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                    Zielgerichtete Therapien: Moderne Ansätze der Krebsbehandlung

                    Inhaltsverzeichnis

                    • Was sind zielgerichtete Therapien?
                    • Wie wirken zielgerichtete Therapien?
                    • Welche Arten zielgerichtete Therapien gibt es?
                    • Was sind die Nebenwirkungen?
                    Junge Frau mit Krebs im Therapiegespräch mit ihrer Ärztin
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                    ¹ Bei Bestellung verschreibungspflichtiger Medikamente erhalten Sie pro Medikamentenpackung einen Vorteil von mindestens 2,50 € und bis zu 5 €. Bei einem Rezept mit 6 Medikamentenpackungen mit Maximalbonus sind das bis zu 30 € Sparvorteil.

                    ² Allgemeine Gutscheinbedingungen: Soweit sich aus besonderen Bedingungen der jeweiligen Werbeaktion nichts Abweichendes ergibt, gilt für die Einlösung von Gutscheinen, Preisvorteilscodes und anderen insoweit gewährten Vorteilen (zusammen „Gutscheine“) Folgendes: Gutscheine sind ausschließlich im Rahmen von Bestellungen in unserem Online-Shop DocMorris.de und unserer DocMorris App, einmalig und nur im ausgelobten Aktionszeitraum einlösbar. Pro Kundenkonto ist pro Werbeaktion nur ein Gutscheincode einlösbar. Der Wert des im Bestellprozess eingegebenen Gutschein(code)s wird automatisch vom Rechnungsbetrag abgezogen. Einlösbar für unser Gesamtsortiment rezeptfreier Produkte inklusive reduzierter Ware. Nicht kombinierbar mit weiteren Aktionen oder Preisvorteilen, z.B. Sonderpreisen, die exklusiv über Dritte ausgelobt werden. Bei Eingabe eines Gutschein(code)s kann ein höherer Preis als der Sonderpreis zu Grunde gelegt werden. Ein den Rechnungsbetrag übersteigender Gutscheinwert verfällt. Die Auszahlung des Gutscheinwerts ist ausgeschlossen. Nicht einlösbar bei Sammelbestellungen. Für die Prüfung der Gültigkeit des Gutscheins müssen Sie sich in Ihr Kundenkonto einloggen.

                    ³ Dieser Preis gilt für die Auswahl Kassenrezept inkl. Zuzahlung.

                    *UVP = Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers; * AVP = Der für den Fall der Abgabe zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse (KK) vom pharmazeutischen Unternehmer zum Zwecke der Abrechnung der Apotheken mit den Krankenkassen gegenüber der Informationsstelle für Arzneispezialitäten GmbH (IFA) angegebene einheitliche Produkt-Abgabepreis im Sinne des § 78 Abs. 3 S. 1, 2. HS AMG, der von der KK im Ausnahmefall der Erstattung abzüglich 5 % an die Apotheke ausgezahlt wird.

                    **Gilt für alle gültigen E-Rezepte, die im Zeitraum von Montag bis Donnerstag bis 20 Uhr und Freitag bis 13 Uhr digital bei uns eingehen. E-Rezepte die Freitag nach 13:00 eingehen, werden am Montag zugestellt. E-Rezepte die zwischen Samstag 00:00 Uhr und Sonntag 24:00 Uhr eingehen, werden am Dienstag zugestellt. Von der Lieferung am nächsten Tag ausgenommen sind spezielle Rezepturen, Medikamente oder von einem Rahmenvertrag der Krankenkasse des Patienten vorgesehene Austausch-Medikamente, die aufgrund von Lieferengpässen nicht verfügbar sind, zu kühlende Medikamente, sowie Rezepte, die eine pharmazeutische Klärung mit Ihnen oder Ihrem Arzt erfordern oder die aus pharmazeutischen Gründen nicht beliefert werden dürfen. Für die pharmazeutische Klärung ist die Angabe Ihrer Telefonnummer notwendig. Um Ihnen die schnellstmögliche Lieferung Ihrer rezeptpflichtigen Artikel anbieten zu können, kann es in Ausnahmefällen zu einem nachträglichen Austausch des Versanddienstleisters kommen. Die Lieferung am nächsten Tag gilt nicht für Bestellungen, bei denen eine Packstation als Lieferadresse angegeben wurde. Sofern der Tag oder der nächste Tag nach Ihrer Bestellung ein Feiertag in NRW und / oder ein Feiertag an Ihrem Wohnort ist, erfolgt die Lieferung am ersten Werktag, der kein Feiertag mehr ist. In Fällen höherer Gewalt erfolgt die Lieferung ebenfalls erst an dem Werktag, der keine Feiertag ist, der auf das Ende des Ereignisses höherer Gewalt folgt.

