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                    ² Allgemeine Gutscheinbedingungen: Soweit sich aus besonderen Bedingungen der jeweiligen Werbeaktion nichts Abweichendes ergibt, gilt für die Einlösung von Gutscheinen, Preisvorteilscodes und anderen insoweit gewährten Vorteilen (zusammen „Gutscheine“) Folgendes: Gutscheine sind ausschließlich im Rahmen von Bestellungen in unserem Online-Shop DocMorris.de und unserer DocMorris App, einmalig und nur im ausgelobten Aktionszeitraum einlösbar. Pro Kundenkonto ist pro Werbeaktion nur ein Gutscheincode einlösbar. Der Wert des im Bestellprozess eingegebenen Gutschein(code)s wird automatisch vom Rechnungsbetrag abgezogen. Einlösbar für unser Gesamtsortiment rezeptfreier Produkte inklusive reduzierter Ware. Nicht kombinierbar mit weiteren Aktionen oder Preisvorteilen, z.B. Sonderpreisen, die exklusiv über Dritte ausgelobt werden. Bei Eingabe eines Gutschein(code)s kann ein höherer Preis als der Sonderpreis zu Grunde gelegt werden. Ein den Rechnungsbetrag übersteigender Gutscheinwert verfällt. Die Auszahlung des Gutscheinwerts ist ausgeschlossen. Nicht einlösbar bei Sammelbestellungen. Für die Prüfung der Gültigkeit des Gutscheins müssen Sie sich in Ihr Kundenkonto einloggen.

                    ³ Dieser Preis gilt für die Auswahl Kassenrezept inkl. Zuzahlung.

                    *UVP = Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers; * AVP = Der für den Fall der Abgabe zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse (KK) vom pharmazeutischen Unternehmer zum Zwecke der Abrechnung der Apotheken mit den Krankenkassen gegenüber der Informationsstelle für Arzneispezialitäten GmbH (IFA) angegebene einheitliche Produkt-Abgabepreis im Sinne des § 78 Abs. 3 S. 1, 2. HS AMG, der von der KK im Ausnahmefall der Erstattung abzüglich 5 % an die Apotheke ausgezahlt wird.

                    **Gilt für alle gültigen E-Rezepte, die im Zeitraum von Montag bis Donnerstag bis 20 Uhr und Freitag bis 13 Uhr digital bei uns eingehen. E-Rezepte die Freitag nach 13:00 eingehen, werden am Montag zugestellt. E-Rezepte die zwischen Samstag 00:00 Uhr und Sonntag 24:00 Uhr eingehen, werden am Dienstag zugestellt. Von der Lieferung am nächsten Tag ausgenommen sind spezielle Rezepturen, Medikamente oder von einem Rahmenvertrag der Krankenkasse des Patienten vorgesehene Austausch-Medikamente, die aufgrund von Lieferengpässen nicht verfügbar sind, zu kühlende Medikamente, sowie Rezepte, die eine pharmazeutische Klärung mit Ihnen oder Ihrem Arzt erfordern oder die aus pharmazeutischen Gründen nicht beliefert werden dürfen. Für die pharmazeutische Klärung ist die Angabe Ihrer Telefonnummer notwendig. Um Ihnen die schnellstmögliche Lieferung Ihrer rezeptpflichtigen Artikel anbieten zu können, kann es in Ausnahmefällen zu einem nachträglichen Austausch des Versanddienstleisters kommen. Die Lieferung am nächsten Tag gilt nicht für Bestellungen, bei denen eine Packstation als Lieferadresse angegeben wurde. Sofern der Tag oder der nächste Tag nach Ihrer Bestellung ein Feiertag in NRW und / oder ein Feiertag an Ihrem Wohnort ist, erfolgt die Lieferung am ersten Werktag, der kein Feiertag mehr ist. In Fällen höherer Gewalt erfolgt die Lieferung ebenfalls erst an dem Werktag, der keine Feiertag ist, der auf das Ende des Ereignisses höherer Gewalt folgt.

