben Menschen, die wegen eines Hodgkin-Lymphoms mit einer Chemotherapie behandelt wurden, ein erhöhtes Risiko, später an NHL zu erkranken. Es ist jedoch nicht eindeutig geklärt, ob dies mit der Krankheit selbst zusammenhängt oder eine Folge der Behandlung ist.
                    • Ein stark geschwächtes Immunsystem, etwa durch abwehrunterdrückende Medikamente nach einer Organtransplantation oder durch eine HIV-Infektion, kann ebenfalls die Entstehung eines Lymphoms begünstigen.
                    • Infektionen mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV), dem Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers, können zur Entstehung eines Burkitt-Lymphoms beitragen und sind vor allem in Teilen Afrikas ein wichtiger Risikofaktor.
                    • Infektionen durch das Bakterium Helicobacter pylori, die eine häufige Ursache von Magenschleimhautentzündungen darstellen, können wahrscheinlich MALT-Lymphome (mucosa-associated lymphoid tissue Lymphome) im Magen auslösen.
                    • Bestimmte Autoimmunerkrankungen wie beispielsweise rheumatoide Arthritis, systemischer Lupus erythematodes, Sjögren-Syndrom, Sarkoidose oder Zöliakie, bei denen sich das Immunsystem gegen Strukturen des eigenen Körpers richtet, scheinen eventuell ebenfalls das Risiko für ein Lymphom zu erhöhen. Bei einer Autoimmunerkrankung erkennt das Immunsystem körpereigenes Gewebe als „fremd“ und greift es an. Das Immunsystem ist überaktiv, dadurch wachsen Lymphozyten schneller und teilen sich stärker, was dazu führen kann, dass sie sich zu Lymphomzellen entwickeln können.

                    Bisher haben Forscher keine Erbanlagen gefunden, die eindeutig zu einer Häufung von Lymphomen führen. Wenn in einer Familie jedoch häufiger bösartige Blutkrankheiten aufgetreten sind, scheint das Risiko für ein Lymphom erhöht zu sein.

                    Symptome - Wie macht sich Lymphdrüsenkrebs bemerkbar?

                    Lymphome können eine Vielzahl von Symptomen verursachen, die oft unspezifisch sind und leicht mit anderen, weniger ernsten Erkrankungen verwechselt werden können. Ein häufiges Anzeichen ist die schmerzlose Schwellung der Lymphknoten im Hals, in den Achselhöhlen oder in der Leiste. Diese Schwellungen können über Wochen bestehen bleiben und sind oft das erste Symptom, das bemerkt wird.

                    ❗ 👩‍⚕️ Bemerken Sie eine Lymphknotenschwellung über einen längeren Zeitraum (zwei bis vier Wochen), sollten Sie das ärztlich abklären lassen.

                    Weitere Symptome sind eher allgemein und unspezifisch. Mediziner sprechen von B-Symptomatik oder B-Symptomen. Dazu gehören:

                    • Fieber, das länger als zwei Tage anhält oder immer wiederkehrt
                    • Nachtschweiß, bei dem man so stark schwitzt, dass die Bettwäsche durchnässt ist
                    • Ungewollter Gewichtsverlust, bei dem man ohne Diät oder vermehrte körperliche Aktivität innerhalb von sechs Monaten mehr als 10% des Körpergewichts verliert
                    • anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung, selbst nach ausreichendem Schlaf. Betroffene fühlen sich oft ungewöhnlich schwach und haben weniger Energie für alltägliche Aktivitäten.

                    Je nachdem, in welchem Organ sich die Lymphom-Zellen befinden, kann es auch zu anderen Beschwerden wie Verdauungsstörungen, Schmerzen in der Brust, im Bauch, in den Gelenken oder in den Knochen kommen. Husten und Atemnot können ebenfalls Symptome eines Lymphoms sein.

                    Wichtig ist es zu wissen, dass die Ursache für alle der oben genannten Beschwerden auch völlig harmlos sein kann. Insbesondere, wenn mehrere Krankheitszeichen gemeinsam auftreten, ist es aber ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache abzuklären.

                    Diagnose- Wie wird Lymphdrüsenkrebs festgestellt?

                    Früherkennung

                    Es gibt keine einfache Untersuchung zur Früherkennung, mit der man ein Lymphom nachweisen kann. Daher und weil es sich um viele verschiedene seltene Krankheiten handelt, ist ein Früherkennungsscreening, wie es bei einigen anderen Krebsarten durchgeführt wird, auch nicht sinnvoll.