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                    Zusammenfassung

                    Die Krebsbehandlung hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht. Neben klassischen Methoden wie Chemotherapie und Bestrahlung stehen heute moderne Ansätze zur Verfügung – allen voran die zielgerichtete Therapie.

                    Diese Medikamente wirken nicht einfach gegen alle schnell wachsenden Zellen, sondern greifen gezielt bestimmte Eigenschaften von Tumorzellen an wie etwa spezielle Eiweiße oder genetische Veränderungen, die nur in Krebszellen vorkommen. Sie wirken dort wie ein Schlüssel, der genau ins Schloss passt. Damit diese Therapie funktioniert, müssen die Tumorzellen jedoch die passenden Merkmale, sogenannte Biomarker, aufweisen. Deshalb ist diese Behandlungsform nicht für alle Krebspatienten geeignet, sondern kommt nur dann infrage, wenn der Tumor die passenden „Angriffsstellen“ bietet.

                    Unsere Informationen können einen ersten Überblick über die Erkrankung verschaffen, aber keineswegs die Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin ersetzen. Vereinbaren Sie bei Unsicherheiten oder einem Verdacht bitte immer einen Termin in Ihrer Arztpraxis.

                    Was sind zielgerichtete Therapien?

                    Zielgerichtete Therapien, auch als „Targeted Therapies“ bezeichnet, sind moderne Medikamente, die gezielt biologische Eigenschaften von Tumorzellen angreifen und so das Tumorwachstum hemmen. Anders als die klassische Chemotherapie, die alle schnell wachsenden Zellen im Körper trifft, wirken diese Therapien spezifisch auf molekulare Veränderungen in Krebszellen und schonen gesundes Gewebe weitgehend. Dennoch können auch sie Nebenwirkungen verursachen.

                    Ein Meilenstein war die Zulassung von Imatinib (Glivec) im Jahr 2001 – dem ersten sogenannten „Small Molecule“ zur Behandlung von Leukämie.

                    Seither wurden zahlreiche zielgerichtete Medikamente für verschiedene Krebsarten entwickelt. Sie gelten als Teil der personalisierten Medizin, da sie nur wirken, wenn der Tumor bestimmte molekulare Zielstrukturen oder Biomarker exprimiert.

                    Wann kommen zielgerichtete Therapien zum Einsatz?

                    Zielgerichtete Therapien sind ein zentraler Bestandteil der modernen Krebsbehandlung. Sie kommen dann zum Einsatz, wenn Tumorzellen bestimmte biologische Merkmale aufweisen:

                    Beispiele biologischer Merkmale:

                    • Veränderte Proteine
                    • Rezeptoren
                    • Signalwege

                    Diese Merkmale werden mithilfe molekularer Diagnostik identifiziert. Die Wirksamkeit dieser Therapien beruht darauf, dass sie Strukturen angreifen, die für das Wachstum und Überleben der Krebszellen entscheidend sind.

                    Typische Nebenwirkungen: Hautreaktionen, Blutdruckanstieg oder Leberfunktionsstörungen.

                    Einsatzbereiche: Brustkrebs (z. B. HER2-positiv), Lungenkrebs (z. B. EGFR-Mutationen), Darmkrebs, Nierenkrebs, Hautkrebs (z. B. BRAF-Mutationen), Leukämien

                    Oft kommen sie in fortgeschrittenen Krankheitsstadien zum Einsatz, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.

