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                    ² Allgemeine Gutscheinbedingungen: Soweit sich aus besonderen Bedingungen der jeweiligen Werbeaktion nichts Abweichendes ergibt, gilt für die Einlösung von Gutscheinen, Preisvorteilscodes und anderen insoweit gewährten Vorteilen (zusammen „Gutscheine“) Folgendes: Gutscheine sind ausschließlich im Rahmen von Bestellungen in unserem Online-Shop DocMorris.de und unserer DocMorris App, einmalig und nur im ausgelobten Aktionszeitraum einlösbar. Pro Kundenkonto ist pro Werbeaktion nur ein Gutscheincode einlösbar. Der Wert des im Bestellprozess eingegebenen Gutschein(code)s wird automatisch vom Rechnungsbetrag abgezogen. Einlösbar für unser Gesamtsortiment rezeptfreier Produkte inklusive reduzierter Ware. Nicht kombinierbar mit weiteren Aktionen oder Preisvorteilen, z.B. Sonderpreisen, die exklusiv über Dritte ausgelobt werden. Bei Eingabe eines Gutschein(code)s kann ein höherer Preis als der Sonderpreis zu Grunde gelegt werden. Ein den Rechnungsbetrag übersteigender Gutscheinwert verfällt. Die Auszahlung des Gutscheinwerts ist ausgeschlossen. Nicht einlösbar bei Sammelbestellungen. Für die Prüfung der Gültigkeit des Gutscheins müssen Sie sich in Ihr Kundenkonto einloggen.

                    ³ Dieser Preis gilt für die Auswahl Kassenrezept inkl. Zuzahlung.

                    *UVP = Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers; * AVP = Der für den Fall der Abgabe zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse (KK) vom pharmazeutischen Unternehmer zum Zwecke der Abrechnung der Apotheken mit den Krankenkassen gegenüber der Informationsstelle für Arzneispezialitäten GmbH (IFA) angegebene einheitliche Produkt-Abgabepreis im Sinne des § 78 Abs. 3 S. 1, 2. HS AMG, der von der KK im Ausnahmefall der Erstattung abzüglich 5 % an die Apotheke ausgezahlt wird.

                    **Gilt für alle gültigen E-Rezepte, die im Zeitraum von Montag bis Donnerstag bis 20 Uhr und Freitag bis 13 Uhr digital bei uns eingehen. E-Rezepte die Freitag nach 13:00 eingehen, werden am Montag zugestellt. E-Rezepte die zwischen Samstag 00:00 Uhr und Sonntag 24:00 Uhr eingehen, werden am Dienstag zugestellt. Von der Lieferung am nächsten Tag ausgenommen sind spezielle Rezepturen, Medikamente oder von einem Rahmenvertrag der Krankenkasse des Patienten vorgesehene Austausch-Medikamente, die aufgrund von Lieferengpässen nicht verfügbar sind, zu kühlende Medikamente, sowie Rezepte, die eine pharmazeutische Klärung mit Ihnen oder Ihrem Arzt erfordern oder die aus pharmazeutischen Gründen nicht beliefert werden dürfen. Für die pharmazeutische Klärung ist die Angabe Ihrer Telefonnummer notwendig. Um Ihnen die schnellstmögliche Lieferung Ihrer rezeptpflichtigen Artikel anbieten zu können, kann es in Ausnahmefällen zu einem nachträglichen Austausch des Versanddienstleisters kommen. Die Lieferung am nächsten Tag gilt nicht für Bestellungen, bei denen eine Packstation als Lieferadresse angegeben wurde. Sofern der Tag oder der nächste Tag nach Ihrer Bestellung ein Feiertag in NRW und / oder ein Feiertag an Ihrem Wohnort ist, erfolgt die Lieferung am ersten Werktag, der kein Feiertag mehr ist. In Fällen höherer Gewalt erfolgt die Lieferung ebenfalls erst an dem Werktag, der keine Feiertag ist, der auf das Ende des Ereignisses höherer Gewalt folgt.

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                    Zusammenfassung

                    Die Informationen dieses Artikels können und sollen einen Arztbesuch nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.

                    Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) sind Abweichungen von der normalen Herzschlagfrequenz oder -regelmäßigkeit und entstehen durch Störungen der elektrischen Erregungsleitung im Herzen. Je nach Art schlägt das Herz dabei zu schnell (Tachykardie), zu langsam (Bradykardie) oder unregelmäßig (Arrhythmie), was unterschiedliche Beschwerden wie Schwindel, Herzrasen oder Ohnmacht verursachen kann.

