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                    ¹ Bei Bestellung verschreibungspflichtiger Medikamente erhalten Sie pro Medikamentenpackung einen Vorteil von mindestens 2,50 € und bis zu 5 €. Bei einem Rezept mit 6 Medikamentenpackungen mit Maximalbonus sind das bis zu 30 € Sparvorteil.

                    ² Allgemeine Gutscheinbedingungen: Soweit sich aus besonderen Bedingungen der jeweiligen Werbeaktion nichts Abweichendes ergibt, gilt für die Einlösung von Gutscheinen, Preisvorteilscodes und anderen insoweit gewährten Vorteilen (zusammen „Gutscheine“) Folgendes: Gutscheine sind ausschließlich im Rahmen von Bestellungen in unserem Online-Shop DocMorris.de und unserer DocMorris App, einmalig und nur im ausgelobten Aktionszeitraum einlösbar. Pro Kundenkonto ist pro Werbeaktion nur ein Gutscheincode einlösbar. Der Wert des im Bestellprozess eingegebenen Gutschein(code)s wird automatisch vom Rechnungsbetrag abgezogen. Einlösbar für unser Gesamtsortiment rezeptfreier Produkte inklusive reduzierter Ware. Nicht kombinierbar mit weiteren Aktionen oder Preisvorteilen, z.B. Sonderpreisen, die exklusiv über Dritte ausgelobt werden. Bei Eingabe eines Gutschein(code)s kann ein höherer Preis als der Sonderpreis zu Grunde gelegt werden. Ein den Rechnungsbetrag übersteigender Gutscheinwert verfällt. Die Auszahlung des Gutscheinwerts ist ausgeschlossen. Nicht einlösbar bei Sammelbestellungen. Für die Prüfung der Gültigkeit des Gutscheins müssen Sie sich in Ihr Kundenkonto einloggen.

                    ³ Dieser Preis gilt für die Auswahl Kassenrezept inkl. Zuzahlung.

                    *UVP = Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers; * AVP = Der für den Fall der Abgabe zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse (KK) vom pharmazeutischen Unternehmer zum Zwecke der Abrechnung der Apotheken mit den Krankenkassen gegenüber der Informationsstelle für Arzneispezialitäten GmbH (IFA) angegebene einheitliche Produkt-Abgabepreis im Sinne des § 78 Abs. 3 S. 1, 2. HS AMG, der von der KK im Ausnahmefall der Erstattung abzüglich 5 % an die Apotheke ausgezahlt wird.

                    **Gilt für alle gültigen E-Rezepte, die im Zeitraum von Montag bis Donnerstag bis 20 Uhr und Freitag bis 13 Uhr digital bei uns eingehen. E-Rezepte die Freitag nach 13:00 eingehen, werden am Montag zugestellt. E-Rezepte die zwischen Samstag 00:00 Uhr und Sonntag 24:00 Uhr eingehen, werden am Dienstag zugestellt. Von der Lieferung am nächsten Tag ausgenommen sind spezielle Rezepturen, Medikamente oder von einem Rahmenvertrag der Krankenkasse des Patienten vorgesehene Austausch-Medikamente, die aufgrund von Lieferengpässen nicht verfügbar sind, zu kühlende Medikamente, sowie Rezepte, die eine pharmazeutische Klärung mit Ihnen oder Ihrem Arzt erfordern oder die aus pharmazeutischen Gründen nicht beliefert werden dürfen. Für die pharmazeutische Klärung ist die Angabe Ihrer Telefonnummer notwendig. Um Ihnen die schnellstmögliche Lieferung Ihrer rezeptpflichtigen Artikel anbieten zu können, kann es in Ausnahmefällen zu einem nachträglichen Austausch des Versanddienstleisters kommen. Die Lieferung am nächsten Tag gilt nicht für Bestellungen, bei denen eine Packstation als Lieferadresse angegeben wurde. Sofern der Tag oder der nächste Tag nach Ihrer Bestellung ein Feiertag in NRW und / oder ein Feiertag an Ihrem Wohnort ist, erfolgt die Lieferung am ersten Werktag, der kein Feiertag mehr ist. In Fällen höherer Gewalt erfolgt die Lieferung ebenfalls erst an dem Werktag, der keine Feiertag ist, der auf das Ende des Ereignisses höherer Gewalt folgt.

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                    Zusammenfassung

                    Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) ist ein bösartiger Tumor und verursacht zu Beginn meist keine Beschwerden, sodass der Krebs oft erst in fortgeschrittenen Stadien entdeckt wird. Erste Hinweise können eine frauenärztliche Untersuchung und ein vaginaler Ultraschall der inneren Geschlechtsorgane liefern. Üblicherweise wird Eierstockkrebs mit einer Operation endgültig gesichert. Die Operation ist gleichzeitig auch der erste Schritt der Behandlung. Anschließend wird eine Chemotherapie eingesetzt. In einigen Fällen kann zusätzlich eine zielgerichtete Therapie, z. B. mit einem Antikörper, in Frage kommen. Viele der eventuellen beeinträchtigenden Nebenwirkungen und Folgen einer Operation oder Chemotherapie gehen vorüber oder können gezielt behandelt werden.

                    Unsere Informationen können einen ersten Überblick über die Erkrankung verschaffen, aber keineswegs die Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin ersetzen. Vereinbaren Sie bei Unsicherheiten oder einem Verdacht bitte immer einen Termin in Ihrer Arztpraxis.

