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                    ³ Dieser Preis gilt für die Auswahl Kassenrezept inkl. Zuzahlung.

                    *UVP = Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers; * AVP = Der für den Fall der Abgabe zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse (KK) vom pharmazeutischen Unternehmer zum Zwecke der Abrechnung der Apotheken mit den Krankenkassen gegenüber der Informationsstelle für Arzneispezialitäten GmbH (IFA) angegebene einheitliche Produkt-Abgabepreis im Sinne des § 78 Abs. 3 S. 1, 2. HS AMG, der von der KK im Ausnahmefall der Erstattung abzüglich 5 % an die Apotheke ausgezahlt wird.

                    **Gilt für alle gültigen E-Rezepte, die im Zeitraum von Montag bis Donnerstag bis 20 Uhr und Freitag bis 13 Uhr digital bei uns eingehen. E-Rezepte die Freitag nach 13:00 eingehen, werden am Montag zugestellt. E-Rezepte die zwischen Samstag 00:00 Uhr und Sonntag 24:00 Uhr eingehen, werden am Dienstag zugestellt. Von der Lieferung am nächsten Tag ausgenommen sind spezielle Rezepturen, Medikamente oder von einem Rahmenvertrag der Krankenkasse des Patienten vorgesehene Austausch-Medikamente, die aufgrund von Lieferengpässen nicht verfügbar sind, zu kühlende Medikamente, sowie Rezepte, die eine pharmazeutische Klärung mit Ihnen oder Ihrem Arzt erfordern oder die aus pharmazeutischen Gründen nicht beliefert werden dürfen. Für die pharmazeutische Klärung ist die Angabe Ihrer Telefonnummer notwendig. Um Ihnen die schnellstmögliche Lieferung Ihrer rezeptpflichtigen Artikel anbieten zu können, kann es in Ausnahmefällen zu einem nachträglichen Austausch des Versanddienstleisters kommen. Die Lieferung am nächsten Tag gilt nicht für Bestellungen, bei denen eine Packstation als Lieferadresse angegeben wurde. Sofern der Tag oder der nächste Tag nach Ihrer Bestellung ein Feiertag in NRW und / oder ein Feiertag an Ihrem Wohnort ist, erfolgt die Lieferung am ersten Werktag, der kein Feiertag mehr ist. In Fällen höherer Gewalt erfolgt die Lieferung ebenfalls erst an dem Werktag, der keine Feiertag ist, der auf das Ende des Ereignisses höherer Gewalt folgt.

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                    Zusammenfassung

                    Bei einer Koronare Herzkrankheit (KHK) sind die Blutgefäße, die das Herz mit Sauerstoff versorgen, verengt oder blockiert. Das Herz wird dann nur noch unzureichend mit Sauerstoff versorgt, vor allem bei Anstrengung.
                    Die Ursachen liegen in einer sogenannten Atherosklerose, auch Adernverkalkung genannt. Diese “Verkalkung” besteht aus Cholesterin, Blutplättchen und anderen Faktoren.

                    Zu den Risikofaktoren, an einer KHK zu erkranken gehören Rauchen, hoher Blutdruck, hoher Cholesterinspiegel, Diabetes mellitus, Übergewicht und Bewegungsmangel, aber auch familiäre Vorbelastung.
                    Typische Anzeichen einer KHK sind Brustschmerzen oder Atemnot, besonders bei psychischen und körperlichen Belastungen, die in Ruhe nachlassen.

                    Was ist eine Koronare Herzkrankheit (KHK)?

                    Definition der koronaren Herzkrankheit

                    Bei einer koronaren Herzkrankheit (KHK) sind die Herzkranzgefäße (Koronararterien) verengt. Bedingt durch die Verengung wird das Herz nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Typische Anzeichen sind Brustenge (Angina pectoris) und Luftnot. Häufig ist die Lebensqualität vermindert, besonders wenn die Beschwerden häufig und intensiv sind. Eine KHK ist mit einer erhöhten Sterblichkeit verbunden.

                    Unterschied zwischen (chronischer) KHK und Herzinfarkt

                    Man unterscheidet bei der KHK zwischen chronischer KHK und sogenannten akuten Ereignissen. Akute Ereignisse sind unmittelbar lebensbedrohlich. Ein Herzinfarkt gehört zu einem solchen akuten Ereignis. Folge einer chronischen KHK kann ein Herzinfarkt sein.

                    Häufigkeit einer KHK: Kommt KHK als Erkrankung häufig vor?