                    Sie können als Monotherapie oder in Kombination mit Chemotherapie, Immuntherapie oder Strahlentherapie verabreicht werden.

                    Anwendung: Tablette, Infusion oder subkutane Injektion.

                    Ob eine zielgerichtete Therapie infrage kommt, hängt ab von:

                    • den biologischen Merkmalen des Tumors
                    • der Krebsart
                    • dem Krankheitsstadium

                    Wie wirken zielgerichtete Therapien?

                    Zielgerichtete Therapien greifen in biologische Prozesse von Krebszellen ein, um deren Wachstum, Teilung und Überleben zu stören.

                    Blockade von Wachstumssignalen: z. B. Trastuzumab (Herceptin) blockiert den HER2-Rezeptor. Lapatinib (Tyverb) blockiert die HER2-Tyrosinkinase intrazellulär. Kombinationen wie die duale HER2-Blockade sind möglich.

                    Verhinderung der Blutversorgung (Angiogenese): Angiogenesehemmer wie Bevacizumab blockieren Wachstumsfaktoren und hungern den Tumor aus.

                    Auslösung des programmierten Zelltods (Apoptose): Venetoclax hemmt BCL-2 und leitet Zelltod bei bestimmten Leukämien ein.

                    Aktivierung des Immunsystems gegen Krebszellen: Wirkstoffe wie Rituximab binden an CD20 – markierte Krebszellen werden vom Immunsystem zerstört.

                    Störung der DNA-Reparatur: Olaparib hemmt PARP, besonders wirksam bei BRCA-mutierten Brust- oder Eierstockkrebszellen.

                    Antikörper-Wirkstoff-Konjugate: z. B. Trastuzumab-Emtansin kombiniert Trastuzumab mit einem Zellgift – gezielter Transport in die Krebszelle.

                    Wie wirken zielgerichtete Therapien?

                    Zielgerichtete Therapien greifen in biologische Prozesse von Krebszellen ein, um deren Wachstum, Teilung und Überleben zu stören.

                    Blockade von Wachstumssignalen: z. B. Trastuzumab (Herceptin) blockiert den HER2-Rezeptor. Lapatinib (Tyverb) blockiert die HER2-Tyrosinkinase intrazellulär. Kombinationen wie die duale HER2-Blockade sind möglich.

                    Verhinderung der Blutversorgung (Angiogenese): Angiogenesehemmer wie Bevacizumab blockieren Wachstumsfaktoren und hungern den Tumor aus.

                    Auslösung des programmierten Zelltods (Apoptose): Venetoclax hemmt BCL-2 und leitet Zelltod bei bestimmten Leukämien ein.

                    Aktivierung des Immunsystems gegen Krebszellen: Wirkstoffe wie Rituximab binden an CD20 – markierte Krebszellen werden vom Immunsystem zerstört.

                    Störung der DNA-Reparatur: Olaparib hemmt PARP, besonders wirksam bei BRCA-mutierten Brust- oder Eierstockkrebszellen.

                    Antikörper-Wirkstoff-Konjugate: z. B. Trastuzumab-Emtansin kombiniert Trastuzumab mit einem Zellgift – gezielter Transport in die Krebszelle.

                    Welche Arten von zielgerichteten Therapien gibt es?

                    Im Prinzip lassen sich alle zielgerichteten Medikamente in zwei große Gruppen einteilen:

                    Monoklonale Antikörper

                    Große Moleküle, die außerhalb der Zelle wirken, meist an Zelloberflächenstrukturen wie Rezeptoren.

                    Beispiele: Trastuzumab (HER2), Cetuximab (EGFR), Bevacizumab (VEGF)

                    Small Molecules

                    Kleine chemische Substanzen, die in die Zelle eindringen und dort Signalwege, Enzyme oder Reparaturmechanismen beeinflussen.