                    Die Ursachen reichen von Herzkrankheiten über Stress, Alkohol, Elektrolytmangel bis hin zu genetischen Faktoren. Zur Diagnose werden u. a. EKGs, Bluttests oder bildgebende Verfahren eingesetzt. Die Behandlung hängt von der Art und Schwere ab und reicht von Medikamenten über Kardioversion bis hin zu Katheterablation oder Implantation eines Herzschrittmachers.

                    Was ist eine Herzrhythmusstörung?

                    Herzrhythmusstörungen, von Medizinern als Arrhythmien bezeichnet, bezeichnen Störungen in der Frequenz oder Regelmäßigkeit des Herzschlags. Der Herzschlag wird beim gesunden Herzen durch elektrische Impulse ausgelöst, die sogenannten Sinus-Knoten im rechten Vorhof entstehen. Diese gleichmäßigen Impulse verteilen sich schnell im gesamten Herzmuskel. Da das Herz immer mit genügend Blut versorgt werden muss, schlägt es je nach Belastung mal schnell und mal langsamer. Ganz gleichmäßig ist der Rhythmus nie.

                    Normalerweise schlägt das Herz in Ruhe etwa 60- bis 90-mal pro Minute. Von einer Herzrhythmusstörung spricht man dann, wenn der Herzschlag dauerhaft deutlich darüber oder darunter liegt oder durch die Abweichung Beschwerden auftreten. Nicht immer sind Abweichungen krankheitsbedingt, Sportler zum Beispiel haben häufig einen wesentlich niedrigen Puls.

                    Je nachdem wie der Herzschlag ist, unterschiedet man:

                    • Tachykardie (zu schneller Herzschlag)
                    • Bradykardie (zu langsamer Herzschlag)
                    • Arrhythmie (unregelmäßiger Herzschlag)

                    Es können auch verschiedene Störungen gemeinsam auftreten, bei Menschen mit Vorhofflimmern schlägt zum Beispiel das Herz nicht nur zu schnell, sondern auch unregelmäßiger als bei gesunden Menschen.

                    Herzrhythmusstörungen sind eine der häufigsten Herzkrankheiten, laut Herzstiftung werden deswegen in Deutschland jährlich etwa 400 000 Menschen in ein Krankenhaus eingeliefert. Es ist beunruhigend, dass sich die Sterberaten und Anzahl der Fälle in den letzten zwanzig Jahren fast verdoppelt haben. Dies ist zum einen auf die demographische Entwicklung, zum anderen aber auch auf die verbesserte Diagnostik zurückzuführen.

                    Vorhofflimmern ist in Deutschland übrigens die häufigste Herzrhythmusstörung, etwa ein Prozent der Bevölkerung (800 000 Menschen) sind davon betroffen.

                    Ursache - wodurch entsteht eine Arrhythmie?

                    Die Ursachen für eine Herzrhythmusstörung können ganz unterschiedlich sein. Es kann eine Herzerkrankung (kardiale Ursache) dahinterstecken, die Ursache kann aber auch unabhängig vom Herzen sein (extrakardiale Ursache).

                    Kardiale Ursachen für Arrhythmie

                    Ist der Herzschlag zum Beispiel bei einer Bradykardie zu langsam, könnte es sein, dass die Reizleitung zwischen den Herzhöfen und den Herzkammern gestört ist. Dies bezeichnet man als AV-Block. Er stellt die häufigste kardiale Ursache für einen zu langsamen Herzschlag dar. Aber auch eine Schädigung des Sinus-Knotens, ein sogenanntes Sick-Sinus-Syndrom, kann eine Bradykardie verursachen.

                    Eine Tachykardie tritt häufig bei Vorhofflimmern oder Vorhofflattern auf, sie kann aber auch durch Narben am Herzen entstehen. Ein Großteil der Menschen mit Vorhofflimmern leidet unter langjährigem Bluthochdruck, das heißt, der Ruhe-Blutdruck am Oberarm liegt höher als 140/90mmHg. Dadurch erhöht sich die Druckbelastung im Herzen, dort vor allem im linken Herzvorhof. Durch die daraus entstehende Dehnung des Vorhofgewebes kann im Verlauf Vorhofflimmern entstehen.