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                    Zusammenfassung

                    Während eines Virusinfekts ist körperliche Ruhe essenziell. Sportliche Aktivitäten können das Herz belasten und unter Umständen eine Myokarditis auslösen – eine gefährliche Herzmuskelentzündung, die langfristige Folgen wie eine chronische Herzschwäche nach sich ziehen kann. Meistens ist es gar nicht einfach, die Symptome sofort zu erkennen. Viele Betroffene fühlen sich schlapp, bekommen schlecht Luft oder das Herz stolpert. Das klingt im Zusammenhang mit einem Infekt erst einmal eher harmlos, kann aber unbehandelt gravierende Folgen haben bis hin zu dauerhaften Herzschädigungen oder sogar zum plötzlichen Herztod. Wird die Erkrankung früh erkannt und behandelt – vor allem durch körperliche Schonung – heilt sie oft vollständig aus. Deshalb gilt: Bei anhaltenden Beschwerden nach einem Infekt lieber einmal mehr zum Arzt gehen – das kann Leben retten.

                    Was ist eine Herzmuskelentzündung?

                    Eine Herzmuskelentzündung, medizinisch „Myokarditis“ genannt, ist eine Entzündung des Herzmuskels, des Myokards. Häufig sind davon junge sportliche Menschen betroffen.

                    Meistens ist ein verschleppter Virusinfekt wie eine Erkältung oder Grippe die Ursache. Aber auch Bakterien, Pilze, oder nicht-infektiöse Ursachen wie Medikamente oder Autoimmunreaktionen können sie in seltenen Fällen auslösen. Wird der Infekt nicht richtig auskuriert, können sich Zellen im Muskelgewebe des Herzens, dem sogenannten Myokard, entzünden.

                    Das Tückische daran ist, dass viele gar nicht merken, dass sie eine Myokarditis haben, weil die Symptome oft unspezifisch sind. Man fühlt sich schlapp, hat vielleicht Brustschmerzen, Atemnot oder Herzstolpern – also Beschwerden, die auch bei anderen Krankheiten vorkommen.

                    Wenn man sich nach einer Infektion nicht richtig auskuriert und zu früh wieder Sport macht, kann das die Entzündung verschlimmern. Im schlimmsten Fall kann es zu Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche oder sogar plötzlichem Herztod kommen – besonders bei jungen, sportlichen Menschen. Bei einer akuten Herzmuskelentzündung sind Ruhe, manchmal sogar Bettruhe, und körperliche Schonung wichtig.

                    Auch wenn Kinder seltener betroffen sind, ist die Myokarditis eine der häufigsten Ursachen für Herzprobleme im Kindesalter.

                    Deshalb ist es wichtig, auf Warnsignale des Körpers zu hören und bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einzuholen. Wer sich bei Infekten ausreichend schont, schützt damit auch sein Herz.


                    Was sind die Gründe für eine Herzmuskelentzündung?

                    Es gibt viele verschiedene Ursachen für eine Herzmuskelentzündung, die häufigsten sind Virusinfektionen.

                    Die häufigste Ursache einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) ist eine Infektion mit Viren. Besonders nach einem grippalen Infekt oder einer Magen-Darm-Erkrankung können Viren über das Blut bis zum Herzmuskel gelangen und dort eine Entzündung auslösen. Typische Erreger sind das Parvovirus B19 (Auslöser der Ringelröteln), Herpesviren, aber auch Influenza (Grippe)- oder Coxsackie-Viren, Epstein-Barr-Virus (EBV) und Enteroviren. Auch Hepatitis-C-Viren (HCV) werden in einigen Fällen mit Myokarditis in Verbindung gebracht. In seltenen Fällen können auch Bakterien, Pilze oder Parasiten eine Myokarditis verursachen.