                    Beispiele: Imatinib (BCR-ABL), Olaparib, Bortezomib

                    Monoklonale Antikörper

                    Die Antikörpertherapie ist eine bedeutende Säule in der modernen Krebstherapie. Antikörper sind große Proteine, die vom Immunsystem gebildet werden, um veränderte Zellen oder Krankheitserreger gezielt zu erkennen und zu bekämpfen. Jeder Antikörper ist auf ein bestimmtes Ziel – ein sogenanntes Antigen – spezialisiert. Nach Bindung an das Antigen kann er den Erreger neutralisieren, markieren oder eine Immunreaktion auslösen.

                    In der Krebstherapie verwendet man künstlich hergestellte monoklonale Antikörper. Sie sind identisch aufgebaut und erkennen spezifische Tumorantigene auf der Oberfläche von Krebszellen. So können sie das Wachstum hemmen, das Immunsystem aktivieren oder Wirkstoffe gezielt transportieren.

                    Der Einsatz monoklonaler Antikörper erfolgt entweder als zielgerichtete Therapie, bei der sie das Wachstum der Krebszellen direkt hemmen, oder als Immuntherapie, bei der sie das körpereigene Immunsystem aktivieren, um die Tumorzellen zu bekämpfen.

                    Vor einer Antikörpertherapie wird geprüft, ob die Krebszellen bestimmte Zielstrukturen (z. B. HER2, PD-L1 etc.) tragen. Diese sogenannten Biomarker werden durch molekulare Tests nachgewiesen und entscheiden darüber, ob und welcher Antikörper sinnvoll eingesetzt werden kann.

                    Verabreichung: meist als Infusion, manchmal auch Injektion; oft in Kombination mit anderen Therapien.

                    Beispiele häufig angewendeter Antikörpertherapien:

                    Wird bei HER2-positivem Brustkrebs eingesetzt. Es blockiert den HER2-Rezeptor, der das Zellwachstum fördert. Zusätzlich hilft das Medikament dem Immunsystem, die Krebszellen zu erkennen und zu zerstören.

                    Richtet sich gegen das CD20-Oberflächenprotein auf B-Lymphozyten und wird bei bestimmten Formen von Lymphomen und Leukämien verwendet.

                    Hemmt den VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) und verhindert so die Neubildung von Blutgefäßen, die Tumore versorgen .

                    Blockieren den EGFR (Epidermal Growth Factor Receptor) und werden bei Darmkrebs und Kopf-Hals-Tumoren eingesetzt .

                    Gehören zu den sogenannten Checkpoint-Inhibitoren. Sie heben die „Bremsen“ des Immunsystems auf und ermöglichen eine stärkere Immunantwort gegen den Tumor .

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                    Sicherheit bei Ihren Medikamenten

                    Online-Wechselwirkungscheck & Medikationsberatung

                    Mit unserem einfachen Online-Wechselwirkungscheck können Sie prüfen, ob sich Ihre Krebsmedikamente mit weiteren Medikamenten oder Produkten vertragen. Sollten Sie z.B. weitere Medikamente wegen anderer Erkrankungen, gegen Nebenwirkungen o.Ä. nehmen, lohnt es sich, dies einmal zu überprüfen.

                    Wir bieten Ihnen außerdem kostenfrei eine Medikationsberatung bei oraler Tumortherapie an. Gemeinsam mit unseren Apothekerinnen und Apothekern gehen Sie Ihre Medikamente durch und werden u.A. zu Wechselwirkungen, Verträglichkeit oder Anwendungshinweisen beraten und können ggf. auftretende Herausforderungen bei der Therapie gemeinsam besprechen.

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                    Bispezifische Antikörper in der Krebstherapie

                    Bispezifische Antikörper sind neuartige Antikörper mit zwei „Armen“. Sie funktionieren wie eine Brücke zwischen zwei Zellen: Einerseits erkennen sie die Krebszelle, andererseits aktivieren sie eine Immunzelle (meist eine T-Zelle), die die Krebszelle dann gezielt angreift und zerstört. Ein bekanntes Beispiel ist Blinatumomab. Es wird bei einer bestimmten Form von Blutkrebs (akute lymphatische Leukämie) eingesetzt, meist dann, wenn andere Behandlungen nicht mehr wirken oder die Krankheit zurückgekehrt ist

                    Antikörper-Wirkstoff-Konjugate

                    Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (AWKs) sind Medikamente, die einen Antikörper mit einem Zellgift verbinden. Der Antikörper erkennt gezielt Krebszellen und bringt das Gift direkt dorthin, wie ein „Taxi“, das seine Ladung nur an der richtigen Stelle abliefert. So wird die gesunde Umgebung möglichst geschont und die Krebszellen gezielt zerstört. Ein Beispiel ist Trastuzumab-Emtansin, das bei HER2-positivem Brustkrebs eingesetzt wird.