                    Interessant ist, dass Herzrhythmusstörungen, die aus den Vorhöfen kommen, wesentlich weniger gefährlich sind als diejenigen der Herzkammern. Kammerflimmern kann zum plötzlichen Herztod führen und Auslöser dafür kann ein Herzinfarkt, koronare Herzkrankheit (KHK) sein oder auch ein angeborener Herzfehler sein. Wenn Kammerflimmern eintritt, werden Betroffene innerhalb kurzer Zeit bewusstlos, unbehandelt kann innerhalb weniger Minuten der Herztod eintreten. Wenn bis zum Eintreffen des Notarztes Notfallmaßnahmen wie Herzdruckmassage durchgeführt werden, lässt sich das Leben der Betroffenen oft retten.

                    Extrakardiale Ursachen für Arrhythmie

                    Die Ursache für Herzrhythmusstörungen kann auch außerhalb des Herzens liegen. Genussgifte wie Alkohol, Nikotin oder Kaffee stimulieren das zentrale und das vegetative Nervensystem, das Herz schneller zu schlagen. Dabei kann es auch zu Herzstolpern, sogenannten Extrasystolen kommen. Auch Stress, Nervosität oder Angst lassen das Herz schneller schlagen. Diese Art von Herzrhythmusstörungen kann auch bei jungen Menschen auftreten, sie ist in der Regel aber harmlos.

                    Auch ein Mangel an Mineralstoffen, insbesondere Kalium und Magnesium kann eine Herzrhythmusstörung auslösen. Das kommt daher, dass bei der Weitergabe der elektrischen Impulse, die den Herzschlag auslösen, auch Mineralsalze, sogenannte Elektrolyte, beteiligt sind. Ein Mineralstoffmangel tritt oft als Folge von langen Sporteinheiten, Nierenfunktionsstörungen, Alkoholgenuss oder auch durch die Einnahme von Medikamenten auf. Nur selten ist ein Mangel an Mineralstoffen ernährungsbedingt.

                    Auch andere Erkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion, (Hyperthyreose), Lungenembolien oder eine chronische Nierenerkrankungen können zu Herzrhythmusstörungen führen.

                    Nicht immer muss eine Krankheit die Ursache sein, auch ein Elektrounfall oder ein Sauerstoffmangel können Herzrhythmusstörungen auslösen. Außerdem scheinen einige Fälle von Herzrhythmusstörungen eine genetische Komponente zu haben.

                    Symptome- Was sind Anzeichen einer Herzrhythmusstörung?

                    Manche Menschen können spüren, wenn das Herz unruhig schlägt. Auch der hohe Puls bei Herzrasen kann spürbar sein. Ein kurzes Stolpern wird oft gar nicht bemerkt. Auch gesunde Menschen haben manchmal einen unregelmäßigen Herzschlag.

                    Wiederkehrende Beschwerden sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Ob die Herzrhythmusstörung letztendlich gefährlich ist und ob ihr vielleicht eine Herzerkrankung zugrunde liegt, kann nur ein Arzt erkennen.

                    Symptome eines zu langsamen Herzschlags treten auf, wenn zu wenig Blut im Gehirn und den Organen ankommt. Dies kann sich äußern durch Beschwerden wie:

                    • Schweißausbruch
                    • niedriger Blutdruck
                    • Schwindel
                    • Übelkeit,
                    • Kopfschmerzen
                    • Konzentrationsschwierigkeiten
                    • Benommenheit,
                    • Ohnmacht

                    Treten diese Symptome auf, muss die Bradykardie in der Regel behandelt werden.

                    Es ist wichtig zu wissen, dass allein ein verlangsamter Herzschlag ohne Symptome nicht zwangsweise behandelt werden muss. Leistungssportler haben manchmal einen Ruhepuls von unter 40 Schlägen pro Minuten und sind dabei kerngesund. Es ist aber wichtig, dies mit einem Arzt besprechen. Wird eine Bradykardie über längere Zeit unbemerkt und nicht therapiert, können sich daraus nämlich schwere Erkrankungen wie zum Beispiel Herzschwäche (Herzinsuffizienz) entwickeln.