                    Neben infektiösen Auslösern können auch nicht-infektiöse Faktoren eine Herzmuskelentzündung verursachen. Dazu zählen vor allem Autoimmunerkrankungen wie Lupus erythematodes, rheumatoide Arthritis, Sarkoidose oder Sklerodermie, bei denen das Immunsystem fälschlicherweise körpereigenes Gewebe – unter Umständen auch den Herzmuskel – angreift. Auch bestimmte Medikamente (z. B. einige Chemotherapeutika, Antibiotika oder Immuntherapien) sowie toxische Substanzen wie Alkohol oder Kokain können eine Entzündungsreaktion im Herzmuskel auslösen. In seltenen Fällen tritt eine Myokarditis auch im Rahmen von postinfektiösen Immunreaktionen oder systemischen Entzündungserkrankungen wie dem Kawasaki-Syndrom auf.

                    Ein weiterer Risikofaktor ist körperliche Belastung während oder kurz nach einem Infekt. Wer sich zu früh wieder sportlich betätigt, riskiert, dass sich eine beginnende Myokarditis verschlimmert, im schlimmsten Fall chronisch wird. Deshalb rät die Deutsche Herzstiftung dringend dazu, Infekte vollständig auszukurieren, bevor man wieder sportlich aktiv wird.

                    !!!! Kinder und Erwachsene stecken sich häufig mit einem harmlosen grippalen Infekt oder einer Erkrankung des Magen-Darm-Trakts an. Nach ein paar Tagen fühlt man sich oft schon wieder fit – und der Gedanke, direkt wieder zum Sport zu gehen, liegt nahe. Doch genau davor warnt die Deutsche Herzstiftung eindringlich.

                    Wer sich zu früh körperlich belastet, riskiert ernsthafte Folgen. Denn eine nicht vollständig auskurierte Infektion kann eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) begünstigen – mit möglichen Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen oder im schlimmsten Fall sogar plötzlichem Herztod.

                    Deshalb unser Appell: Geben Sie Ihrem Körper die Zeit, die er braucht, um vollständig zu genesen. Auch wenn es schwerfällt – ein paar Tage mehr Ruhe können entscheidend sein, um das Herz zu schützen. Vorbeugen ist hier wirklich besser als heilen.

                    In sehr seltenen Fällen kann eine Impfung, gegen Grippe oder mit mRNA-Impfstoffen gegen COVID-19, eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) auslösen. Die typischen Symptome treten meist innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung auf, oft sogar schon nach wenigen Tagen. Der Verlauf ist in der Regel mild und heilt meist ohne bleibende Schäden aus. Studien zeigen, dass das Risiko einer Myokarditis nach einer SARS-CoV-2-Infektion deutlich höher ist als nach der Impfung.

                    Was passiert bei einer Herzmuskelentzündung?

                    Unser Körper hat täglich mit Viren und anderen Erregern zu tun – das ist ganz normal. Meistens wehrt unser Immunsystem sie erfolgreich ab. Doch manchmal schaffen es die Erreger bis zum Herzmuskel. Manche greifen die Herzmuskelzellen direkt an, andere lösen über eine übertriebene Immunreaktion eine Entzündung aus. Dann spricht man von einer Herzmuskelentzündung oder Myokarditis. Manchmal ist auch der Herzbeutel mit betroffen, das nennt man dann Perikarditis.

                    Meistens heilt die Entzündung von selbst wieder aus. Der Körper repariert die Schäden, ohne dass etwas zurückbleibt. Aber nicht immer gelingt es dem Körper, die Entzündung zu kontrollieren. Bei einem Teil der betroffenen Personen mit einer Herzmuskelentzündung bleibt leider eine dauerhafte Herzschwäche zurück – oder sie entwickelt sich später. Dann werden die Zellen im Herzmuskel und im umliegenden Gewebe weiter geschädigt. Dadurch kommt es zu Vernarbungen im Herzmuskel, wodurch die Pumpleistung abnimmt. Fachleute nennen das „entzündliche dilatative Kardiomyopathie“. Dies führt zur Herzschwäche (Herzinsuffizienz) mit Symptomen wie Kurzatmigkeit, Leistungsschwäche und Wassereinlagerungen. Besonders junge Männer sind häufiger und schwerer betroffen.