                    Sicherung der Diagnose

                    Wenn der Arzt den Verdacht hat, dass es sich um Lymphknotenkrebs handeln könnte, wird er vermutlich zunächst nach der Krankengeschichte fragen und sich nach den Beschwerden erkundigen. Liegen die oben genannten B-Symptome (Gewichtsverlust, nächtliches Schwitzen und Fieber) vor, wird er sich Lymphknoten anschauen, den Bauch abtasten, und die Mandeln inspizieren.

                    Wahrscheinlich wird er auch eine Blutuntersuchung durchführen. Da das Blutbild bei Lymphomen nicht immer verändert ist, besonders im Frühstadium, reicht es für eine gesicherte Diagnose nicht aus.

                    Besteht der Verdacht weiterhin, kann der Arzt in einer kleinen ambulanten Operation eine Gewebeprobe entnehmen (Biopsie), die danach in einem Labor unter dem Mikroskop histologisch untersucht wird. Dadurch kann eine Diagnose zweifelsfrei erstellt werden.

                    Bei einigen Lymphomformen, wie der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL), werden Lymphomzellen allerdings schon früh ins Blut ausgeschwemmt. Hier kann die Blutuntersuchung zusammen mit einer Knochenmarkuntersuchung die Diagnose sichern und eine Lymphknotenentnahme überflüssig machen.

                    Weitere Untersuchungen

                    Ist die Diagnose gesichert, ist es wichtig, zu untersuchen, wie weit sich das Lymphom bereits im Körper ausgebreitet hat. Das ist nicht nur für die Prognose, sondern auch für die weitere Behandlung entscheidend.

                    Folgende Untersuchungen können durchgeführt werden:

                    Bildgebende Verfahren wie

                    • Röntgenuntersuchung des Brustkorbs, um nach weiteren Tumoren zu suchen
                    • Ultraschalluntersuchungen (Sonographie) des Bauchs, um festzustellen ob Bauchlymphknoten oder innere Organe wie Leber und Milz betroffen sind
                    • Computertomographie (CT), einem speziellen Röntgenverfahren, das den Körper in einzelnen Schichten abbildet. Vergrößerte Lymphknoten und befallene Organe wie Leber oder Lunge können dadurch sichtbar gemacht werden. Auch Tumorherde in den Knochen können erkannt werden.
                    • Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie, MRT) kann als Alternative zur CT eingesetzt werden. Das Verfahren verwendet keine Röntgenstrahlung, sondern arbeitet mit starken Magnetfeldern.
                    • Positronen-Emissions-Tomografie (PET) ist ebenfalls ein Verfahren zur Darstellung von Tumoren und Metastasen. Dabei wird den Patienten ein Zucker verabreicht, der mit einer radioaktiven Substanz markiert ist, die sich in Zellen mit hoher Stoffwechselaktivität (wie Tumorzellen) verstärkt abreichert und sichtbar gemacht werden kann. Bösartige Tumoren heben sich in der PET-Aufnahme deutlich von gesundem Gewebe ab. Die PET zählt allerdings nicht zu den Standardverfahren bei der Diagnostik von Lymphomen.

                    Blutuntersuchung

                    • Eine Blutuntersuchung kann Auskunft über den Allgemeinzustand des Patienten und über die Funktionen einzelner Organe, z.B. der Nieren und der Leber, geben. Zu den Untersuchungen gehören das Blutbild und Differenzialblutbild, die Bestimmung von Bluteiweißen und Antikörpern sowie die Messung der Blutsenkung. Es wird auch nach Anzeichen für Virusinfektionen gesucht, die vergrößerte Lymphknoten verursachen können.
                    • Um die Aggressivität des Tumors abzuschätzen, kann das Eiweiß Ki-67, ein sogenannter Tumormarker, der nur während der Zellteilung vorhanden ist, bestimmt werden.

                    Knochenmarksuntersuchungen

                    • Auch das Knochenmark kann von einem Lymphom betroffen sein, weshalb es oft untersucht wird. Die Entnahme erfolgt unter örtlicher Betäubung meist aus dem Beckenkammknochen. Mit einer dünnen Hohlnadel werden wenige Milliliter Knochenmark abgesaugt. Zusätzlich kann mit einer dickeren Hohlnadel ein etwa 2 cm langer Gewebezylinder entnommen werden (Stanzbiopsie).
                    • Das gewonnene Knochenmark wird histologisch auf Lymphomzellen untersucht und für weitere spezielle Untersuchungen aufbereitet, um den Lymphomtyp genau zu bestimmen.

                    Untersuchung des Nervenwassers

                    • Falls der Verdacht besteht, dass auch die Hirnhäute befallen sind, entnimmt man Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit, das Nervenwasser, im Bereich der Lendenwirbelsäule mit einer langen Nadel, die zwischen zwei Wirbeln hindurch in den Nervenwasserkanal eingestochen wird. Die so gewonnene Flüssigkeit wird auf Lymphomzellen untersucht.