                    Was ist Eierstockkrebs?

                    Krebs entsteht durch veränderte Erbinformationen in den einzelnen Zellen (Genveränderungen). Üblicherweise kann der Körper viele solcher genetisch veränderten Zellen erkennen und kontrollieren. Entziehen sich aber diese Zellen dem Kontrollmechanismus des Körpers, dann teilen sie sich ungebremst. Sie vermehren sich schneller als normale Körperzellen und verdrängen das gesunde Körpergewebe. In Folge entsteht eine Geschwulst, die man Tumor nennt.

                    Es gibt gut- und bösartige Tumoren.
                    Karzinome sind bösartige Tumoren, deren Tumorzellen unkontrolliert wachsen, in gesundes Nachbargewebe einbrechen und sich aus dem Tumorverband lösen können. Über die Blut- und Lymphbahnen können sie auch in andere Organe streuen und neue Geschwulste bilden (Metastasen).

                    Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) ist einer der häufigsten bösartigen Tumoren der weiblichen Fortpflanzungsorgane. Die Eierstöcke bestehen aus verschiedenen Gewebearten und Zelltypen, aus denen sich Krebszellen entwickeln können. Deswegen gibt es unterschiedliche Formen des Eierstockkrebses, die unter dem Mikroskop festgestellt werden können:

                    Circa 9 von 10 bösartigen Tumoren der Eierstöcke sind sogenannte epitheliale Tumoren (Karzinome). Diese gehen von der obersten Zellschicht aus. Diese Karzinome werden in weitere Untergruppen unterteilt, z. B. seröse, endometrioide, klarzellige oder muzinöse Tumoren.

                    Selten kommen auch andere Formen von Eierstocktumoren vor, die unter anderem von den Eizellen (Keimzelltumoren) oder vom Stützgewebe (Keimstrangstromatumore) des Eierstocks ausgehen. Eine Sonderform sind die Borderline-Tumoren.

                    Die Krebszellen eines Eierstocks können sich oft direkt in die Nachbarorgane ausbreiten, z. B. in den anderen Eierstock, die Gebärmutter, den Eileiter, das Bauchfell. Auch Blase, Darm, Bauchnetz, Milz oder Leber können befallen sein. Über die Lymph- oder Blutbahnen kann Eierstockkrebs in Lymphknoten des Bauchraumes und seltener auch in andere Organe streuen, z. B. Lunge, Leber oder Gehirn.

                    Wie hoch sind die Überlebenschancen bei Eierstockkrebs?

                    StadiumBeschreibung5-Jahres-Überlebensrate
                    Stadium ITumor befällt einen oder beide Eierstöcke und ist auf sie begrenzt.80 %
                    Stadium IITumor breitet sich im Becken aus60 %
                    Stadium IIITumor breitet sich im Bauchfell außerhalb des Beckens aus und/oder befällt Lymphknoten23 %
                    Stadium IVEs haben sich Metastasen in anderen Körperregionen gebildet14 %

                    Prognosefaktoren

                    Der voraussichtliche Krankheitsverlauf und das Überleben von Patientinnen mit Eierstockkrebs hängen von vielen Faktoren ab, wie z. B.: das Tumorstadium, der möglicherweise verbleibende Tumorrest nach der Operation, das Tumorgrading, der feingewebliche Typ, Alter und Allgemeinzustand.

                    Der deutlichste Überlebensvorteil bei fortgeschrittenem Eierstockkrebs liegt vor, wenn der sichtbare Tumor vollständig operativ entfernt (makroskopische Komplettresektion) wurde und der sichtbare Tumorrest 0 mm beträgt. Darüber hinaus ist die leitliniengerechte Behandlung bedeutend für das Überleben.

                    In welchem Alter ttritt Eierstockkrebs am häufigsten auf?

                    Hauptsächlich kommt diese Form von Krebs bei Frauen über 60 Jahren vor. Circa jede zehnte Frau ist unter 45 Jahren.

                    Ursachen von Eierstockkrebs

                    Die meisten Genveränderungen (Mutationen), die zu Krebs führen können, entstehen im Laufe des Lebens zufällig. Einige können aber auch vererbt werden.

                    Wenn in der Familie mehrere nahe Verwandte an Eierstock- oder Brustkrebs erkrankt sind, können erbliche Faktoren vorhanden sein. Dann liegt eine Störung in den Erbanlagen der Frau vor. Diese genetische Veränderung betrifft oft die Gene mit der Bezeichnung BRCA1 und BRCA2. Eine Genveränderung (Mutation) von BRCA1 und BRCA2 deutet auf ein erhöhtes Risiko an Brust- und/ oder Eierstockkrebs zu erkranken.

                    Mit einem Gentest kann eine Mutation festgestellt werden. Der Test wird erst nach einer ausführlichen Beratung durchgeführt. Wenn eine BRCA1/2-Mutation nachgewiesen wurden ist das beidseitige Entfernen der Eierstöcke mit Eileiter das einzig wirksame Vorgehen, um das Erkrankungsrisiko für erblichen Eierstockkrebs zu senken.

                    Weitere Risikofaktoren an Eierstockkrebs zu erkranken, sind:

                    • Höheres Alter
                    • Kinderlosigkeit
                    • Unfruchtbarkeit
                    • Einnahme von weiblichen Geschlechtshormonen zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden (Hormontherapie nach der Menopause)
                    • Starkes Übergewicht (Adipositas) im Erwachsenenalter
                    • Umweltfaktoren (z. B. Asbest)

                    Präventionsmaßnahmen - wie kann man Eierstockkrebs vorbeugen?