                    Neben infektiösen Ursachen gibt es auch autoimmune Formen, bei denen das Immunsystem den Herzmuskel irrtümlich angreift.

                    Symptome- Wie macht sich eine Herzmuskelentzündung bemerkbar?

                    Am Anfang sieht alles nach einem normalen Infekt aus: Müdigkeit, Gliederschmerzen, Fieber, Husten oder Schnupfen – nichts Ungewöhnliches. Doch wenn diese Beschwerden länger anhalten oder sich verschlimmern, kann mehr dahinterstecken. Eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) zeigt sich oft erst einige Wochen nach einer Infektion. Viele Betroffene merken zunächst nichts davon. Doch wenn die Erschöpfung nicht nachlässt oder neue Symptome dazukommen, sollte man aufmerksam werden.

                    Typische erste Anzeichen sind:

                    • anhaltende Abgeschlagenheit, extreme Müdigkeit
                    • Kurzatmigkeit, Atemnot
                    • Brustschmerzen
                    • Herzstolpern oder Herzrasen
                    • Wassereinlagerungen in den Beinen (Ödeme)
                    • Schwindel
                    • Ohnmachtsanfälle

                    Diese Beschwerden ähneln oft denen einer Herzschwäche. In jedem Stadium der Erkrankung können lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auftreten – im schlimmsten Fall kommt es zum plötzlichen Herztod.

                    Diagnose

                    Wie erkennt der Arzt eine Herzmuskelentzündung?

                    Eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) kann sich hinter harmlos wirkenden Erkältungssymptomen verstecken – etwa Müdigkeit, Gliederschmerzen oder leichtem Fieber. Aus diesen Beschwerden allein lassen sich keine klaren Rückschlüsse über eine Herzmuskelentzündung ziehen.

                    Um der Ursache auf den Grund zu gehen, fragt der Arzt oder die Ärztin zunächst nach früheren Infekten und aktuellen Beschwerden (Anamnese). Anschließend hört er das Herz mit dem Stethoskop ab, um mögliche Auffälligkeiten bei den Herztönen zu erkennen.

                    Besteht der Verdacht auf eine Myokarditis, folgt meist ein Elektrokardiogramm (EKG). Dabei werden die elektrischen Ströme des Herzens aufgezeichnet. So lassen sich Störungen im Herzrhythmus oder Hinweise auf eine Entzündung erkennen. Allerdings schließt ein unauffälliges EKG eine Herzmuskelentzündung nicht unbedingt aus.

                    Zur genaueren Beurteilung der Herzfunktion erfolgt häufig eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie, Herz-Echo), die in der Regel beim Kardiologen durchgeführt wird. Sie zeigt, wie gut das Herz pumpt, ob die Herzkammern geweitet sind, die Herzwände dünner werden und ob auch der Herzbeutel entzündet ist, also eine Perikarditis vorliegt.

                    Zusätzlich werden Blutuntersuchungen gemacht. Es gibt keinen Wert, der eine Myokarditis sicher anzeigt. Stattdessen nutzen Ärzte mehrere Werte, die Hinweise auf Entzündungen oder Herzschäden geben. Eine große Rolle spielen dabei die Herzenzyme, sogenannte kardiale Marker. Das sind bestimmte Enzyme, die fast nur im Herzmuskelgewebe vorkommen und bei einer Schädigung von Herzmuskelzellen freigesetzt werden.