                    Biosimilars

                    Viele Antikörper liegen inzwischen auch als sogenannte Biosimilars vor, das sind Nachahmerprodukte mit vergleichbarer Wirkung wie das Original. Sie helfen, Therapiekosten zu senken und die Versorgung zu sichern, ohne wesentlichen Einfluss auf die Qualität zu haben.

                    Lesen Sie hier mehr zu Antikörpertherapien bei Krebs.

                    Small Molecules (niedermolekulare Wirkstoffe)

                    Small Molecules (niedermolekulare Wirkstoffe) sind eine wichtige Klasse von Medikamenten in der modernen Onkologie. Sie zeichnen sich durch ihre geringe Molekülgröße aus, wodurch sie leicht in Zellen eindringen und dort wichtige Funktionen stören können. Im Gegensatz zu großen Molekülen wie Antikörpern, die an der Zelloberfläche angreifen, wirken Small Molecules direkt in der Zelle.

                    Je nachdem, an welcher Zielstruktur sie angreifen, werden sie in Untergruppen unterteilt. Einige der wichtigsten sind:

                    Tyrosinkinasehemmer sind wahrscheinlich die größte Gruppe. Sie blockieren Enzyme, die Wachstumssignale weiterleiten. Es gibt sehr viele verschiedene Kinasen, an denen diese Medikamente angreifen können, hier nur einige Beispiele:

                    EGFR-Inhibitoren

                    Diese hemmen den Epidermal Growth Factor Receptor, der bei bestimmten Lungenkrebsarten mutiert ist. Ein Beispiel ist Osimertinib, das bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs mit EGFR-Mutation eingesetzt wird.

                    BCR-ABL-Inhibitoren

                    Sie blockieren das krankhafte Fusionsprotein BCR-ABL, das bei chronisch myeloischer Leukämie (CML) dauerhaft Wachstumssignale sendet. Ein Beispiel ist Imatinib, Ein Beispiel ist Imatinib, der erste Tyrosinkinase-Inhibitor, das bis heute eingesetzt wird.

                    BTK-Inhibitoren

                    Diese hemmen die Bruton-Tyrosinkinase, die für das Überleben von B-Zellen bei bestimmten Blutkrebsarten entscheidend ist. Ein Beispiel ist Ibrutinib, eingesetzt bei chronisch lymphatischer Leukämie (CLL).

                    VEGFR-Inhibitoren

                    Sie blockieren den Rezeptor für den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor, der für die Neubildung von Blutgefäßen im Tumor wichtig ist. Ein Beispiel ist Axitinib, das bei Nierenkrebs verwendet wird.

                    Multikinase-Inhibitoren

                    Sie hemmen mehrere Tyrosinkinasen gleichzeitig, was bei komplexen Tumoren mit mehreren aktiven Signalwegen sinnvoll sein kann. Ein Beispiel dafür ist Sorafenib, das bei Leber- Nieren- und Schilddrüsenkrebs eingesetzt werden kann.

                    PARP-Inhibitoren sind Medikamente, die gezielt die Reparatur von DNA-Schäden in Krebszellen stören. Normalerweise helfen PARP-Enzyme dabei, kleine Schäden in der Erbinformation zu reparieren. PARP-Inhibitoren blockieren diesen Prozess, sodass sich die Schäden in der DNA anhäufen und die Zellen letztendlich absterben.