                    Ereignisse bzw. Maßnahmen, die die Anzahl der Eisprünge im Leben einer Frau verringern, können das Risiko für Eierstockkrebs verringern. Das bedeutet aber nicht, dass kein Risiko mehr besteht oder das aus präventionsgründen alle diese Maßnahmen ratsam sind. Solche Ereignisse können beispielsweise sein:

                    Vorbeugung gegen Eierstockkrebs

                    • Mehrere Schwangerschaften
                    • Mehrere Stillzeiten
                    • Einnahme der Anti-Baby-Pille
                    • Eine Sterilisation, die die Eileiter verschließt

                    ℹ Info: Aufbau und Funktion der Eierstöcke (Ovarien)

                    Die Eierstöcke gehören zu den weiblichen inneren Geschlechtsorganen. Sie liegen im kleinen Becken rechts und links neben der Gebärmutter.

                    Sie bestehen aus einer äußeren Rinde und einem inneren Mark. Die Rinde enthält die Eizellen (Keimzellen). Das Mark besteht aus Binde- und Stützgewebe (Stroma) und enthält Blut- und Lymphgefäße und Nervenfasern.

                    Die Eierstöcke haben 2 wichtige Aufgaben: die Bildung von Eizellen und die Bildung der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron.

                    Besondere Tumorformen bei Eierstockkrebs

                    Bösartige Eierstocktumore werden je nach Ursprungsgewebe in verschiedene Gruppen unterteilt:

                    • Vom Epithel ausgehende Karzinome
                    • Von den Keimzellen ausgehende Keimzelltumore
                    • Vom Bindegewebe ausgehende Keimstrangstromatumoren

                    Eine Sonderform sind die Borderline-Tumore.

                    Informationen zu den Tumor-Gruppen:

                    Diese Tumoren bilden oft Hormone. Typische Anzeichen für östrogenbildende Tumoren sind vaginale Blutungen nach der Menopause. Männliche Hormone verursachen eine zunehmende Körper- oder Gesichtsbehaarung und eine tiefer werdende Stimme.

                    Diese kommen oft bei jungen Frauen unter 45 Jahren vor. In der Regel ist ein Keimzelltumore nur auf einen Eierstock begrenzt.

                    Diese gehören zu den epithelialen Ovarialtumoren. Borderline-Tumoren können nicht eindeutig als gut- oder bösartig eingestuft werden. Es sind Zell- und Gewebeveränderungen vorhanden, aber es ist kein zerstörendes Wachstum nachweisbar. Üblicherweise wachsen sie weniger aggressiv, aber sie können sich in der Bauchhöhle ausbreiten. Man spricht in diesem Fall von einem Tumor mit niedrigem bösartigem Potenzial.

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                    Emotionale Begleitung in der Krebsbehandlung

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                    Kinderwunsch und Fruchtbarkeit - Kann man nach Eierstockkrebs noch Kinder bekommen?

                    Unter bestimmten Bedingungen kann die Fruchtbarkeit von Frauen mit Eierstockkrebs und bestehendem Kinderwunsch erhalten bleiben. Wenn der Krebs nur einen Eierstock befallen hat und das FIGO-Stadium I vorliegt, kann die Operation so durchgeführt werden, dass die Gebärmutter und ein Eierstock mit Eileiter belassen werden.

                    Wie wird Eierstockkrebs diagnostiziert?

                    ℹ Warum wird eine Früherkennung nicht empfohlen?

                    Generelle Früherkennungsuntersuchungen von Eierstockkrebs (jährliche vaginale Ultraschalluntersuchung, Bestimmung des Tumormarkers CA 125) sollen nicht durchgeführt werden. Es konnte keine Verringerung der Sterblichkeitsrate durch Früherkennungsuntersuchungen festgestellt werden.

                    Auch bei Frauen mit erblich bedingtem Risiko werden keine Untersuchungen zur Früherkennung von Eierstockkrebs empfohlen.

                    Welche Symptome hat man bei Eierstockkrebs?

                    In frühen Stadien hat man üblicherweise keine Beschwerden. Der Eierstockkrebs hat im Becken und in der Bauchhöhle viel Platz zum Wachsen und bleibt dadurch häufig lange Zeit unbemerkt.
                    ❗ Etwa 3 von 4 Ovarialkarzinomen werden erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt.

                    Folgende Beschwerden können auf Eierstockkrebs hinweisen:

                    • Völlegefühl
                    • Blähungen
                    • Unklare Bauchschmerzen
                    • Unüblich häufiges Wasserlassen
                    • Verstopfung
                    • Veränderungen des Stuhlgangs
                    • Unbestimmte Verdauungsbeschwerden
                    • Unerklärliche Gewichtsabnahme
                    • Zunahme des Bauchumfanges ohne Gewichtszunahme
                    • Atembeschwerden
                    • Blutungen außerhalb der Monatsregel
                    • Blutungen nach den Wechseljahren
                    • Anhaltende Schmerzen im Becken
                    • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
                    • Allgemeine Müdigkeit
                    • Erschöpfung

                    Diese Beschwerden sind teilweise unspezifisch und können auch andere Ursachen haben. Weitergehende Untersuchungen sollen eingeleitet werden, wenn die Beschwerden wiederholt und anhaltend vor allem bei Frauen über 50 Jahren auftreten.