                    Oft können Betroffene die Symptome wie Herzpochen oder Herzrasen deutlich spüren. Begleitet wird dies oft durch Nervosität, Unruhe, Angst oder Kurzatmigkeit. Auch Schwindel oder Schmerzen in der Brust können auftreten. Bei einer Herzfrequenz von über 200 Schlägen pro Minute kann es auch zu Verwirrtheit, Benommenheit oder gar Bewusstlosigkeit kommen. Kann der beschleunigte Herzschlag nicht auf hohe körperliche Belastung wie Sport oder auf extremen Stress zugeführt werden, sollte immer ein Arzt um Rat gefragt werden.

                    Bei erhöhtem Stress oder wenn man sich erschrickt, kann es sein, dass das Herz mal stolpert. Solche einzelnen Extraschläge (Extrasystolen) sind in dem meisten Fällen harmlos. Ursachen für diese Stolperer können auch Elektrolytverschiebungen, vor allem ein kurzfristiger Mangel an Kalium oder Magnesium sein. Auch nach dem Genuss von Kaffee, Alkohol oder Nikotin können Extrasystolen auftreten. Es könnte aber auch sein, dass eine Erkrankung dahintersteckt. Deswegen sollten Sie sich, vor allem, falls das häufiger auftritt, bei einem Arzt vorstellen und sich untersuchen lassen.

                    Menschen, die an Vorhofflimmern leiden, empfinden oft Herzstolpern. Zunächst tritt es nur sporadisch auf und hält mindestens eine halbe Minute an. Dazu kommt eine deutliche Leistungseinschränkung, manchmal auch Herzrasen, Angstgefühle und Übelkeit. Vorhofflimmern bleibt allerdings sehr oft ohne Symptome und es wird nur zufällig entdeckt.

                    Wie werden Herzrhythmusstörungen diagnostiziert?

                    Schon allein durch Fühlen des Pulses oder durch Abhören des Herzens mit einem Stethoskop kann der Arzt oft eine Herzrhythmusstörung erkennen, wenn nämlich das Herz zu schnell, zu langsam oder ungleichmäßig schlägt. In einem Gespräch wird er nach den Symptomen, der Einnahme von Medikamenten, Vorerkrankungen und vielleicht auch nach Herzerkrankungen in der Familie fragen. Er wird auch wissen wollen, in welchen Situationen die Beschwerden auftreten, ob sie zum Beispiel eher in Ruhe oder eher bei Belastung spürbar sind.

                    Genau feststellen lassen sich die Herzrhythmusstörungen durch eine Elektrokardiografie (EKG) Damit werden die elektrischen Impulse, die im Sinusknoten im rechten Vorhof des Herzens ausgelöst werden und sich wie Stromstöße über den Herzmuskel ausbreiten, sichtbar gemacht. Diese Kurve bezeichnet man als Elektrokardiogramm. Nicht immer werden bei einem EKG in Ruhe Herzrhythmusstörungen sichtbar, da es nur eine Momentaufnahme darstellt. Dann kann es sein, dass der Arzt noch ein Belastungs-EKG, bei dem die Messung auf einem Ergometer unter Belastung erfolgt, oder ein Langzeit-EKG, das die Herzströme in der Regel über 24 Stunden aufzeichnet, durchführt.

                    Manchmal sind außer dem EKG noch weitere Untersuchungen wie zum Beispiel eine Echokardiografie oder eine Ultraschalluntersuchung des Herzens, auch kurz Herzecho genannt notwendig. Damit kann der Kardiologe den Aufbau und die Bewegung des Herzens beurteilen und Herzklappenerkrankungen lassen sich dadurch erkennen.

                    Im Einzelfall können weitere Untersuchungen durchgeführt werden, dazu gehören Blutuntersuchungen, mit denen man beispielsweise veränderte Schilddrüsenwerte oder Störungen im Mineralstoffhaushalt, insbesondere einen zu niedrigen Kalium- oder Magnesiumspiegel feststellen könnte, was auch Ursache der Störungen sein kann. Manchmal sind auch weitere bildgebende Verfahren wie Herz-MRT oder Herz-CT notwendig. Wird eine Verengung der Herzkrankgefäße vermutet, kann auch eine Herzkatheteruntersuchung notwendig werden.

                    Wenn der Arzt mithilfe der genannten Diagnoseverfahren festgestellt hat, dass die Rhythmusstörungen behandlungsbedürftig sind, wird er anschließend eine entsprechende Therapie einleiten.

                    Therapie - Wie werden Herzrhythmusstörungen behandelt?