                    Besonders wirksam sind sie bei Krebszellen, die bereits eine gestörte Reparaturfunktion haben, zum Beispiel bei BRCA1- oder BRCA2-Mutationen, wie sie oft bei Brust- oder Eierstockkrebs vorkommen. Ein Beispiel dafür ist Olaparib, dass bei bestimmten Formen von Brust- und Eierstockkrebs eingesetzt wird.

                    Proteasom-Inhibitoren sind Medikamente, die die „Müllabfuhr“ der Zelle blockieren. Krebszellen produzieren besonders viele Proteine, darunter auch fehlerhafte oder überflüssige. Normalerweise werden diese über das sogenannte Proteasom abgebaut. Wenn dieser Abbau gestört wird, sammeln sich defekte Proteine in der Zelle an. Das führt zu Stress und kann die Zelle zerstören. Ein Beispiel dafür ist Bortezomib. Es wird vor allem bei multiplem Myelom, einer Krebsform des Knochenmarks, eingesetzt.

                    Das sind Medikamente, die einen wichtigen Schalter in der Zelle blockieren, das sogenannte mTOR-Protein. Dieses steuert viele Prozesse, darunter das Zellwachstum, die Zellteilung und den Stoffwechsel. In Krebszellen ist dieser Schalter oft überaktiv, was zu unkontrolliertem Wachstum führt. Ein Beispiel ist Everolimus, das unter anderem bei Nierenkrebs, Brustkrebs und bestimmten Hirntumoren eingesetzt wird.

                    BCL-2-Inhibitoren sind Medikamente, die ein bestimmtes Schutzprotein in Krebszellen blockieren. Dieses Protein BCL-2 sorgt normalerweise dafür, dass die Zelle nicht in den natürlichen Zelltod geht, selbst wenn sie beschädigt ist. In vielen Krebszellen ist BCL-2 besonders aktiv und verhindert, dass sich die Zellen selbst zerstören. Ein Beispiel für einen BCL-2-Hemmer ist Venetoclax, das bei bestimmten Formen von Blutkrebs wie der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL) eingesetzt wird.

                    Was sind die Nebenwirkungen?

                    Zielgerichtete Medikamente greifen gezielt Krebszellen an. Trotzdem können sie auch gesunde Zellen beeinflussen und Nebenwirkungen verursachen. Welche Beschwerden auftreten, hängt vom jeweiligen Medikament ab und ist bei jedem Menschen unterschiedlich.

                    Häufig betroffene Bereiche sind:

                    • Haut, Haare und Nägel: Es kann zu Hautausschlag, Juckreiz, Entzündungen oder brüchigen Haaren kommen. Diese Beschwerden treten manchmal erst Wochen nach Beginn der Therapie auf.
                    • Herz und Kreislauf: Manche Medikamente können den Blutdruck erhöhen oder das Risiko für Blutgerinnsel steigern. Einige Medikamente, wie Trastuzumab (Herceptin), können auch das Herz schwächen. Das bedeutet, das Herz pumpt weniger Blut und man fühlt sich müde, bekommt schneller Atemnot oder Herzrasen. Besonders gefährdet sind Menschen mit Vorerkrankungen oder wenn Trastuzumab mit Chemotherapien kombiniert wird. Deswegen finden bei einer solchen Behandlung regelmäßige Kontrolle von Blutdruck und Herzfunktion statt.
                    • Durchfall: Einige Patienten bekommen Durchfall bei der Behandlung mit zielgerichteten Therapien. Oft wird empfohlen, viel zu trinken, eventuell empfehlen Ärzte auch spezielle Medikamente.
                    • Schilddrüse und Leber: Es kann zu Problemen mit der Schilddrüse oder Leber kommen. Aus diesem Grund werden Blutwerte in der Regel regelmäßig kontrolliert.

                    Nebenwirkungen sind meist gut behandelbar, wenn sie früh erkannt werden. Regelmäßige Kontrollen und eine enge Zusammenarbeit mit dem Behandlungsteam sind wichtig.

                    Was sagen die Namensendungen über die Wirkstoffe aus?