                    Untersuchungen der Eierstöcke

                    1. Anamnesegespräch

                    Zunächst wird ein sogenanntes Anamnesegespräch durchgeführt. Der Arzt stellt dabei Fragen zu Vorerkrankungen, Beschwerden und möglichen Risikofaktoren.

                    1. Spiegel- und Tastuntersuchungen

                    Bei einer Spiegeluntersuchung werden die inneren Geschlechtsorgane angesehen. Bei Tastuntersuchungen tastet der Arzt von außen über die Bauchdecke und von innen über die Scheide die inneren Geschlechtsorgane auf mögliche Veränderungen ab.

                    1. Vaginaler Ultraschall

                    Mit Hilfe einer speziellen Ultraschallsonde, die in die Scheide eingeführt wird, können die Geschlechtsorgane von innen betrachtet werden.

                    1. Weitere bildgebende Untersuchungen

                    In bestimmten Fällen kann eine Computertomographie (CT), eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine Positronen-Emissions-Tomographie (PET) durchgeführt werden. Damit können z. B. die Ausdehnung des Tumors im Becken und im Bauchraum beurteilt werden. Diese Untersuchungen können auch durchgeführt werden, um andere Tumoren oder Krankheiten abzuklären.

                    1. Diagnostische Operation (operatives Staging)

                    Üblicherweise wird die endgültige Diagnose Eierstockkrebs erst durch eine Operation gestellt. Bei der Operation werden Gewebeproben entnommen, die im Labor auf ihre biologischen Eigenschaften untersucht werden. Damit lässt sich feststellen, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist und um welche Form von Eierstockkrebs es sich handelt. Diese feingewebliche Analyse bestätigt erst die Krebsdiagnose.

                    Oft erfolgt während dieser Operation auch der erste Behandlungsschritt. Möglicherweise werden während der Operation Organe entfernt oder eventuell befallene Darmteile entnommen, wodurch ggf. vorübergehend ein künstlicher Darmausgang nötig ist. Man wird im Voraus ausführlich über den genauen Ablauf der Operation und mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen aufgeklärt.

                    Behandlung von Eierstockkrebs

                    Die Behandlung wird gemeinsam mit dem Arzt entschieden. Die persönlichen Wünsche, Bedürfnisse, Ängste und Sorgen werden bei der Entscheidung berücksichtigt. Bei Bedarf können mehrere Gespräche stattfinden, bei denen auch Vertrauenspersonen teilnehmen dürfen.

                    Themen, die während des Aufklärungsgespräches angesprochen werden, sind z. B.:

                    • Dauer und Durchführung der Behandlung, Wirkungen, Nebenwirkungen und Besonderheiten der Behandlung
                    • Einfluss der Behandlung auf Sexualität und Fruchtbarkeit
                    • Vorbeugende Maßnahmen und Behandlung von Nebenwirkungen, wie z. B. vorzeitige Wechseljahresbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Gefühlsstörungen, Lymphödeme
                    • Nachsorgeuntersuchungen
                    • Rehabilitation, Sozialberatung, Psychoonkologie, Selbsthilfegruppen
                    • Behandlungsplan

                    Die Behandlung von Frauen mit Eierstockkrebs erfolgt üblicherweise in einer hierauf spezialisierten Einrichtung durch einen Gynäkoonkologen, d.h. einen auf Krebserkrankungen der Frau spezialisierten Facharzt für Frauenheilkunde. Wenn der Krebs fortgeschritten ist und weitere Organe befallen sind, dann sind an der Behandlung auch Urologen, Bauchchirurgen, Onkologen, Schmerztherapeuten und Psychoonkologen beteiligt.

                    Für die Therapiewahl werden das Tumorstadium, die Tumorart und der allgemeine Gesundheitszustand berücksichtigt.

                    Informationen zu Krankheitsstadien und Bestimmung der Tumoreigenschaften

                    Die Beurteilung von Eierstockkrebs erfolgt entsprechend seiner Ausbreitung, Wachstumseigenschaften und Aggressivität.
                    Das Krankheitsstadium wird in einer diagnostischen Staging-Operation festgestellt.

                    Das sogenannte Staging beschreibt, ob und wie weit sich der Tumor ausgebreitet hat und ob umliegende Lymphknoten oder andere Organe (Fernmetastasen) befallen sind.

                    Bösartige Tumoren werden in der Regel nach der TNM-Klassifikation eingeteilt:

                    • T : gibt an, wie groß der Eierstockkrebs ist (Primärtumor)
                    • N : gibt an, ob umliegende Lymphknoten befallen sind
                    • M : gibt an, ob es Fernmetastasen gibt

                    Außerdem gibt es die FIGO-Klassifikation (FIGO= Fédération Internationale de Gynécologie et d’Obstétrique), die Eierstockkrebs und andere Tumoren der weiblichen Geschlechtsorgane in verschiedene Krankheitsstadien einteilt:

