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                    ³ Dieser Preis gilt für die Auswahl Kassenrezept inkl. Zuzahlung.

                    *UVP = Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers; * AVP = Der für den Fall der Abgabe zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse (KK) vom pharmazeutischen Unternehmer zum Zwecke der Abrechnung der Apotheken mit den Krankenkassen gegenüber der Informationsstelle für Arzneispezialitäten GmbH (IFA) angegebene einheitliche Produkt-Abgabepreis im Sinne des § 78 Abs. 3 S. 1, 2. HS AMG, der von der KK im Ausnahmefall der Erstattung abzüglich 5 % an die Apotheke ausgezahlt wird.

                    **Gilt für alle gültigen E-Rezepte, die im Zeitraum von Montag bis Donnerstag bis 20 Uhr und Freitag bis 13 Uhr digital bei uns eingehen. E-Rezepte die Freitag nach 13:00 eingehen, werden am Montag zugestellt. E-Rezepte die zwischen Samstag 00:00 Uhr und Sonntag 24:00 Uhr eingehen, werden am Dienstag zugestellt. Von der Lieferung am nächsten Tag ausgenommen sind spezielle Rezepturen, Medikamente oder von einem Rahmenvertrag der Krankenkasse des Patienten vorgesehene Austausch-Medikamente, die aufgrund von Lieferengpässen nicht verfügbar sind, zu kühlende Medikamente, sowie Rezepte, die eine pharmazeutische Klärung mit Ihnen oder Ihrem Arzt erfordern oder die aus pharmazeutischen Gründen nicht beliefert werden dürfen. Für die pharmazeutische Klärung ist die Angabe Ihrer Telefonnummer notwendig. Um Ihnen die schnellstmögliche Lieferung Ihrer rezeptpflichtigen Artikel anbieten zu können, kann es in Ausnahmefällen zu einem nachträglichen Austausch des Versanddienstleisters kommen. Die Lieferung am nächsten Tag gilt nicht für Bestellungen, bei denen eine Packstation als Lieferadresse angegeben wurde. Sofern der Tag oder der nächste Tag nach Ihrer Bestellung ein Feiertag in NRW und / oder ein Feiertag an Ihrem Wohnort ist, erfolgt die Lieferung am ersten Werktag, der kein Feiertag mehr ist. In Fällen höherer Gewalt erfolgt die Lieferung ebenfalls erst an dem Werktag, der keine Feiertag ist, der auf das Ende des Ereignisses höherer Gewalt folgt.

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                    Zusammenfassung

                    Knochenkrebs ist eine seltene Krebsart, die direkt im Knochengewebe entsteht. Zu den Hauptformen zählen Osteosarkome, Chondrosarkome und Ewing-Sarkome. Sie unterscheiden sich in Herkunft, Alter der Betroffenen und Therapie. Häufiger als primäre Tumoren sind Knochenmetastasen, die von anderen Krebsarten ausgehen. Typische Symptome sind Knochenschmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen. Die Diagnose erfolgt per Bildgebung und Biopsie, die Behandlung kombiniert meist Operation, Chemotherapie und ggf. Strahlentherapie. Ursachen sind oft unklar, genetische Faktoren und frühere Therapien können eine Rolle spielen. Bereits Fossilien zeigen: Knochenkrebs ist kein modernes Phänomen.

                    Unsere Informationen können einen ersten Überblick über die Erkrankung verschaffen, aber keineswegs die Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin ersetzen. Vereinbaren Sie bei Unsicherheiten oder einem Verdacht bitte immer einen Termin in Ihrer Arztpraxis.

                    Was ist Knochenkrebs?

                    Knochenkrebs ist eine seltene Form von Krebs, die in den Knochenzellen oder im Knochengewebe entsteht. Je nachdem, von welchem Gewebe der Tumor ausgeht, unterscheidet man Knochen-, Knorpel- und Knochenmarkstumore. Zu den Knochenmarkstumoren zählt das Osteosarkom, zu den Knorpeltumoren das Chondrosarkom und zu den Knochenmarkstumoren das Ewing-Sarkom.