                    Die wichtigsten Werte, die bei einem Verdacht auf Myokarditis bestimmt werden können, sind:

                    • Troponin T steigt oft an, wenn Herzmuskelzellen geschädigt sind. Es ist der wichtigste Marker für Herzmuskelschäden, kann aber auch bei einem Herzinfarkt erhöht sein – daher allein nicht eindeutig.
                    • CRP (C-reaktives Protein) zeigt Entzündungen im Körper an, jedoch nicht, ob das Herz betroffen ist.
                    • CK (Creatinkinase), besonders die CK-MB-Fraktion, weist auf Muskelschädigungen hin und ist herzspezifischer.
                    • BNP oder NT-proBNP deuten auf eine Herzschwäche hin, sind aber nicht spezifisch für eine Myokarditis.
                    • Virologische Tests können helfen, mögliche Erreger zu identifizieren.
                    • Leukozytenzahl steigt bei Entzündungen, auch bei viralen Infekten, an.

                    Manchmal reichen die Informationen aus EKG und Herzecho nicht aus und andere bildgebende Verfahren wie eine Magnetresonanztomografie des Herzens (Kardio-MRT) kommen zum Einsatz. Die MRT liefert besonders detaillierte Bilder und hilft, das Ausmaß und die genaue Stelle der Entzündung im Herzmuskel zu bestimmen. Dazu wird dem Patienten meist eine kleine Menge des Kontrastmittels Gadolinium gespritzt.

                    Wenn Symptome und Untersuchungen auf einen Herzinfarkt hindeuten oder die Herzleistung stark eingeschränkt ist, kann ein Linksherzkatheter nötig sein. Dabei wird ein dünner Schlauch über eine Arterie zum Herzen geführt, um die Herzkranzgefäße sichtbar zu machen und andere Erkrankungen auszuschließen.

                    In manchen Fällen wird auch über einen Herzkatheter eine winzige Gewebeprobe direkt aus dem Herzen entnommen (Myokardbiopsie). Das ist die einzige Möglichkeit, Klarheit über die genaue Ursache der Herzmuskelentzündung zu gewinnen. Da dies mit Risiken verbunden ist, wird diese Biopsie nur durchgeführt, wenn die Ärzte davon ausgehen, dass das Ergebnis die Therapie entscheidend beeinflusst.

                    Therapie- Wie kann man eine Herzmuskelentzündung behandeln?

                    Nicht jede Herzmuskelentzündung muss behandelt werden. Bei schweren Verläufen kommen Medikamente zum Einsatz, um die Herzfunktion zu stabilisieren und Entzündungen zu bremsen. Wichtig ist vor allem Ruhe – oft sogar Bettruhe. Sport, Schulsport und körperlich anstrengende Arbeit sind bei einer akuten Herzmuskelentzündung für mindestens drei Monate tabu. Die Dauer der Erkrankung ist von Person zu Person verschieden und hängt vom Schweregrad ab. Bei leichten oder symptomlosen Verläufen sind meist keine weiteren Therapien nötig. Trotzdem kann es auch bei diesen leichten Fällen bis zur vollständigen Heilung Wochen bis Monate dauern.

                    Wichtig zu beachten: Schmerzmittel wie Ibuprofen (Spezialartikel: Ibuprofen), Acetylsalicylsäure (ASS) oder Diclofenac, ist bei einer akuten Herzmuskelentzündung kontraindiziert. Das heißt, sie dürfen nicht eingenommen werden, da sie den Krankheitsverlauf verschlechtern können.

                    Zur Unterstützung des Herzens und Stabilisierung der Herzfunktion können ähnliche Medikamente wie bei einer Herzinsuffizienz eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise ACE-Hemmer, Sartane, Betablocker, Diuretika oder Aldosteronantagonisten.

                    Liegt eine bakterielle Ursache vor, sind Antibiotika nötig. Bei einer viralen Ursache werden Virostatika nur in ganz speziellen Fällen angewendet.

                    Manchmal bleibt die Immunreaktion aktiv, obwohl das Virus bereits verschwunden ist. Bei einer solchen virusfreien chronischen Myokarditis kommt eine Behandlung mit Kortison oder anderen Immunsuppressiva, wie sie in spezialisierten Zentren durchgeführt wird, infrage.

                    Bei Komplikationen können auch Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika) oder sogar ein Herzschrittmacher notwendig werden.