                    Die meisten Herzrhythmusstörungen sind harmlos und müssen nicht behandelt werden. Nicht immer kann man von der Stärke der Symptome auf die Schwere der Erkrankung schließen. Wie gefährlich die Herzrhythmusstörungen wirklich sind, ob und wie sie behandelt werden müssen, kann nur ein Arzt, am besten ein Kardiologe nach einer gründlichen Untersuchung entscheiden.

                    In der Regel werden Herzrhythmusstörungen ärztlich behandelt, wenn die betroffene Person in ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist oder die Rhythmusstörungen sehr belastend sind, Schwindelgefühl, Herzrasen oder starkes Unwohlsein verursachen oder wenn sie lebensbedrohlich sind, also die Gefahr eines plötzlichen Herztodes oder Schlaganfall besteht. In der Regel wird zunächst die ursächliche Krankheit mit Medikamenten behandelt.

                    Manchmal kann anfallartiges Herzrasen durch eine bestimmte Atemtechnik, das Valsalva-Manöver, gestoppt werden.

                    Das Ziel des „Valsalva-Manövers“, das verschiedene Atemtechniken und Körperhaltungen nutzt, ist es, den Druck im Brustkorb zu erhöhen. Dadurch können anfallsartige Vorhoftachykardien manchmal sehr einfach gestoppt werden. Ziel ist es, einen erhöhten Druck im Brustkorb zu erzeugen, wodurch der Vagusnerv gereizt wird. Dieser Nerv führt unter anderem zum Herzen. Durch die Reizung kann sich die Herzfrequenz verlangsamen.

                    Um das zu erreichen, gibt es verschiedene Übungen. Eine Möglichkeit ist, bei zugehaltener Nase und geschlossenem Mund kräftig auszuatmen, so wie man auch den Druckausgleich beim Tauchen macht. Man kann auch ein Glas mit kaltem Wasser schnell austrinken oder sich ein kaltes feuchtes Tuch auf das Gesicht legen.

                    Antiarrhythmika sind Medikamente, die zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden, indem sie die Herzfrequenz regulieren oder den Herzrhythmus stabilisieren. Diese Medikamente werden in verschiedene Klassen unterteilt, die je nach Wirkmechanismus unterschiedlich sind.

                    Klasse-I-Antiarrhythmika, wie beispielsweise Propafenon und Flecainid, wirken durch Blockierung der Natriumkanäle. Sie sind wirksam bei der Behandlung von Tachykardien und bestimmte Vertreter werden auch zur Kardioversion bei Vorhofflimmern eingesetzt.

                    Klasse-II-Medikamente sind Betablocker, wie Metoprolol und Atenolol, die die Wirkung des Stresshormons Adrenalin und des Neurotransmitters Noradrenalin hemmen. Dadurch sinkt der Blutdruck und die Schlagzahl des Herzes nimmt ab. Betablocker werden bei Vorhofflimmern und anderen supraventrikulären Tachykardien eingesetzt.

                    Klasse-III-Medikamente, wie Amiodaron hemmen vor allem spannungsabhängige Kaliumkanäle, aber auch andere Ionenkanäle werden dadurch blockiert. So kann es bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden, die mit einer gestörten Erregungsleitung einhergehen.

                    Klasse-IV-Medikamente sind die Calciumkanalblocker, etwa Verapamil und Diltiazem. Dadurch, dass der Calciumeinstrom in die Zellen blockiert wird, kommt es zu einer Verminderung der Schlagkraft des Herzens und einer erniedrigten Herzfrequenz. Die antiarrhymische Wirkung beruht darauf, dass die Überleitungszeit am AV-Knoten verlängert ist.

                    Es gibt weitere neuere Antiarrhythmika, die nicht in diesem System erfasst sind, dazu gehören zu Beispiel Dronedaron, das zum Beilspiel zur Rezidivprophylaxe bei Vorhofflimmern eingesetzt wird.

                    Kardioversion ist ein kardiologisches Verfahren, das angewendet wird, um den normalen Herzrhythmus (Sinusrhythmus) bei bestimmten Arten von Herzrhythmusstörungen, vor allem beim Vorhofflimmern, wiederherzustellen.

                    Dabei gibt es zwei Hauptmethoden:

                    • die elektrische und
                    • die medikamentöse Kardioversion.