                    Einteilung in Stadien

                    Nachdem das Staging, das heißt die Untersuchungen, in denen der Ausbreitungsgrad festgelegt wurde, beendet ist, kann das maligne Lymphom in bestimmte Stadien eingeteilt werden. Die Einteilung erfolgt meist nach der sogenannten „Ann-Arbor-Klassifikation“. Sie wurde ursprünglich für Hodgkin-Lymphome entwickelt, wird aber inzwischen auch für Non-Hodgkin-Lymphome verwendet.

                    • Stadium 1: Befall einer einzelnen Lymphknotenregion.
                    • Stadium 2: Befall mehrerer Lymphknotenregionen auf einer Seite des Zwerchfells.
                    • Stadium 3: Befall von Lymphknotenregionen auf beiden Seiten des Zwerchfells.
                    • Stadium 4: Diffuser Organbefall, z.B. Knochenmark.

                    Durch bestimmte Zusätze können noch weitere Angaben gemacht werden:

                    • „B“: Vorhandensein von Symptomen wie Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust (B-Symptome)
                    • „A“: Fehlen dieser allgemeinen Krankheitssymptome
                    • „E“: Befall außerhalb der Lymphknoten, z.B. Magen, Lunge, Haut, Hoden (extranodal bedeutet: außerhalb des Knotens liegend)

                    Behandlung von Lymphdrüsenkrebs

                    Von Fall zu Fall kann die Behandlung von Lymphknotenkrebs ganz unterschiedlich aussehen. Entscheidend ist vor allem, wie aggressiv das Lymphom ist.

                    Handelt es sich um eine aggressive Form, ein hoch-malignes Lymphom, wird in der Regel sofort mit einer Chemotherapie, zielgerichteter Therapie, Immuntherapie oder örtlicher Bestrahlung behandelt. Die Heilungschancen sind gut.

                    Bei einem niedrig-malignen Lymphom, das nur langsam wächst, wartet man mit einer Behandlung oft ab, bis Beschwerden auftreten (watch-and-wait). Hier sind die Heilungschancen weniger gut und Patienten müssen oft lebenslang medizinisch betreut werden.

                    Wenn eine Behandlung notwendig ist, setzen Ärztinnen und Ärzte bei Lymphomen meist auf eine Chemotherapie. Häufig wird diese mit einer Antikörpertherapie kombiniert. Manche Patienten erhalten die Antikörpertherapie auch ohne Chemotherapie.

                    Zusätzlich werden verschiedene zielgerichtete Medikamente und neue Formen der Immuntherapie erforscht und zunehmend eingesetzt.

                    Eine alleinige Strahlentherapie wird nur bei wenigen Lymphom-Patienten angewendet, insbesondere wenn das Lymphom langsam wächst und örtlich begrenzt ist. In Kombination mit Chemotherapie oder Immun-Chemotherapie kann die Strahlentherapie auch bei anderen Erkrankungssituationen sinnvoll sein.

                    Eine Operation ist in der Regel nicht sinnvoll, da Lymphome oft den ganzen Körper betreffen, selbst wenn die entarteten Lymphozyten nur an wenigen Stellen nachweisbar sind.

                    Wenn eine erste Therapie die Krankheit nicht heilen konnte, kommt bei einem Hodgkin Lymphom auch eine Übertragung von Stammzellen, eine sogenannte Stammzelltransplantation infrage. Die Wirkung ist oft besser als die einer Chemotherapie, aber die Nebenwirkungen sind noch stärker.

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                    Mehr über die Autorin Birgit Hartel

                    Diesen Artikel verfasste unsere Apothekerin Birgit Hartel.

                    Birgit Hartel ist Apothekerin und als Pharmazeutin bei DocMorris tätig. Sie ist besonders interessiert an den Themenbereichen Diabetes und Onkologie. Ihr Herzensanliegen ist es, komplexe Therapien verständlich zu machen und Menschen in belastenden Situationen mit verlässlichen Informationen zur Seite zu stehen.

                    Stand: 31.07.2025

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                    • Mittelalter Mann recherchiert über Hodenkrebs

                      Krebserkrankungen

                      Hodenkrebs

                      Früherkennung ist bei Hodenkrebs besonders wichtig! Erfahren Sie, wie Sie Veränderungen erkennen können.

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                    • Weißer Hautkrebs wird untersucht

                      Hauterkrankungen

                      Weißer Hautkrebs

                      Weißer Hautkrebs kommt deutlich häufiger vor als schwarzer. Er ist in Deutschland die am häufigsten vorkommende Krebsart.

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                    • Frau besiegt Speiseröhrenkrebs

                      Krebserkrankungen

                      Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom)

                      Speiseröhrenkrebs ist selten und zeigt sich im Frühstadium durch Schluckbeschwerden. Erfahren Sie mehr über diese Krebsart.