                    Bei vielen Wirkstoffnamen tauchen immer wieder gleiche Endungen auf. Das hat System. In der zielgerichteten Krebstherapie lassen sich viele Wirkstoffe anhand ihrer Namensendungen bestimmten Wirkstoffklassen zuordnen. Diese Endungen folgen dem internationalen Namensschema (INN) der WHO und geben Hinweise auf die Wirkweise des Medikaments.

                    Folgende Endungen sind häufig zu finden:

                    • -mab: steht für monoklonale Antikörper, z. B. Trastuzumab, Rituximab
                    • -nib: steht für Tyrosinkinase-Inhibitoren, z. B. Imatinib, Osimertinib, Lapatinib
                    • -zomib: steht für Proteasom-Inhibitoren, z. B. Bortezomib, Carfilzomib
                    • -parib: steht für PARP-Inhibitoren, z. B. Olaparib, Niraparib

                    Da es mittlerweile aber über 800 Wirkstoffe mit der Endung -mab gibt, hat die WHO beschlossen, -mab künftig nicht mehr für neue Wirkstoffe zu vergeben. Stattdessen werden jetzt neue Endungen eingesetzt:

                    • -tug: für vollständige, nicht veränderte Antikörper
                    • -bart: für vollständige, modifizierte Antikörper
                    • -ment: für Antikörper-Fragmente
                    • -mig: für bi- oder multispezifische Antikörper

                    Bereits vergebene Wirkstoffnamen bleiben unverändert.

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                    Mehr über die Autorin Birgit Hartel

                    Diesen Artikel verfasste unsere Apothekerin Birgit Hartel.

                    Birgit Hartel ist Apothekerin und als Pharmazeutin bei DocMorris tätig. Sie ist besonders interessiert an den Themenbereichen Diabetes und Onkologie. Ihr Herzensanliegen ist es, komplexe Therapien verständlich zu machen und Menschen in belastenden Situationen mit verlässlichen Informationen zur Seite zu stehen.

                    Stand: 17.11.2025

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                      Weißer Hautkrebs

                      Weißer Hautkrebs kommt deutlich häufiger vor als schwarzer. Er ist in Deutschland die am häufigsten vorkommende Krebsart.

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                    • Erfolgreich absolviertes Pflegegutachten

                      Hilfreiches Wissen

                      Pflegegutachten des medizinischen Dienstes

                      Wie läuft das Pflegegutachten für einen Pflegegrad ab? Erfahren Sie, welche Kriterien der medizinische Dienst prüft

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                    • Frau unterstützt ihren Mann mit Prostatakrebs

                      Krebserkrankungen

                      Prostatakrebs

                      Erfahren Sie mehr über Prostatakrebs - eine Krebserkrankungen bei der Früherkennung sehr gute Heilungschancen ermöglicht.

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                    • Frau besiegt Speiseröhrenkrebs

                      Krebserkrankungen

                      Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom)

                      Speiseröhrenkrebs ist selten und zeigt sich im Frühstadium durch Schluckbeschwerden. Erfahren Sie mehr über diese Krebsart.

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                    • Junge Frau bespricht mit Arzt Therapie bei Lymphdrüsenkrebs

                      Krebserkrankungen

                      Lymphdrüsenkrebs

                      Diese Krebsart ist sehr selten, es gibt allerdings keine Vorsorge bei Lymphdrüsenkrebs - informieren Sie sich umfassend.

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                    • Mann unterstützt seine Frau mit Knochenkrebs

                      Krebserkrankungen

                      Knochenkrebs

                      Knochenkrebs gehört zu den seltenen Krebsarten: Entdecken Sie Ursachen, Symptome und innovative Behandlungsoptionen.

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                    DocMorris Ratgeber Onkologie

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                    Eine Krebserkrankung bringt viele Herausforderungen mit sich – medizinisch, emotional und im Alltag. In unserem Ratgeber möchten wir Sie mit fundierten Informationen rund um Krebs und Onkologie unterstützen.