                    Die KHK gehört zu den wichtigsten Volkskrankheiten und führt zusammen mit dem akuten Herzinfarkt die Todesstatistik in Deutschland an.

                    Welche Ursachen und Risikofaktoren gibt es für eine KHK?

                    Atherosklerotische Veränderungen der Koronararterien

                    Das Herz wird über die Herzkranzgefäße mit Blut versorgt. Sind diese durch Ablagerungen verengt, man spricht auch von „Arterienverkalkung“ (Atherosklerose), so können sie den Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Je nachdem wie stark das Ausmaß der Verengung und damit die Minderversorgung ist, treten die typischen Beschwerden einer KHK wie Brustschmerzen (Angina pectoris) und Luftnot bereits in Ruhe oder erst unter stärkerer Belastung auf. Insgesamt werden hierbei 4 Stufen unterschieden.

                    Risikofaktoren: u.a. Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes

                    Es kann zwischen beeinflussbaren und nicht-beeinflussbaren Risikofaktoren der KHK unterschieden werden. Nicht beeinflussbare Faktoren sind das Alter, familiäre Vorbelastungen und das Geschlecht.

                    • Alter: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Arterienverkalkungen und infolgedessen einer KHK.
                    • Familiäre Vorbelastung: Es wird eine genetische Veranlagung vermutet. In manchen Familien treten Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße vermehrt auf.
                    • Geschlecht: Frauen sind hormonell bedingt bis zu den Wechseljahren, bzw. der Menopause besser geschützt als Männer. Deswegen erkranken sie typischerweise erst später an einer KHK als Männer.

                    Zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren zählen:

                    • Rauchen
                    • Bluthochdruck (Hypertonie)
                    • dauerhaft erhöhte Blutfette wie Cholesterin (Hyperlipidämie)
                    • Diabetes mellitus
                    • Bewegungsmangel und Übergewicht
                    • Stress und Depression

                    Wie kann dem entgegengewirkt werden?

                    • Rauchverzicht, das heißt Tabak- und Nikotinverzicht, um so Schädigungen am Herzen, den Gefäßen und anderen Organen vorzubeugen. 
                    • Blutdruck unter Kontrolle halten: Hoher Bluthochdruck bleibt gegebenenfalls zu Beginn unbemerkt, kann aber bereits Schädigungen am Herzen, aber auch an den Nieren und anderen Organen verursachen. Ein erhöhter Blutdruck sollte deswegen auf jeden Fall behandelt werden, um Folgeschäden wie einer KHK vorzubeugen.
                    • Erhöhte Blutfette wie Cholesterin senken: Durch Ablagerungen, sogenannten Plaques, die u.a. aus Cholesterin und Entzündungsfaktoren bestehen, verengen sich die Herzkranzgefäße zunehmend und führen somit zum Krankheitsbild einer KHK.

                    • Diabetes mellitus vorbeugen: Diabetes mellitus ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Atherosklerose und die koronare Herzkrankheit.
                    • Bewegungsmangel entgegenwirken: Bewegungsmangel kann Übergewicht bedingen und als Folge können sich Bluthochdruck, Diabetes und erhöhte Blutfette entwickeln.
                    • Übergewicht vermeiden: Übergewicht zählt zu den gefährlichsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und damit auch für die Entwicklung einer KHK.

                    Typische Symptome der KHK: Brustschmerzen (Angina pectoris)

                    Durch die bei einer KHK bestehende zunehmende Verengung der Herzkranzgefäße und daraus folgender Minderversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff und Nährstoffen können die typischen Anzeichen einer KHK wie Brustenge, Luftnot und dumpfe Schmerzen hinter dem Brustbein folgen. Die Schmerzen können auch in andere Gebiete wie Rücken, Oberarme, Oberbauch, den Kiefer oder auch Hals ausstrahlen. Zunächst kommt es nur unter stärkerer körperlicher oder psychischer Belastung zu den typischen Beschwerden, die in Ruhe wieder verschwinden. In weiter fortgeschrittenem Stadium können die Beschwerden bereits in Ruhe auftreten. Es können die folgenden vier Schweregrad unterschieden werden:

                    • Keine typischen Angina pectoris Beschwerden bei Alltagsbelastung wie Laufen oder Treppensteigen, jedoch bei plötzlicher oder längerer körperlicher Belastung.
                    • Typische Beschwerden bei stärkerer Anstrengung wie schnellem Laufen, Bergaufgehen, Treppensteigen, psychischer Belastung.
                    • Angina pectoris Beschwerden bei leichter körperlicher Belastung wie normalem Gehen oder Ankleiden.
                    • Ruhebeschwerden oder Beschwerden bei geringster körperlicher Belastung.