                    Geht der Tumor nicht von diesen Geweben aus, sondern ist er ein Tochtergeschwulst einer anderen Krebserkrankung wie beispielsweise Brustkrebs, Prostatakrebs, Lungenkrebs oder Nierenkrebs, spricht man von Knochenmetastasen oder sekundärem Knochenkrebs. In einigen Fällen können die Metastasen Beschwerden machen, bevor der eigentliche Tumor entdeckt wurde.

                    Einschub- was ist ein Sarkom?

                    Ein Sarkom ist eine Art von bösartigem Tumor, der aus den Zellen des Bindegewebes entsteht, wie zum Beispiel Knochen oder Muskeln. Sarkome sind relativ selten und unterscheiden sich von Karzinomen, die aus Epithelzellen entstehen, wie Haut- oder Drüsengewebe. Es gibt verschiedene Arten von Sarkomen, darunter Osteosarkome, Chondrosarkome und Ewing-Sarkome, die jeweils aus unterschiedlichen Geweben hervorgehen.

                    Wodurch unterscheiden sich Osteosarkome, Chondrosarkome und Ewing-Sarkome?

                    Schema eines Osteosarkoms
                    Schema eines Osteosarkoms

                    Osteosarkome

                    Schema eines Chondrosarkoms
                    Schema eines Chondrosarkoms

                    Chondrosarkome

                    Schema eines Ewing-Sarkoms
                    Schema eines Ewing-Sarkoms

                    Ewing-Sarkome

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                    Emotionale Begleitung in der Krebsbehandlung

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                    Osteosarkom

                    • Entsteht in Zellen, die neue Knochen bilden
                    • Häufig in langen Knochen der Beine und Arme, v. a. um das Knie
                    • Meist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
                    • Behandlung durch Chemotherapie und Operation

                    Chondrosarkom

                    • Entwickeln sich in den Knorpelzellen
                    • Oft im Schultergürtel, Oberschenkel, Becken und Rippen
                    • Häufig bei Erwachsenen zwischen 40 und 70 Jahren
                    • Behandlung meist durch chirurgische Entfernung

                    Ewing-Sarkom

                    • Beginnen in den Knochen oder im Weichgewebe um die Knochen
                    • Meist in Beinen, Becken und Armen
                    • Vor allem bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen
                    • Behandlung durch Chemotherapie, Operation und manchmal Strahlentherapie


                    Wie entstehen Knochenmetastasen?

                    Wenn Krebs anfängt zu streuen, lösen sich Tumorzellen vom Ursprungstumor und siedeln sich woanders im Körper an. Diese Absiedlungen nennt man Metastasen. Knochenmetastasen entstehen, wenn sich solche Tumorzellen im Knochen oder Knochenmark ansiedeln. Diese Zellen gelangen meist über das Blut in die Knochen. Sie wandern in benachbarte Blutgefäße und erreichen darüber die Knochen oder das Knochenmark. Gut durchblutete Knochen wie die Wirbelsäule, das Becken sowie die Knochen in Oberarmen und Oberschenkeln sind besonders häufig betroffen. Knochenmetastasen bilden sich häufig bei Prostata- oder Brustkrebs, können aber auch bei anderen Krebsarten vorkommen.

                    Wie häufig kommt Knochenkrebs vor?

                    Primärer Knochenkrebs ist selten, in Deutschland treten etwa 800 neue Fällen pro Jahr auf, wobei Männer etwas häufiger betroffen sind. Das Osteosarkom kommt am häufigsten vor, gefolgt von Chondrosarkomen und Ewing-Sarkomen. Bei Erwachsenen machen primäre Knochentumoren nur etwa ein Prozent aller bösartigen Tumoren aus, bei Kindern und Jugendlichen sind es etwa fünf Prozent, wobei das Osteosarkom und Ewing-Sarkome die Häufigsten sind. Knochenmetastasen kommen viel häufiger vor, vor allem bei Brust- und Prostatakrebs.