                    TNM-StadiumFIGO-StadiumTumorausbreitung
                    TXPrimärtumor nicht bekannt, keine Angaben möglich
                    T0Kein Anhalt für einen Tumor
                    T1I Tumor auf die Eierstöcke begrenzt:
                    • T1a/IA: begrenzt auf einen Eierstock, Kapsel intakt, kein Tumor auf der Oberfläche des Eierstocks
                    • T1b/IB: begrenzt auf beide Eierstöcke, Kapsel intakt, kein Tumor auf der Oberfläche der Eierstöcke
                    • T1c/IC: begrenzt auf einen oder beide Eierstöcke:
                    - T1c1/IC1: Kapsel in Folge eines chirurgischen Eingriffs gerissen
                    - T1c2/IC2: Kapsel vor der Operation gerissen oder Tumor auf der Eierstockoberfläche
                    - T1c3/IC3: Tumorzellen außerhalb der Kapsel nachgewiesen, z. B. im Bauchwasser
                    T2II Tumor befällt einen oder beide Eierstöcke und breitet sich im Becken aus:
                    • T2a/IIA: Ausbreitung auf Gebärmutter und/oder Eileiter
                    • T2b/IIB: Ausbreitung weiter im Becken
                    T3 und/oder N1III Tumor befällt einen oder beide Eierstöcke, Absiedlungen im Bauchfell außerhalb des Beckens im Labor nachgewiesen und/oder umliegende Lymphknoten befallen:
                    • T3a/IIIA2: Absiedlungen im Bauchfell jenseits des Beckens im Labor nachgewiesen
                    • T3b/IIIB: Absiedlungen im Bauchfell jenseits des Beckens mit bloßem Auge sichtbar, größte Tumorausdehnung höchstens 2 cm
                    • T3c/IIIC: Absiedlungen im Bauchfell jenseits des Beckens mit bloßem Auge sichtbar, größte Tumorausdehnung über 2 cm, eventuell kann die Kapsel von Leber und/oder Milz befallen sein
                    NXLymphknotenbefall nicht beurteilbar
                    N0Umliegende Lymphknoten nicht befallen
                    N1IIIA1 Umliegende Lymphknoten befallen:
                    • N1a/IIIA1i: Absiedlungen höchstens 10 mm groß
                    • N1b/IIIA1ii: Absiedlungen größer als 10 mm
                    M0Keine Fernmetastasen
                    M1IV Fernmetastasen vorhanden, ausgenommen Tumorzellen im Bauchwasser:
                    • M1a/IVA: Tumorzellen im Lungenwasser
                    • M1b/IVB: Absiedlungen in Leber und/oder Milz, Absiedlungen außerhalb des Bauchraums, z. B. Gehirn, Knochen, entfernte Lymphknoten

                    Das sogenannte Grading wird mit Hilfe einer Gewebeuntersuchung vorgenommen. Es wird untersucht, wie sehr sich die Krebszellen von normalen Eierstockzellen unterscheiden. Je schlechter differenziert ein Tumor ist, desto mehr unterscheidet er sich vom Normalgewebe und desto bösartiger ist er.

                    Es gibt 3 Grade:

                    • Tumorgewebe vom Typ G1: gut differenziert, niedrige Wachstumsrate (low grade), ist dem normalen Eierstockgewebe noch ähnlich und gilt als weniger aggressiv.
                    • Tumorgewebe vom Typ G2: mäßig differenziert, höhere Wachstumsrate, weicht mehr vom normalen Gewebe der Eierstöcke ab.
                    • Tumorgewebe vom Typ G3: schlecht differenziert, hohe Wachstumsrate (high grade), ähnelt dem normalen Gewebe kaum noch oder gar nicht mehr, der Tumor wächst wahrscheinlich aggressiv.
                    • Tumorgewebe vom Typ GX: der Grad der Differenzierung kann nicht bestimmt werden.

                    Stadien von Eierstockkrebs

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                    Stadium 1

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                    Stadium 2

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                    Stadium 3

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                    Stadium 4

                    Was ist eine Staging-Operation bei Eierstockkrebs?

                    Eine Operation ist fast immer die Basis der Behandlung von Eierstockkrebs. Der Eingriff ist eine große Operation im Bauchraum, die unter Vollnarkose erfolgt.

                    Ziele der Staging-Operation sind:

                    • Die Diagnose Eierstockkrebs sichern
                    • Das Ausmaß der Erkrankung (Krankheitsstadium) feststellen
                    • Den Tumor und Tumorherde möglichst vollständig entfernen
                    • Befallene Lymphknoten entfernen
                    • Eine optimale Ausgangslage für eine anschließende Chemotherapie schaffen
                    • Beschwerden wie z. B. Unterleibsschmerzen, Verdauungsstörungen oder Harnabflussstörungen beheben oder lindern

                    Wenn es sicher feststeht, dass Eierstockkrebs vorliegt, dann geht die Operation weiter. In derselben Operation erfolgen also oft sowohl die Diagnose als auch der erste Behandlungsschritt. Dies wird einzeitiges Vorgehen genannt.

                    Ein zweizeitiges Vorgehen ist nötig, wenn z. B. während eines anderen Eingriffs ein Eierstocktumor entdeckt wird oder wenn aufgrund eines vermeintlichen gutartigen Eierstocktumors operiert wird, welcher dann aber doch bösartig ist. In diesen Fällen erfolgt eine zweite Operation, weil die Patientin nicht im Voraus darüber aufgeklärt werden konnte, welche Organe möglicherweise entnommen werden müssen. In einigen Fällen sind Befunde unklar und müssen erst untersucht werden, bevor entschieden werden kann, welche Organe entfernt werden.

                    Wenn ein örtlich begrenzter Eierstockkrebs vorliegt, dann ist nur ein oder beide Eierstöcke befallen und der Krebs ist auf die Geschlechtsorgane im Becken beschränkt (FIGO-Stadium I – IIA).