                    Es wird von einer sogenannten stabilen Angina pectoris gesprochen, wenn die Beschwerden in Ruhe oder nach Anwendung von Nitroglyzerinpräparaten verschwinden.

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                    Diagnose der Koronaren Herzkrankheit

                    Treten bei körperlicher Anstrengung typische Angina pectoris Beschwerden wie Brustschmerzen und Atemnot auf, so ist unbedingt eine gründliche ärztliche Untersuchung erforderlich, um abzuklären, ob eine KHK vorliegt oder die Beschwerden andere Ursachen haben.

                    Zunächst erfragt der Arzt im sogenannten Anamnesegespräch mögliche typische Beschwerden einer KHK wie Brustschmerzen und Luftnot und wann diese auftreten. Außerdem werden weitere Risikofaktoren wie familiäre Vorbelastung, sonstige Erkrankungen und medizinischen Vorgeschichten, aber auch Lebensumstände wie Rauchen und Bewegungsmangel, erfragt. Es folgt eine körperliche Untersuchung, bei der u.a. Blutdruck, Puls und Körpergewicht erfasst werden. Dann werden Laborwerte wie z.B. der Cholesterinspiegel bestimmt.

                    Auf das Arztgespräch kann man sich vorbereiten, indem man sich die Beschwerden genau notiert, also: In welchen Situationen treten die Beschwerden auf? Wie lange halten Sie an? Wann verschwinden sie wieder?

                    Weiterführende Untersuchungen

                    Elektrokardiogramm (EKG) zur Erfassung der elektrischen Aktivität des Herzmuskels. Üblicherweise wird sowohl ein EKG in Ruhe als auch unter Belastung, z.B. auf einem Laufband oder Fahrradergometer geschrieben. Die körperliche Belastung wird hierbei bis zur sogenannten Belastungsgrenze gesteigert. Typische Veränderungen im EKG geben Hinweise auf eine mögliche KHK als Ursache.

                    Echokardiographie, also Ultraschalluntersuchungen des Herzens, auch als Herz-Echo bezeichnet. Darüber können Herzstrukturen und -funktionen dargestellt werden. Die Herz-Ultraschalluntersuchungen können in Ruhe und auch unter Belastung durchgeführt werden. Die Belastung kann durch Gabe von Medikamenten, die den Herzmuskel beanspruchen, simuliert werden. Mit Hilfe des Herz-Echos können u.a. Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße dargestellt werden.

                    Magnetresonanztomographie, abgekürzt als MRT bekannt: Diese Untersuchung kann mittels Magnetfeldern Vorgänge im Körper darstellen. Beim Stress-MRT werden Medikamente verabreicht, die die Blutgefäße erweitern, außerdem Kontrastmittel, um das Geschehen in den Herzkranzgefäßen zu betrachten. Reagieren diese nur schwach auf das verabreichte Medikament, kann dies auf eine Verengung hinweisen.

                    Computertomographie (CT), ist eine bildgebende Röntgenuntersuchung, die genaue Schnittbilder liefert, mit denen Körperstrukturen betrachtet werden können. Um die Strukturen gut sichtbar zu machen, werden Kontrastmitteln verabreicht und gegebenenfalls Medikamente gegeben, die die Herzfrequenz, also den Puls senken. Die Auswertung der Schnittbilder zeigt dann, ob Verengungen in den Herzkranzgefäßen vorliegen.

                    Myokardszintigraphie, auch als SPECT bezeichnet, ist ein weiteres Verfahren, das gegebenenfalls angewendet werden kann, um die Durchblutung des Herzmuskels darzustellen. Hierbei werden schwach radioaktive Substanzen verabreicht, die sich im Körper verteilen und je nach Durchblutungs-Zustand des Herzens dort stärker oder schwächer anreichern. Mit Hilfe einer Kamera von außen kann das dargestellt werden.

                    Positronenemissionstomographie, abgekürzt PET wird ebenfalls mit Hilfe radioaktiver Substanzen durchgeführt, um die Durchblutung des Herzmuskels darzustellen. Diese ist sehr genau, aber auch aufwändiger als andere Verfahren.