                    Risikofaktoren für Knochenkrebs

                    Bis heute weiß man nicht, wie und warum Knochenkrebs entsteht. Deswegen gibt es auch keine speziellen Empfehlungen, wie man das Risiko dafür minimieren kann. Erbliche Krankheiten wie das Retinoblastom, Li-Fraumeni-Syndrom oder Bloom-Syndrom könnten eine Rolle spielen. Auch eine vorangegangene Chemo- oder Strahlentherapie scheint das Risiko zu erhöhen. Ebenso könnten chronische Knochenerkrankungen wie beispielweise Morbus Paget, bei dem sich die Knochen verdicken, ein erhöhtes Risiko darstellen. Gutartige Knochentumore, wie beispielsweise das Enchondrom, können sich in seltenen Fällen zu einem bösartigen Tumor weiterentwickeln. Allerdings findet man bei der Mehrheit der Betroffenen (90%) keinen dieser Risikofaktoren.

                    Sicher ist es ratsam, auf eine gesunde Lebensweise zu achten, sich ausgewogen zu ernähren, Sport zu treiben und auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum zu verzichten. Treten Beschwerden auf, sollten Sie einen Arzt aussuchen, damit dieser eine bösartige Erkrankung ausschließen oder aber auch die seltene Diagnose stellen kann. Durch eine frühzeitige Diagnose verbessert sich die Prognose.

                    Symptome

                    Wie macht sich Knochenkrebs bemerkbar?

                    Die Beschwerden variieren je nach Tumorart und Ort der Entstehung. Schmerzen sind meist das erste Symptom, gefolgt von Schwellungen, die die Beweglichkeit einschränken können. Diese Symptome können allerdings auch bei einer Vielzahl von anderen Erkrankungen auftreten und deuten keineswegs zwangsweise auf einen Tumor hin. Ein Arztbesuch bei unklaren Schmerzen ist unbedingt zu empfehlen, um die Ursache festzustellen.

                    Symptome beim Osteosarkom

                    Die häufigsten Symptome eines Osteosarkoms sind Knochen- oder Gelenkschmerzen, die zunächst kommen und gehen können und manchmal mit Wachstumsschmerzen verwechselt werden. Schwellungen in der Nähe des betroffenen Knochens sind typisch. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Frakturen kommen, bei denen der Knochen ohne klaren Grund bricht. Diese Symptome treten häufig in den langen Röhrenknochen der Beine und Arme auf, insbesondere um das Knie und den Oberarm.

                    Symptome beim Chondrosarkom

                    Typische Symptome eines Chondrosarkoms sind Knochenschmerzen, die oft im Becken, Oberschenkelknochen, Rippen oder Schultergürtel auftreten und sich nachts verschlimmern können. Es kann auch zu einer Schwellung oder einem Knoten am betroffenen Knochen kommen und die Beweglichkeit kann eingeschränkt sein. Weitere Symptome können Müdigkeit und ungewollter Gewichtsverlust sein.

                    Symptome beim Ewing-Sarkom

                    Die Symptome des Ewing-Sarkoms sind ähnlich, auch sie umfassen Knochenschmerzen, die oft nachts schlimmer werden und mit Schwellungen in der betroffenen Region einhergehen. Es können auch Fieber, ungewollter Gewichtsverlust und Müdigkeit auftreten. In fortgeschrittenen Stadien können Knochenbrüche ohne klaren Grund auftreten.


                    Diagnose

                    Wie wird Knochenkrebs festgestellt?

                    Bei Beschwerden wird der Arzt zunächst nach der Krankengeschichte und den genauen Beschwerden fragen und eine körperliche Untersuchung durchführen. Dazu gehört auch eine Blutuntersuchung, um den Allgemeinzustand festzustellen. Merkmale im Blut, die nur bei Knochenkrebs zu finden sind, sogenannte Tumormarker, gibt es leider nicht.

                    Hat der Arzt den Verdacht, dass es sich um eine Knochenkrebserkrankung handelt, wird er den Betroffenen in ein Tumorzentrum oder spezialisierte Klinik für pädiatrische Onkologie überweisen. Dort werden weitere Untersuchungen durchgeführt, um den Verdacht abzuklären. Die verwendeten Untersuchungsmethoden unterschieden sich von Fall zu Fall.