                    Hierbei ist eine umfassende Staging-Operation wichtig. Werden versteckte Metastasen gefunden, dann wird der Krebs in ein höheres Stadium eingestuft.

                    Wenn der Krebs im FIGO-Stadium I nur einen Eierstock befallen hat, dann kann in einigen Fällen nach der Operation die Fruchtbarkeit der Frau erhalten bleiben.

                    In diesem Fall hat sich der Krebs bereits auf andere Organe im Becken oder in der Bauchhöhle ausgebreitet oder Fernmetastasen haben sich gebildet, was den FIGO-Stadien IIB bis IV entspricht.

                    In diesen Fällen wird eine sogenannte Debulkingoperation durchgeführt, bei der der bösartige Tumor entfernt oder zumindest verkleinert wird.

                    Der fortgeschrittene Eierstockkrebs soll operativ so weit entfernt werden, dass er mit bloßem Auge nicht mehr sichtbar ist. Zusätzlich zu den Staging-Operation-Schritten können auch das befallene Bauchfell, befallene Organe (z. B. Milz, Darmabschnitte, Leberanteile, Teile der Bauchspeicheldrüse) oder Organteile entfernt werden. Das Überleben der Patientinnen kann durch die Operation verlängert werden.

                    Üblicherweise erhalten die Patientinnen nach der Operation eine Chemotherapie.

                    Bei einigen Patientinnen kann eine an der Operation anschließende Chemotherapie die Heilung wahrscheinlicher machen oder das Überleben verlängern.

                    Es gibt systemische Medikamente, die also im ganzen Körper wirken, die das Wachstum des Tumors hemmen können. Eine Chemotherapie kann allein oder zusammen mit sogenannten zielgerichteten Substanzen (Antikörper) angewendet werden. Sie erfolgt bei Eierstockkrebs nach der Operation und hat als Ziel, die noch im Körper vorhandene Tumorzellen einzudämmen. Damit werden das Überleben verbessert und der Krankheitsverlauf verlangsamt.

                    Die meisten Patientinnen mit Eierstockkrebs erhalten nach der Operation eine Chemotherapie.

                    Die eingesetzten sogenannten Zytostatika verhindern das Zellwachstum. Sie sind besonders wirksam auf Krebszellen, weil sich diese sehr schnell teilen. Sie wirken allerdings nicht nur auf Krebszellen, sondern auch auf gesunde Zellen, die sich ähnlich schnell teilen (z. B. Haarwurzelzellen, Schleimhautzellen, Zellen der Blutbildung). Mögliche Nebenwirkungen der Chemotherapie sind deswegen Übelkeit, Erbrechen und Veränderungen des Blutbildes.

                    Die Chemotherapie erfolgt in mehreren Zyklen, d.h. die Medikamente werden in bestimmten Abständen wiederholt verabreicht. In den Pausen dazwischen kann der Körper sich wieder erholen. Die Dauer der Therapie hängt davon ab, ob der Tumor anspricht und ob man die Behandlung verträgt.

                    Mögliche Wirkstoffe sind:

                    • Carboplatin
                    • Paclitaxel

                    Mit Hilfe von Antikörpern kann eine zielgerichtete Therapie durchgeführt werden, um bestimmte Strukturen an oder in den Krebszellen anzugreifen. In der Regel erfolgt diese nach der Chemotherapie.

                    Eingesetzt wird der Antikörper namens Bevacizumab.

                    Bei Eierstockkrebs mit einer BRCA-Mutation oder einem Defekt in der Genreparatur (HRD) kann ein weiteres Medikament, ein sogenannter PARP-Hemmer (Olaparib), eingesetzt werden.

                    Der PARP-Hemmer Niraparib wird unabhängig von einer Mutation bei einem fortgeschrittenen Eierstockkarzinom angewendet.

                    Lesen Sie mehr zur Antikörpertherapie bei Krebs.

                    Mit Hilfe von verschiedenen Untersuchungen wie z. B. Ultraschall oder Blutkontrollen kann der Erfolg der Therapie beurteilt werden. Auch die Lebensqualität im Verlauf der Therapie wird regelmäßig beurteilt. Man kann die Behandlung umstellen, wenn es zu Beschwerden oder Unverträglichkeiten kommt.

                    Mit Hilfe der unterstützenden Therapie können viele Nebenwirkungen nach der Operation oder Chemotherapie behandelt werden. Die Supportivtherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie.

                    Nebenwirkungen nach der Operation können sein z. B.:

                    • Schmerzen
                    • Blutungen
                    • Infektionen
                    • Wundheilungsstörungen
                    • Empfindungsstörungen
                    • Lymphödeme
                    • Schwellungen
                    • Thrombosen
                    • Magen-Darm-Beschwerden
                    • Wechseljahresbeschwerden

                    Was kann man bei Nebenwirkungen in der Krebstherapie unternehmen?