                    Koronarangiographie: Die Koronarangiographie, auch als Herzkatheteruntersuchung bezeichnet, ist ein invasives Verfahren, da hierbei ein dünner Schlauch – ein Katheter – über eine Pulsader, z.B. der Leiste, bis zu den Herzkranzgefäßen geschoben wird. Unter Verabreichung von Kontrastmitteln können die Gefäße dargestellt und so Engstellen festgestellt werden. Diese können im Bedarfsfall direkt mit einem kleinen Ballon aufgeweitet und mit einem Netz, auch als Stent bezeichnet, stabilisiert werden. Dies Untersuchung wird in der Regel nur dann durchgeführt, wenn vorherige Untersuchungen, vor allem unter Belastung, Hinweise auf eine verminderte Durchblutung der Herzkranzgefäße liefern.

                    Behandlungsmöglichkeiten der KHK

                    Da bei einer KHK ein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche und Herzinfarkt besteht, die wiederum eine erhöhte Sterblichkeit bedingen, sollte eine KHK und gegebenenfalls weitere bestehende Grunderkrankungen unbedingt behandelt werden.
                    Das multimodale Konzept beinhaltet medikamentöse Therapien und gegebenenfalls weitere Verfahren wie das Einsetzen von Stents oder Bypass-Operationen, aber auch Lebensstiländerungen.

                    Medikamentöse Therapie

                    Ursache für eine KHK sind Ablagerungen an den Herzkranzgefäßen, die u.a. aus Cholesterin und Blutplättchen (Thrombozyten) bestehen. Den Ablagerungen kann mit folgenden Medikamenten entgegengewirkt werden:

                    Sogenannte Plättchenhemmer, auch als Thrombozytenaggregationshemmer (TAH) bezeichnet, sollen verhindern, dass sich Blutplättchen (Thrombozyten) an den Blutgefäßen ablagern, zusammenklumpen und ein Gerinnsel bilden, dass u.a. die Herzkranzgefäße verstopft. Die bekanntesten Wirkstoffe aus dieser Gruppe sind Acetylsalicylsäure (ASS) in niedriger Dosierung (üblicherweise 100 mg pro Tag) und Clopidogrel. Auf Grund der blutverdünnenden Wirkung, ist bei Anwendung von Thrombozytenaggregationshemmern die Blutungsneigung erhöht, was sich u.U. in einer Neigung zu blauen Flecken oder Nasenbluten bemerkbar machen kann.

                    Diese senken den Blutspiegel des zweiten Haupt-Bestandteils von Ablagerungen an den Gefäßen, nämlich des Cholesterins und unterstützen somit bei der Vermeidung von Gerinnselbildung und damit Verengungen an den Herzkranzgefäßen. Üblicherweise kommen hier die sogenannten Statine zum Einsatz, z.B. Simvastatin, Atorvastatin, Rosuvastatin. Falls Statine nicht gut vertragen werden oder nicht ausreichend gut wirken, gibt es weitere Möglichkeiten zur Senkung des Cholesterinspiegels wie Ezetimib oder sogenannte PCSK9-Hemmstoffe, die u.U. auch zusätzlich zu Statinen verordnet werden.

                    Neben der medikamentösen Behandlung der Ablagerungen an den Herzkranzgefäßen mit Blutverdünnern und Cholesterinsenkern sollten in jedem Fall auch die gegebenenfalls außerdem bestehenden Erkrankungen behandelt werden, also z.B. ein Bluthochdruck mit Blutdrucksenkern, ein Diabetes mellitus mit Antidiabetika.

                    Um einen plötzlichen Anfall von Brustschmerzen oder Atemnot (Angina pectoris Anfall) bei bestehender stabiler KHK zu behandeln, stehen sogenannte kurzwirksame Nitrate als Spray oder in Form von Kapseln (Nitro-Spray oder Nitro-Kapsel) zur Verfügung. Sie erweitern die Gefäße und verbessern somit die Versorgung des Herzens mit Sauerstoff. Menschen mit stabiler Angina pectoris sollten diese immer bei sich führen, um einen auftretenden Anfall zu durchbrechen.