                    Bei Verdacht auf Knochentumoren ist eine Röntgenuntersuchung in zwei Ebenen die erste und wichtigste Methode. Die Röntgenstrahlen durchdringen das Gewebe unterschiedlich stark, je nach Dichte des Gewebes. Knochen, die die Strahlen weniger durchlassen, erscheinen auf dem Röntgenbild als helle Bereiche. Mit der Untersuchung kann man Veränderungen im Knochen wie Tumore oder Frakturen gut erkennen.

                    Hat sich der Verdacht auf Knochenkrebs erhärtet, ordnet der Arzt eventuell weitere bildgebende Verfahren wie eine Magnetresonanztomographie (MRT) und/oder eine Computertomographie (CT) an.

                    Eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder Kernspintomographie nutzt starke Magnetfelder und Radiowellen, um detaillierte Bilder des Körperinneren zu erzeugen. Bei Knochenkrebs kann die MRT helfen, die genaue Lokalisation und Ausdehnung des Tumors sowie die Beteiligung von Weichteilen und Knochenmark zu bestimmen.

                    Eine Computertomographie (CT) ist ein spezielles Röntgenverfahren, das detaillierte Schnittbilder des Körpers erstellt. Auch damit kann die genaue Position und Ausdehnung des Tumors bestimmt werden. Die CT kann auch mit einem Kontrastmittel durchgeführt werden, um bestimmte Gewebearten besser sichtbar zu machen.

                    Bei Verdacht auf Knochenmetastasen kann eine Knochenszintigraphie helfen, das Ausmaß der Erkrankung zu bestimmen. Dabei wird eine kleine Menge einer radioaktiv markierten Substanz in eine Vene injiziert. Diese Substanz verteilt sich im Körper und reichert sich in den Knochen an, besonders in Bereichen mit hoher Stoffwechselaktivität. Eine spezielle Kamera erfasst die von der Substanz ausgesandte Strahlung und erstellt Bilder der Knochen, die Bereiche mit erhöhter oder verringerter Aktivität zeigen, was auf Tumore, Entzündungen oder Frakturen hinweisen kann.

                    Um sicher festzustellen, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist und um welche Tumorart es sich genau handelt, wird danach eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen. Das Gewebe wird anschließend von einem Pathologen untersucht, was einige Tage dauern kann.

                    Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind entscheidend für die weitere Behandlung.

                    Wenn alle Untersuchungsergebnisse vorliegen, kann der Tumor genau beschrieben werden. Man weiß, ob der Tumor gut- oder bösartig ist, wie groß er ist, aus welcher Gewebeart er besteht, wie aggressiv er ist und ob er bereits gestreut hat. Diese Informationen sind wichtig, um die Behandlung zu planen und unnötige Maßnahmen zu vermeiden.

                    Bei der Untersuchung von entnommenem Gewebe- sei es durch eine Biopsie oder während der Operation, kann man feststellen, wie sehr sich das Tumorgewebe von dem normalen Zellgewebe unterscheidet, also wie „bösartig“ der Krebs ist.

                    • G1 – gut differenziert (weniger bösartig)
                    • G2 – mäßig differenziert
                    • G3 – schlecht differenziert
                    • G4 – nicht differenziert (sehr bösartig)

                    Die Ergebnisse der Untersuchungen führen zu der „Stadieneinteilung“, dem sogenannten „Staging“. Hierfür benutzen Ärzte die TNM-Klassifikation, die angibt:

                    • Wie groß der Tumor ist
                    • Ob Lymphknoten befallen sind, wenn ja, wie viele
                    • Ob es bereits Fernmetastasen (Tumorabsiedlungen in weiter entferntem Gewerbe oder Organen) gibt

                    Die TMN-Klassifikation steht im Arztbrief im Befund als eine Folge von Zahlen und Buchstaben. So kann das Stadium der Erkrankung mit wenigen Zeichen beschrieben werden. Die drei Großbuchstaben TMN bedeuten:

                    T für Tumor, beschreibt die Größe und die Ausdehnung des Tumors

                    • Tx : Primärtumor kann nicht beurteilt werden

                    • T1-3: Primärtumor mit zunehmender Größe und Ausbreitung

                    N für Nodus (Lymphknoten), beschreibt die Anzahl und Lage der befallenen Lymphknoten