                    Gegen die Nebenwirkungen können z.B. diese Maßnahmen und Medikamente eingesetzt werden:

                    • Schmerzmittel
                    • Antibiotika
                    • Krankengymnastik
                    • Gezielte Behandlung der Wechseljahresbeschwerden

                    Nebenwirkungen der Chemotherapie können sein z. B.:

                    • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
                    • Haarausfall
                    • Infektionen
                    • Erschöpfung
                    • Schädigung des Knochenmarks, der Leber, der Nieren, der Nerven und des Gehörs

                    Mögliche Maßnahmen gegen die Nebenwirkungen sind z. B.:

                    • Antiemetika gegen Übelkeit und Erbrechen.
                    • Durchfall kann ebenfalls mit Medikamenten behandelt werden. Außerdem ist es wichtig die verlorene Flüssigkeit durch viel Trinken zu ersetzen. Vorbeugend sollte man auf fetthaltige, stark gewürzte Speisen, Alkohol und Koffein verzichten.
                    • Wenn die Blutwerte stark erniedrigt sind, dann sollte man Infektionen vorbeugen. In einigen Fällen werden auch Antibiotika vorbeugend verabreicht. Es kann auch sein, dass das Chemotherapeutikum gewechselt wird oder die Dosis reduziert wird.
                    • Blutarmut (Anämie) kann behandelt werden mit Eisen- oder Vitaminpräparaten, Erythropoetin (ein Wachstumshormon) oder einer Bluttransfusion.
                    • Gegen eine Entzündung der Mundschleimhaut (orale Mukositis) sind wichtig eine gründliche, schonende Mundhygiene, mehrmals tägliche Mundspülungen, das Meiden von Alkohol und Rauchen. Auch Medikamente gegen die Entzündung oder Schmerzen können eingesetzt werden.
                    • Haarverlust entsteht dadurch, dass die Zeller der Haarwurzeln durch die Zytostatika oft geschädigt werden. Bei Bedarf kann eine Kopfbedeckung (z. B. Tücher, Mützen oder Perücken) getragen werden. Nach der Behandlung wachsen die Haare wieder nach.
                    • Bei Nervenschädigungen – de sich durch Taubheitsgefühl, brennen, kribbeln oder Schmerzen bemerkbar machen – kann die Chemotherapie angepasst werden.

                    Nebenwirkungen der Antikörpertherapie mit Bevacizumab können sein z. B.:

                    • Bluthochdruck, wogegen blutdrucksenkende Medikamente eingesetzt werden
                    • Allergische Reaktionen, die mit antiallergischen Medikamenten behandelt werden.

                    Behandlung der Wechseljahresbeschwerden

                    • In der Regel werden die weiblichen Hormone (Östrogene) eingesetzt.
                    • Behandlung der Erschöpfung und dauerhafter Müdigkeit (Fatigue):
                    • Ein gezieltes Trainingsprogramm, wie z. B. mit Bewegung, kann wirksam sein gegen Fatigue.

                    Nachsorge und Rehabilitation bei Eierstockkrebs

                    Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen sind besonders wichtig, um Nebenwirkungen und Spätfolgen der Behandlung zu erkennen und behandeln zu können. Bei Bedarf können rechtzeitig verschiedene Unterstützungsangebote angeboten werden, die die Lebensqualität verbessern können. Außerdem kann ein Wiederauftreten des Tumors erkannt werden.

                    In einer Nachsorgeuntersuchung findet ein ausführliches Gespräch und eine sorgfältige körperliche Untersuchung statt. Auch das allgemeine Wohlbefinden und der Ernährungszustand werden beurteilt und es wird geprüft, ob eine psychosoziale Betreuung sinnvoll oder notwendig ist.

                    Die Rehabilitation (Reha) beinhaltet alle medizinischen, psychosozialen und beruflichen Leistungen, die eine Wiedereingliederung der Patientin in Familie, Gesellschaft und Berufsleben als Ziel haben.

                    Rückfall (Rezidiv) bei Eeierstockkrebs erkennen und behandeln

                    Wenn nach der Erstbehandlung der Krebs erneut im Becken, Bauchraum oder in benachbarten Lymphknoten auftritt, dann spricht man von einem Rezidiv. Viele Patientinnen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs haben ein erhöhtes Risiko für einen Rückfall.

                    Bei einem Rückfall können eine erneute Chemotherapie oder Operation nötig sein. Auch zielgerichtete Therapien können eingesetzt werden.

                    Mögliche eingesetzte Wirkstoffe sind:

                    • Carboplatin in Kombination mit einem anderen Wirkstoff (Gemcitabin, Paclitaxel, pegyliertes liposomales Doxorubicin)
                    • Bevacizumab
                    • Pegyliertes liposomales Doxorubicin
                    • Topotecan
                    • Gemcitabin
                    • Paclitaxel
                    • Olaparib
                    • Niraparib
                    • Rucaparib

                    Leben mit Eierstockkrebs

                    ℹ Psychoonkologische Betreuung

                    Psychoonkologen sind speziell ausgebildete Ärzte, Psychologen oder Sozialpädagogen, die die Patienten und deren Angehörigen unterstützen und helfen, die seelischen Belastungen besser zu bewältigen. Sie können auch beraten zu praktischen Aspekten im Alltag, z. B. Wiedereinstieg in den Beruf oder bei Sozialleistungen.

                    Beispiele von Themen, die man mit dem Psychoonkologen besprechen kann, sind:

                    • Wenn die seelischen Kräfte übermäßig beansprucht werden
                    • Unsicherheiten im Umgang mit Familienangehörigen, Freunden oder Kollegen
                    • Ängste, Traurigkeit, Hilflosigkeit, Ärger
                    • Die Beratung erfolgt in Einzel-, Paar- oder auch Familiengesprächen

                    Umgang mit Behandlungsfolgen

                    Frauen mit Eierstockkrebs können auch Störungen der Sexualfunktion erfahren. Dies kommt durch den Verlust der inneren weiblichen Geschlechtsorgane und die fehlende Hormonbildung. Offene Gespräche mit dem Partner, einem Psychotherapeuten oder mit anderen Patientinnen können helfen.