                    Zu den weiteren Medikamenten, die eingesetzt werden können, wenn trotz der üblichen Behandlung der KHK mit Plättchen-Hemmern und Cholesterinsenkern und der Therapie der gegebenenfalls zusätzlich bestehenden Erkrankungen Beschwerden im Alltag auftreten, gehören.:

                    • Betablocker
                    • Kalziumkanalblocker
                    • Langwirkende Nitrate
                    • Ivabradin
                    • Ranolazin

                    Sie alle zielen schließlich darauf ab, die Sauerstoffversorgung des Herzens zu verbessern. Welche der Medikamentengruppen, spezifischen Wirkstoffe der auch Kombinationen daraus gegebenenfalls zum Einsatz kommen können, bewertet der Arzt anhand der individuellen Beschwerden, weiteren Erkrankungen, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder auch bestehenden Gegenanzeigen und trifft gemeinsam mit dem Patienten eine Entscheidung.

                    Menschen mit KHK wird eine jährliche Grippeschutzimpfung empfohlen.

                    Revaskularisierungstherapien: Wann ist bei einer KHK ein Stent oder eine Bypass-Operation notwendig?

                    Ist bei den Untersuchungen zur Abklärung auf Vorhandensein und Ausmaß einer KHK festgestellt worden, dass die Herzkranzgefäße verengt sind, und wird auf Grund der ärztlichen Beurteilung eine sogenannte Revaskularisierung empfohlen, also eine Behebung der Engstellen, so stehen folgende Verfahren zur Verfügung:

                    • Percutane Coronarintervention (PCI) - Stent: Zum Einsetzen von Stents wird eine dünne Sonde (Katheter) über die Leiste oder das Handgelenk ins Herz geführt, die verengten Gefäße werden dann mit einem Ballon geweitet und daraufhin ein Drahtgitter (Stent) eingesetzt, um die Gefäße möglichst langfristig durchgängig zu halten. Nach dem Eingriff kann der Alltag in der Regel innerhalb weniger Tage wieder aufgenommen werden. Eine Rehabilitation kann sich anschließen.
                    • Bypass-Operation: Die Bypass-Operation ist ein Eingriff am offenen Herzen. Hierbei werden die verengten Blutgefäße durch körpereigene Venen oder Arterien überbrückt. Nach dem Eingriff und Aufenthalt im Krankenhaus schließt sich üblicherweise eine Rehabilitation (Kur) an. Arzt und Patient besprechen gemeinsam, welches Verfahren im Einzelfall am besten geeignet ist, um dann zu einer Entscheidung zu kommen.

                    Prävention und Lebensstiländerungen

                    Kann die KHK durch Lebensstiländerungen beeinflusst werden?

                    Zur Vorbeugung und auch bei der Behandlung einer KHK kann eine gesunde Lebensweise einen wichtigen Beitrag leisten. Sie kann bewirken, dass die Bildung von Ablagerungen an den Gefäßen minimiert wird und reduziert damit die Wahrscheinlichkeit für Folgeschäden. Zu einer gesunden Lebensweise gehören:

                    • Rauchverzicht: Rauchen schadet den Blutgefäßen und erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt. Mit dem Rauchen aufzuhören ist ein wirksamer Schutz vor einer KHK und weiteren Folgen.
                    • Gesunde Ernährung: Die Ernährung sollte kaloriengerecht sein und mehrere Portionen Obst und Gemüse pro Tag enthalten, außerdem möglichst reich an Ballaststoffen sein und ungesättigte Fettsäuren enthalten.
                    • Fetthaltige Speisen und Fertigprodukte sowie Süßwaren und Süßgetränke sollten minimiert werden, ebenso der Salzverbrauch.
                    • Als positiv wird der Verzehr einer Handvoll ungesalzener Nüsse pro Tag gesehen und gerne zwei Portionen Fisch pro Woche.
                    • Zu einer gesunden Ernährung gehört auch die Minimierung des Alkoholkonsums. Dieser sollte, wenn überhaupt, nur in Maßen zugeführt werden, d.h. nicht mehr als ein bis zwei kleine Gläser pro Tag.
                    • Bewegung und Sport: Das körperliche Training muss hierbei an die körperliche Belastbarkeit angepasst werden. Diese kann über ein Belastungs-EKG beim Arzt festgestellt werden. Dann können Sie gemeinsam festlegen, wie intensiv die körperliche Aktivität sein sollte und wie sie gesteigert werden kann. Geeignet sind üblicherweise Sportarten wie Radfahren, Nordic Walking und Schwimmen, aber auch Tanzen und Gymnastik.
                    • Regulierung des Körpergewichts: Durch eine gesunde, ausgewogene, kaloriengerechte Ernährung und regelmäßige Bewegung kann das Gewicht reguliert werden.
                    • Stressbewältigung: Auch Stress kann eine KHK fördern. Deswegen ist Stressabbau ein wichtiger Baustein bei der Vorbeugung und Behandlung einer KHK. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Manchen Menschen kann zur Stressreduktion das Lesen eines Buches oder Treffen mit Freunden helfen, andere können mit Yoga oder anderen Techniken entspannen. Psychische Belastungen sollten mit dem Arzt besprochen werden, um festzustellen, ob eine Psychotherapie unterstützen könnte, insbesondere wenn andere Stress-bewältigende Maßnahmen nicht erfolgreich sind.