                    Die elektrische Kardioversion erfolgt mittels eines kurzen Stromstoßes, eines Elektroschocks, der über zwei Elektroden, die auf der Brust angebracht sind, abgegeben wird. Dieser Impuls soll die unkontrollierte Erregungsbildung verhindern und das Herz anregen, wieder in einen normalen Rhythmus zurückzukehren. Damit der Eingriff nicht als schmerzhaft empfunden wird, wird der Patient vorher sediert.

                    Alternativ kann auch eine medikamentöse Kardioversion erfolgen. Hier werden antiarrhythmische wirksame Medikamente eingesetzt, um den Herzrhythmus zu normalisieren. Eingesetzt werden hier häufig Wirkstoffe wie Propafenon oder Flecainid. Diese Methode wird oft gewählt, wenn eine weniger invasive Behandlung bevorzugt wird oder der elektrische Impuls nicht geeignet ist. Aufgrund der Nebenwirkungen der Medikamente und des Anwendungsspektrums ist die medikamentöse Kardioversion nicht immer möglich. Anders als bei der elektrischen Kardioversion kann hier nicht sofort beurteilt werden, ob die Behandlung erfolgreich war.

                    Die Entscheidung, welche Art von Kardioversion erfolgen soll, wird individuell vom Arzt mit dem Patienten getroffen.

                    Da bei Patienten mit Vorhofflimmern ein erhöhtes Schlaganfallrisiko besteht, wird meist vor der Kardioversion mithilfe eines Schluckechos (TEE, Transösophageale Echokardiografie) ausgeschlossen, dass sich ein Blutgerinnsel im Vorhof befindet.

                    Die Katheterablation ist ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, das ebenfalls bei Rhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, Vorhofflattern, aber auch bei gefährlichen Kammertachykardien (Ventrikuläre Tachykardien) angewendet wird. Bei diesem Eingriff führt der Kardiologe einen dünnen Katheter über die Blutgefäße bis zum Herzen, um dort gezielt die Bereiche des Herzgewebes abzutragen, die die abnormen elektrischen Signale erzeugen, die das Herz aus dem Takt bringen. Dieser Prozess, auch als „Verödung“ bekannt, erfolgt unter minimaler Belastung und kann hohe Erfolgsraten aufweisen.

                    Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten für die Ablation:

                    • Verödung durch Hitze (Radiofrequenzablation)
                    • Verödung durch Kälte (Kryoablation)
                    • elektrische Impulse (Pulsed Field Ablation)

                    Die Katheterablation ist eine bewährte Methode, um die Symptome von Herzrhythmusstörungen dauerhaft zu lindern oder zu beseitigen, und reduziert in vielen Fällen die Notwendigkeit einer langfristigen Medikamenteneinnahme. Es gibt Studien, die zeigen, dass eine frühzeitige Katheterablation bei vielen Rhythmusstörungen vorteilhaft sein kann. Je länger Vorhofflimmern besteht, umso schwieriger wird die Behandlung.

                    Wichtig ist jedoch, dass die Entscheidung für eine Katheterablation gründlich mit einem spezialisierten Kardiologen besprochen wird, da das Risiko und der Nutzen individuell variieren können.

                    Schlägt das Herz zu langsam wie bei einem AV-Block oder einer Erkrankung des Sinusknotens, kann ein Herzschrittmacher notwendig werden. Bei Herzrhythmusstörungen, die zu Kammerflimmern führen könnten, wird ein Defibrillator eingesetzt.

                    Unterschiede zwischen Männern und Frauen

                    Dass Männer und Frauen verschieden sind, wissen wir alle. Das gilt auch bei Herzrhythmusstörungen.
                    Frauen mit Herzrhythmusstörungen stellen sich zum Beispiel später zu einer Ablationsbehandlung vor als Männer und ziehen dem invasiven Eingriff oft eine medikamentöse Behandlung vor. Auch bei den Herzrhythmusstörungen selbst gibt es typisch weibliche und typisch männliche Formen. Eine Form, die AV-Knoten-Reentry-Tachykardie, auch AVNRT genannt, kommt zum Beispiel vorwiegend bei Frauen vor. Diese Herzrhythmusstörung geht vom AV-Knoten aus, etwa zwei Drittel der Betroffenen sind weiblich. Bei einer anderen Rhythmusstörung, dem WPW-Syndrom (Wolff-Parkinson-White-Syndrom), sind zu zwei Dritteln Männer betroffen. Bei dieser speziellen Form existiert eine zusätzliche Leitungsbahn zwischen Vorhof und Herzkammer. Interessant ist auch, dass Frauen von Vorhofflimmern zwar seltener betroffen sind, aber sie, wenn es auftritt, stärker darunter leiden. Kommt es dadurch zum Schlaganfall, verläuft dieser bei Frauen oft auch schwerer und führt häufiger zu bleibenden Beeinträchtigungen.