                    • N0: kein Lymphknotenbefall nachweisbar
                    • N1: Befall von Lymphknoten in Tumornähe

                    M für Fernmetastasen

                    • M0: keine Fernmetastasen nachweisbar

                    • M1a: Nachweis von Lungenmetastasen

                    • M1b: Nachweis von anderen Fernmetastasen

                    Daraus lässt sich der Tumor in verschiedene Stadien einteilen:

                    • Stadium 1: Der Tumor hat Grading 1-2 (nicht sehr bösartig), ist auf den Knochen beschränkt und es sind weder Lymphnoten betroffen noch Fernmetastasen vorhanden
                    • Stadium 2: Der Tumor hat Grading 3-4 (sehr bösartig), ist aber auch noch auf den Knochen beschränkt, es sind weder Lymphnoten betroffen noch Fernmetastasen vorhanden
                    • Stadium 3: In diesem Stadium können sowohl niedriggradig als auch hochgradig bösartige Tumorzellen vorhanden sein und auch jede Tumorgröße ist möglich. Metastasen finden sich weiterhin weder in Lymphknoten noch in anderen Organen.
                    • Stadium 4: Metastasen haben sich gebildet


                    Therapie

                    Wie wird Knochenkrebs behandelt?

                    Die Behandlung von primär bösartigen Knochentumoren sollte möglichst in dafür spezialisierten Zentren erfolgen. Hierbei arbeiten Spezialisten aus verschiedenen Fachrichtungen eng zusammen, um die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten.

                    Die Behandlung besteht oft aus einer Kombination von Chemotherapie, Operation und Strahlentherapie, was als multimodale Therapie bezeichnet wird.

                    Die Behandlung unterscheidet sich etwas, je nachdem, welcher Tumortyp vorliegt:

                    Bei dem aggressiven Osteosarkom, wird meistens zuerst eine Chemotherapie durchgeführt, um den Tumor zu verkleinern und eventuell vorhandene Tumorzellen im Körper zu beseitigen. Erst danach wird der Tumor operativ entfernt. In spezialisierten Zentren können über 80 % der Patienten so operiert werden, dass Arme und Beine erhalten bleiben. Der entstandene Knochendefekt wird dann mit speziellen Prothesen oder manchmal sogar aus körpereigenem Knochengewebe, wie dem Wadenbein, wiederhergestellt. Nach der Operation folgt in der Regel eine weitere Chemotherapie.

                    Auch Ewing-Sarkome neigen dazu, schnell in andere Organe wie die Lunge zu streuen. Deshalb beginnt die Behandlung auch hier mit einer Chemotherapie. Zur Behandlung des Haupttumors werden Operation, Strahlentherapie oder eine Kombination beider Methoden eingesetzt. Nach der lokalen Behandlung wird die Chemotherapie fortgesetzt.

                    Chondrosarkome werden fast immer nur operiert. Chemotherapie oder Strahlentherapie spielen hier meist keine Rolle.

                    Bei der Behandlung von Knochenmetastasen, also Tumoren, die von anderen Körperstellen in die Knochen gestreut haben, ist es wichtig, dass Ärzte der verschiedenen Fachrichtungen zusammenarbeiten und einen individuellen Behandlungplan entwickeln. Die systemische Therapie hängt von der Gesamtsituation des Patienten und der Art des ursprünglichen Tumors ab.

                    Bei Knochenbrüchen durch Metastasen oder drohender Bruchgefahr ist in der Regel eine Operation zur Stabilisierung notwendig. Weitere Maßnahmen zur Schmerzlinderung sind Strahlentherapie und die Gabe von speziellen Medikamenten wie Bisphosphonaten oder dem Antikörper Denosumab, die auch den Knochenabbau verlangsamen.