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                    • Rauchentwöhnung für eine junge Frau die eine Zigarette zerbricht

                      Wohlfühlen und Fitness

                      Mit dem Rauchen aufhören - aber wie?

                      Welche Vorteile bringt ein rauchfreies Leben und welche Strategien unterstützen Sie auf dem Weg dorthin.

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                    • Therapieoptionen Adipositas

                      Adipositas Therapie

                      Therapieoptionen Adipositas

                      Mehr zuLifestylechanges, Verhaltenstherapie, den "Abnehmspritzen" und chirurgischen Möglichkeiten.

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                    • Mann hält seine Frau mit Knochenkrebs

                      Krebserkrankungen

                      Knochenkrebs

                      Knochenkrebs gehört zu den seltenen Krebsarten: Erfahren Sie mehr über die Ursachen, Symptome und innovative Behandlungsoptionen.

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                    Häufig gestellte Fragen zu Lymphdrüsenkrebs

                    Bei Lymphdrüsenkrebs unterscheidet man je nach Ausbreitungsgrad der Erkrankung vier verschiedene Stadien. Stadium 3 bei Lymphdrüsenkrebs bedeutet, dass bereits zwei oder mehrere Lymphknotenregionen auf beiden Seiten des Zwerchfells betroffen sind. Das Zwerchfell ist eine Muskelplatte, die den Brustraum vom Bauchraum trennt. Dieses Stadium zeigt eine bereits eine fortgeschrittenere Ausbreitung der Krankheit, allerdings sind noch keine Organe betroffen, die nicht Teil des Lymphsystems sind.

                    Ja, das Multiple Myelom ist einer der häufigsten Tumoren von Knochen- und Knochenmark und gehört zur Untergruppe der niedrigmalignen B-Zell - Non-Hodgkin-Lymphome. Man zählt es auch zu den Plasmazellerkrankungen.

                    Nein, Lymphome sind keine soliden Tumoren. Im Gegensatz zu soliden Tumoren, die als feste Masse in Organen oder Geweben wachsen, zirkulieren hier entartete Lymphozyten durch das Lymphsystem und können verschiedene Lymphknoten und Organe befallen.

                    Beide Erkrankungen sind bösartige Tumorerkrankungen, sie unterschieden sich in erster Linie darin, wo sie im Körper zu finden sind. Während bei Lymphomen die veränderten Zellen im lymphatischen System, vor allem in den Lymphknoten, am häufigsten zu finden sind, kommen sie bei Leukämien im Blut des gesamten Körpers vor. Beides sind sogenannte hämatologische Neoplasien.

                    Quellen und weiterführende Informationen:

                    DKFZ Deutsches Krebsforschungszentrum

                    • https://www.krebsinformationsdienst.de/lymphome
                    • https://www.krebsinformationsdienst.de/untersuchungen-bei-krebs/molekulare-diagnostik/biomarker-und-tumormarker-beispiele

                    S3-Leitlinie Hodgkin-Lymphom

                    • https://register.awmf.org/assets/guidelines/018-029OLl_S3_Hodgkin-Lymphom_Erwachsene_Diagnostik_Therapie_Nachsorge_2022-10.pdf

                    Deutsche Krebsgesellschaft

                    • https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/non-hodgkin-lymphome
                    • https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/morbus-hodgkin/aktualisierte-leitlinie-hodgkin-lymphom.html
                    • https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/multiples-myelom-plasmozytom-morbus-kahler.html
                    • https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/burkitt-lymphom/ursachen-und-risikofaktoren.html

                    Robert Koch-Institut

                    • https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Morbus%20Hodgkin/morbus%20hodgkin_node.html
                    • https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Non-Hodgkin-Lymphome/non-hodgkin-lymphome_node.html

                    Hodgkin und die Klassifikation maligner Lymphome: Wie der britische Arzt auch mit später entdeckten Lymphomen in Verbindung gebracht wurde

                    • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29493471/

                    American Cancer Society

                    • https://www.cancer.org/cancer/types/non-hodgkin-lymphoma/causes-risks-prevention/risk-factors.html

                    Unilkinik Ulm

                    • https://www.uniklinik-ulm.de/innere-medizin-iii/haematologie/malignes-lymphom.html

                    Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML)

                    • https://lymphome.de/allgemeine-einfuehrung

                    JOURNAL ONKOLOGIE

                    • https://www.journalonko.de/haematologie/leukaemie-lymphome

                    Onkopedia Leitlinien

                    • https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/hodgkin-lymphom/@@guideline/html/index.html

                    Deutsche Krebshilfe

                    • https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebsarten/hodgkin-lymphom/#c32545
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