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                    Mehr über die Autorin

                    Diesen Artikel verfasste unsere Apothekerin Birgit Hartel.

                    Birgit Hartel ist Apothekerin und als Pharmazeutin bei DocMorris tätig. Sie ist besonders interessiert an den Themenbereichen Diabetes und Onkologie. Ihr Herzensanliegen ist es, komplexe Therapien verständlich zu machen und Menschen in belastenden Situationen mit verlässlichen Informationen zur Seite zu stehen.

                    Stand: 13.06.2025

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                    Häufig gestellte Fragen zu Herzrhythmusstörungen

                    Herzrhythmusstörungen kann man auf verschiedene Arten einteilen, zum Beispiel nach dem Ort der Entstehung: ventrikuläre Arrhythmien entstehen in der Herzkammer und sind wesentlich gefährlicher als supraventrikuläre Arrhythmien, die in den Vorhöfen oder im AV-Knoten entstehen. Eine weitere Einteilung kann über die Herzfrequenz erfolgen: Schlägt das Herz zu schnell, spricht man von Tachykardie, schlägt es zu langsam von Bradykardie.

                    Zu den wichtigsten Arten von Herzrhythmusstörungen gehören: Extrasystolen, Vorhofflimmern, Vorhofflattern, Reizleitungsstörungen, wie zum Beispiel AV-Block, supraventrikuläre Tachykardien, Kammertachykardien bis zum Kammerflimmern und Herz-Kreislauf-Stillstand.

                    Viele kennen den Begriff „Herzfrequenzvariablität“ von Ihrer Smart Watch. Dieser Wert gibt an, wie variabel der Herzschlag auf Veränderungen reagiert. Ältere Menschen haben dabei wesentlich niedrigere Werte als jüngere, im Allgemeinen gilt: Je höher der Wert, umso gesünder ist das Herz. Dieser variable Herzschlag hat nichts mit einer krankhaften Störung zu tun und ist auch keine Herzrhythmusstörung - im Gegenteil, er ist ein Zeichen, dass mit dem vegetativen Nervensystem alles in Ordnung ist.

                    Bei einem durchschnittlichen Erwachsenen schlägt das Herz in Ruhe in der Regel zwischen 60- und 90-mal pro Minute. Leistungssportler haben häufig einen niedrigeren Ruhepuls, mit oft nur 50, manchmal auch 40 Schlägen pro Minute, bei Babys ist ein Ruhepuls von 120 bis 140 Schlägen pro Minute normal. Bei körperlicher Anstrengung, wenn der Körper mehr Sauerstoff braucht, schlägt das Herz schneller, nach Beendigung der Belastung sinkt die Herzfrequenz langsam wieder ab. Es können dabei Spitzenwerte von über 200 Schlägen pro Minute erreicht werden.

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                    Quellen und weiterführende Informationen:

                    Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

                    • https://www.gesundheitsinformation.de/herzrhythmusstoerungen.html
                    • https://www.gesundheitsinformation.de/wie-wird-eine-anfallsartige-vorhoftachykardie-behandelt.html#Wie-l%C3%A4sst-sich-das-Herzrasen-beenden
                    • https://www.gesundheitsinformation.de/wie-wird-der-herzrhythmus-gesteuert.html

                    Deutsche Herzstiftung

                    • https://herzstiftung.de/infos-zu-herzerkrankungen/herzrhythmusstoerungen/ursachen

                    Deutsche Schlaganfallhilfe

                    • https://www.schlaganfall-hilfe.de/de/verstehen-vermeiden/risiken-erkennen-und-vermeiden/schlaganfall-risiken/vorhofflimmern

                    Gelbe Liste

                    • https://www.gelbe-liste.de/krankheiten/herzrhythmusstoerungen
                    • https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Verapamil
                    • https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Amiodaron_21902

                    Uniklinik Heidelberg

                    • https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/verfahren/elektrische-und-medikamentoese-kardioversion-200581

                    Charité Berlin

                    • https://www.dhzc.charite.de/ratgeber/ablation/

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