                    Einschub: Krebs gibt es nicht nur bei modernen Menschen

                    Knochenfunde zeigen, dass bereits unsere Vorfahren an Krebs litten. Im Sommer 2016 entdeckten südafrikanische Wissenschaftler einen Mittelfußknochen, der durch einen Knochentumor verformt war und zwischen 1,6 und 1,8 Millionen Jahre alt ist. Untersuchungen ergaben, dass der Vormensch an einem Osteosarkom litt. Französische Forscher haben weitere dokumentierte Funde von Tumoren bei Vor- und Frühmenschen, altägyptischen Mumien und Skeletten aus dem dritten und vierten Jahrhundert mit Knochenveränderungen in einer Übersichtsarbeit zusammengetragen.

                    Die Wissenschaftler schließen daraus, dass moderne Umwelteinflüsse und Lebensstil zwar eine wichtige Rolle bei der Krebsentstehung spielen, wir die Empfindlichkeit gegenüber diesen Einflüssen jedoch von unseren Vorfahren geerbt haben.

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                    Mehr über die Autorin

                    Diesen Artikel verfasste unsere Apothekerin Birgit Hartel.

                    Birgit Hartel ist Apothekerin und als Pharmazeutin bei DocMorris tätig. Sie ist besonders interessiert an den Themenbereichen Diabetes und Onkologie. Ihr Herzensanliegen ist es, komplexe Therapien verständlich zu machen und Menschen in belastenden Situationen mit verlässlichen Informationen zur Seite zu stehen.

                    Stand: 31.07.2025

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                    Häufig gestellte Fragen zu Knochenkrebs

                    Nein, ein Sarkom ist nicht das gleiche wie ein Karzinom, allerdings handelt es sich bei beidem um bösartige Tumorerkrankungen. Sarkome entstehen aus Bindegewebe wie Knochen, Muskeln, Fettgewebe und Blutgefäßen. Sie sind relativ selten und betreffen oft tiefer liegende Gewebe. Karzinome hingegen entstehen aus Epithelzellen, die die Oberflächen von Organen und Körperstrukturen auskleiden, wie Haut, Drüsen und Schleimhäute. Sie sind die häufigste Art von Krebs.

                    Das Osteosarkom ist eine aggressive Form von Knochenkrebs, die jedoch behandelbar ist. Die Heilungschancen hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Stadium des Tumors und der individuellen Reaktion auf die Therapie. Die Behandlung umfasst in der Regel eine Kombination aus Chemotherapie und Operation. Spricht der Tremor gut auf die Chemotherapie an und kann er durch eine Operation vollständig entfernt werden, ist die Prognose gut.

                    Das Multiple Myelom ist kein Knochenkrebs im klassischen Sinne. Es handelt sich um eine Krebserkrankung der Plasmazellen im Knochenmark. Daher bezeichnet man es auch als Knochenmarkkrebs. Diese Krebszellen können jedoch ebenfalls den Knochen schädigen und zu Knochenbrüchen führen.

                    Quellen und weiterführende Informationen:

                    Deutsche Krebsgesellschaft

                    • https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/knochenkrebs.html

                    S1-Leitlinie Osteosarkom

                    • https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/025-005

                    S3-Leitlinie Adulte Weichgewebesarkome

                    • https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-044OLl_S3_Adulte_Weichgewebesarkome_2022-06.pdf

                    DKFZ Deutsches Krebsforschungszentrum

                    • https://www.krebsinformationsdienst.de/knochenmetastasen
                    • https://www.krebsinformationsdienst.de/multiples-myelom
                    • https://www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/detail/krebs-bei-vor-und-fruehmenschen

                    Merck & Co., Inc.

                    • https://www.msdmanuals.com/de/heim/knochen-gelenk-und-muskelerkrankungen/knochen-und-gelenktumoren/%C3%BCbersicht-%C3%BCber-knochentumoren

                    Apothekenumschau

                    • https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/krebs/knochenkrebs-osteosarkom-734937.html

                    Uniklinik Ulm

                    • https://www.uniklinik-ulm.de/comprehensive-cancer-center-ulm-cccu/fuer-patienten-und-angehoerige/krebserkrankungen/knochentumoren.html

                    Krebsliga Schweiz

                    • https://www.krebsliga.ch/ueber-krebs/krebsarten/knochensarkome-knochenkrebs

                    Cleveland Clinic

                    • https://my.clevelandclinic.org/health/diseases/22112-chondrosarcoma
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