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                    • Verständliche Artikel zu verschiedenen Krebsarten
                    • Hilfreiche Hinweise zur Medikamenteneinnahme und -verträglichkeit
                    • Services zur sicheren Rezeptabwicklung bei onkologischen Therapien
                    • Pharmazeutische Beratung, z. B. zum Thema Wechselwirkungen
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                    Häufig gestellte Fragen zu zielgerichteten Therapien

                    Checkpoint-Inhibitoren zählen nicht zu den klassischen zielgerichteten Therapien wie Tyrosinkinasehemmer oder monoklonale Antikörper, die direkt Tumorzellen angreifen. Dennoch wirken sie zielgerichtet im weiteren Sinne, da sie spezifische Moleküle des Immunsystems blockieren, sogenannte Immun-Checkpoints wie PD-1, PD-L1 oder CTLA-4.

                    Krebszellen nutzen diese „Bremsen“ des Immunsystems, um einer Immunantwort zu entgehen. Checkpoint-Inhibitoren lösen diese Blockade, sodass körpereigene T-Zellen die Krebszellen wieder erkennen und bekämpfen können. Sie werden daher den Immuntherapien zugeordnet.

                    Die zielgerichtete Therapie und die Immuntherapie unterscheiden sich grundlegend. Zielgerichtete Medikamente greifen direkt bestimmte Merkmale von Krebszellen an, etwa veränderte Rezeptoren wie HER2 oder EGFR, und blockieren deren Wachstumssignale. Immuntherapien hingegen aktivieren das körpereigene Immunsystem, damit es die Krebszellen als „krank“ erkennt und entsprechend bekämpft. Dabei werden oft „Checkpoints“ gehemmt, die das Immunsystem sonst bremsen. Während die zielgerichtete Therapie direkt auf die Tumorzelle wirkt, unterstützt die Immuntherapie den Körper dabei, selbst gegen den Krebs vorzugehen.

                    Die Chemotherapie und die zielgerichtete Therapie unterscheiden sich grundsätzlich in ihrer Wirkweise. Eine Chemotherapie greift alle Zellen an, die sich schnell teilen. Das sind vor allem Krebszellen, aber auch gesunde Zellen wie Haarwurzel- oder Schleimhautzellen. Deshalb sind Nebenwirkungen wie Haarausfall oder Übelkeit sehr häufig.

                    Zielgerichtete Therapien wirken dagegen gezielt auf bestimmte Merkmale von Krebszellen, etwa veränderte Rezeptoren oder Signalwege. Dadurch wird das Tumorwachstum spezifisch gehemmt, meist mit etwas weniger Nebenwirkungen. Eine Chemotherapie wirkt breiter, eine zielgerichtete Therapie nur dann, wenn der Tumor ein bestimmtes biologisches Merkmal, zum Beispiel einen veränderten Rezeptor aufweist.

                    Ja, zielgerichtete Medikamente werden nicht nur in der Onkologie eingesetzt, sondern zunehmend auch bei Autoimmunerkrankungen und chronischen Erkrankungen, unter anderem bei Lupus, rheumatoider Arthritis, Morbus Crohn, Zöliakie oder Typ-1-Diabetes.

                    Quellen und weiterführende Informationen:

                    https://www.krebsinformationsdienst.de/zielgerichtete-krebstherapie

                    https://www.krebsinformationsdienst.de/fileadmin/pdf-dateien/projekte/fit-in-gesundheitsfragen/lerneinheit-behandlung-zielgerichtete-krebstherapie.pdf

                    https://www.krebsliga.ch/ueber-krebs/therapien/medikamente-gegen-krebs/zielgerichtete-therapie

                    https://www.vfa.de/de/forschung-entwicklung/pharmaforschung/bispezifische-antikoerper

                    https://www.msdconnect.de/wp-content/uploads/sites/100/2022/08/Onkologische-Pflege-Therapieoptionen-zielgerichtete-Therapie-bei-Krebs-201125.pdf

                    https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Sorafenib_49104#

                    https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffgruppen/parp-inhibitoren

                    https://www.pharmazeutische-zeitung.de/der-name-ist-programm-126037/seite/3/?cHash=f259227df3f9a5772dadf5d22a29a76b

                    https://www.basg.gv.at/konsumentinnen/wissenswertes-ueber-arzneimittel/arzneimittel/biosimilars

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