                    In einigen Fällen werden im Rahmen einer Eierstockkrebsoperation der Enddarm oder die Harnblase entfernt. Ein künstlicher Darm- oder Blasenausgang (Stoma) ist dann notwendig. Sogenannte Stomatherapeuten – üblicherweise speziell ausgebildete Krankenschwester oder -pfleger - bringen Patienten die Versorgung und den sicheren Umgang mit dem Stoma bei. Oft ist ein Stoma nur vorübergehend notwendig.

                    Wenn viele Teile des Darms entfernt wurden, kann en zu einem sogenannten Kurzdarmsyndrom kommen. Die Aufnahme von Nährstoffen, Mineralien und Flüssigkeit kann stark vermindert sein und es kommt zu Durchfällen. Um Mangelerscheinungen und schnellen Gewichtsverlust zu verhindern, kann eine spezielle Diät oder künstliche Ernährung notwendig sein.

                    Ein Bachwandbruch (Eingeweidebruch) kann dann entstehen, wenn nach einer Eierstockkrebs-Operation die Bauchmuskeln auseinander treten und die inneren Organe in der Lage so verändert werden, dass es zu Schmerzen oder anderen Beeinträchtigungen kommt. Ein Bauchwandbruch kann mit Hilfe einer Operation behandelt werden.

                    Lymphödeme sind Ansammlungen von Gewebeflüssigkeit, die schmerzhaft sein können und die Beweglichkeit verhindern. Durch gezieltes Massieren, Bandagen und Bewegung kann die angestaute Gewebeflüssigkeit abfließen und die Beschwerden lindern. Auch Hautpflege und Physiotherapie gehören zur Behandlung.

                    Palliativmedizin bei Eierstockkrebs

                    Die palliative Versorgung kommt zum Einsatz, wenn die Erkrankung nicht mehr heilbar ist. Eine direkte Therapie gegen den Tumor kann nicht mehr sinnvoll eingesetzt werden. Körperliche Beschwerden wie z. B. Schmerzen, Übelkeit oder Luftnot werden dennoch zuverlässig behandelt. Auch die Lebensqualität soll möglichst lange erhalten bleiben.

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                    Mehr über die Autorin Cristina Offermans

                    Diesen Artikel verfasste unsere Apothekerin Cristina Offermans.

                    Cristina Offermans ist Apothekerin und arbeitet als Senior Pharmacist bei DocMorris. Sie ist spezialisiert auf die Durchführung pharmazeutischer Dienstleistungen und setzt sich für eine moderne, patientenorientierte Arzneimittelversorgung ein. Mit ihrer Erfahrung stärkt sie die Beratungskompetenz im Apothekenteam und trägt zur Weiterentwicklung innovativer Services bei.

                    Stand: 04.11.2025

                    DocMorris Ratgeber Krebs

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                    Häufig gestellte Fragen zu Eierstockkrebs

                    Eierstockkrebs wird in vier Stadien unterteilt – je nach Ausbreitung des Tumors im Körper. Im frühen Stadium (Stadium I) ist der Tumor auf die Eierstöcke begrenzt und die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei 80 %. Mit zunehmender Ausbreitung sinkt die Überlebensrate deutlich: In Stadium II liegt sie bei 60 %, in Stadium III bei 23 % und im fortgeschrittenen Stadium IV nur noch bei 14 %.

                    Eierstockkrebs streut zuerst typischerweise innerhalb des kleinen Beckens, kann aber schnell den gesamten Bauchraum befallen, wo er sich am Bauchfell absiedelt (Peritonealkarzinose). Eine weitere häufige Ausbreitung erfolgt über die Lymphbahnen in die Beckenlymphknoten und um die Hauptschlagader.

                    Die Ursachen sind vielfältig. Einige Beispiele sind:

                    • Genetische Faktoren (z. B. BRCA1/2-Mutationen)
                    • Hormonelle Einflüsse wie häufige Eisprünge oder Kinderlosigkeit
                    • Familiäre Vorbelastung

                    Die Behandlung hängt vom Stadium und der Art des Tumors ab. Meist besteht sie aus:

                    • Operation zur möglichst vollständigen Entfernung des Tumors
                    • Chemotherapie, oft im Anschluss oder vor der Operation
                    • In einigen Fällen auch zielgerichtete Therapien

                    Die Antwort hängt ab von der Art des Tumors und dem Umfang der Operation ab. Unter bestimmten Bedingungen kann die Fruchtbarkeit von Frauen mit Eierstockkrebs und bestehendem Kinderwunsch erhalten bleiben. Wenn der Krebs nur einen Eierstock befallen hat und das FIGO-Stadium I vorliegt, kann die Operation so durchgeführt werden, dass die Gebärmutter und ein Eierstock mit Eileiter belassen werden.

                    Quellen und weiterführende Informationen:

                    Leitlinienprogramm Onkologie https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de

                    Deutsches Krebsforschungszentrum https://www.krebsinformationsdienst.de

                    ONKO-Internetportal https://www.onko-portal.de/

                    https://www.muenchen-klinik.de/myom-krebs-tumor/eierstockkrebs/

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