                    Eine Lebensstiländerung ist eine große Herausforderung und sollte nicht zu zusätzlichem Stress führen. Nehmen Sie Hilfsangebote an, z.B. über Selbsthilfegruppen und besprechen Sie belastende Faktoren mit Ihrem Arzt.

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                    Mehr über die Autorin

                    Diesen Artikel verfasste unsere Apothekerin Dr. Friederike Geiss.

                    Dr. Friederike Geiss ist Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie und seit über 30 Jahren mit großer Leidenschaft im pharmazeutischen Bereich tätig. Nach dem Pharmaziestudium promovierte sie mit einer naturwissenschaftlichen Doktorarbeit und bringt seither umfassende Erfahrung in der patientenorientierten Arzneimittelberatung mit.

                    Bei DocMorris engagiert sie sich insbesondere für die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS), das Medikationsmanagement und die Qualitätssicherung im digitalen Gesundheitsumfeld. Ein besonderes Anliegen ist ihr die verständliche Vermittlung medizinisch-pharmazeutischer Inhalte – immer mit dem Ziel, Patient:innen fundiert, alltagsnah und in klarer Sprache zu unterstützen, so dass diese ihre Gesundheit aktiv und sicher gestalten können.

                    Stand: 13.06.2025 

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                    Häufig gestellte Fragen zu Koronaren Herzkrankheit

                    Bei einer KHK sind die Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen durch Ablagerungen u.a. von Cholesterin, Blutplättchen und Entzündungsfaktoren “verkalkt”. Dadurch wird der Herzmuskel unzureichend versorgt und typische Beschwerden wie Brustschmerzen und Luftnot, vor allem unter Belastung können auftreten. Von einer stabilen KHK spricht man, wenn die Beschwerden in Ruhe oder nach Anwendung von Nitro-Präparaten verschwinden.

                    Eine koronare Herzkrankheit ist nicht heilbar. Wichtig ist, dass eine KHK möglichst frühzeitig diagnostiziert und behandelt wird, um das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten und ein gutes und aktives Leben führen zu können. Zur Behandlung stehen Medikamente zur Verfügung, die das Herz entlasten und die Sauerstoffversorgung verbessern. So können Beschwerden gemildert werden. Eventuell können auch zusätzlich invasive Maßnahmen notwendig sein, um die bei einer KHK verstopften Herzkranzgefäße durchgängig zu machen oder zu umgehen. Dazu gehört das Setzen von Stents in die Gefäße oder eine Bypassoperation.

                    Man unterscheidet bei der KHK zwischen chronischer KHK und sogenannten akuten Ereignissen. Bei einer chronischen KHK sind die Herzkranzgefäße verengt, Blut strömt aber noch durch, so dass der Herzmuskel mit Sauerstoff versorgt werden kann, wenn auch nicht ausreichend unter Belastung. Akute Ereignisse sind unmittelbar lebensbedrohlich. Ein Herzinfarkt gehört zu einem solchen akuten Ereignis. Mindestens eines der Herzkranzgefäße ist hier vollständig blockiert, so dass ein Teil des Herzmuskels nicht mehr versorgt wird, was zu dauerhaften Schäden bis hin zum Absterben von Herzmuskelgewebe führt. Folge einer chronischen KHK kann ein Herzinfarkt sein.

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                    Quellen und weiterführende Informationen:

                    • Nationale Versorgungs Leitlinien (NVL) Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ): https://www.leitlinien.de/themen/khk/version-6
                    • Deutsche Herzstiftung e.V.: https://herzstiftung.de/infos-zu-herzerkrankungen/koronare-herzkrankheit
                    • Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ): https://www.patienten-information.de/patientenleitlinien/khk
                    • HKM – Herz-Kreislauf – Medizin gGmbH Koronare Herzkrankheit (KHK): Symptome, Behandlung (herzmedizin.de)
                    • IQWiG: https://www.gesundheitsinformation.de/koronare-herzkrankheit-khk.html(opens in a new tab)

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