                    Wichtig sind regelmäßige Kontrollen beim Kardiologen, anfangs engmaschig, später in größeren Abständen – auch nach Abheilung und auch nach einem milden Verlauf.

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                    Mehr über die Autorin

                    Diesen Artikel verfasste unsere Apothekerin Birgit Hartel.

                    Birgit Hartel ist Apothekerin und als Pharmazeutin bei DocMorris tätig. Sie ist besonders interessiert an den Themenbereichen Diabetes und Onkologie. Ihr Herzensanliegen ist es, komplexe Therapien verständlich zu machen und Menschen in belastenden Situationen mit verlässlichen Informationen zur Seite zu stehen.

                    Stand: 13.05.2025

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                    Häufig gestellte Fragen zum Herzmuskelentzündung

                    Erkältungen und grippale Infekte sind häufig Ausgangspunkt für eine Myokarditis. Viren, die für eine harmlose Erkältung oder Grippe verantwortlich sind, können im Körper verbleiben und den Herzmuskel angreifen. Insbesondere, wenn eine Infektion nicht vollständig auskuriert wird, besteht die Gefahr, dass sie die Herzmuskelzellen erreichen und eine Entzündung auslösen. Diese Prozesse können selbst bei jungen, gesunden Menschen zu ernsthaften Herzproblemen führen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, Erkältungen und grippale Infekte nicht zu unterschätzen und dem Körper ausreichend Zeit zur Genesung zu geben.

                    Die Heilung einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) kann mehrere Wochen bis Monate dauern, abhängig vom Schweregrad und der Ursache der Entzündung. In leichten Fällen kann sie innerhalb von sechs bis acht Wochen vollständig ausausheilen, vorausgesetzt, es wird konsequent geschont und medizinisch betreut. In schwereren Fällen oder wenn Komplikationen auftreten, kann die Genesung mehrere Monate in Anspruch nehmen und Folgeerkrankungen wie Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen nach sich ziehen.

                    Wichtig ist eine strikte körperliche Schonung, insbesondere in den ersten Wochen, sowie regelmäßige ärztliche Kontrollen. Eine zu frühe Belastung kann das Risiko für bleibende Herzschäden oder eine chronische Herzschwäche erhöhen.

                    Ja, ein Magen-Darm-Infekt kann tatsächlich eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) auslösen. Ursache sind meist Viren, die zunächst den Verdauungstrakt befallen und sich dann über die Blutbahn bis zum Herzmuskel ausbreiten. Dort können sie eine Entzündungsreaktion hervorrufen, die die Herzfunktion beeinträchtigt. Besonders gefährlich ist körperliche Anstrengung während oder kurz nach dem Infekt, da sie das Risiko für eine Myokarditis erhöht. Symptome wie Müdigkeit, Atemnot oder Herzrhythmusstörungen sollten ernst genommen werden. Eine ärztliche Abklärung ist wichtig, um Komplikationen zu vermeiden und eine gezielte Behandlung einzuleiten .

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                    Quellen und weiterführende Informationen:

                    Deutsche Herzstiftung https://herzstiftung.de/infos-zu-herzerkrankungen/herzmuskelentzuendung

                    Leitlinie Myokarditis der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-2039-2604.pdf

                    Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V. https://dzhk.de/erkrankungen/ueberblick/myokarditis-herzmuskelentzuendung

                    Pharmazeutische Zeitung PZ https://www.pharmazeutische-zeitung.de/myokarditis-attacke-auf-den-herzmuskel-121428/

                    Robert Koch-Institut https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/COVID-19/FAQ_Liste_Sicherheit.html

                    Doccheck https://flexikon.doccheck.com/de/Herzenzym

                    Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung https://dgk.org/daten/16_Ukena.pdf

                    Abklärung, Bildgebung und Differenzialdiagnose bei Myokarditis, J. A. Luetkens, C. P. Nähle, J. Dörner https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0042-102041.pdf

                    Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und Angeborene Herzfehler https://register.awmf.org/assets/guidelines/023-025l_S2k_Myokarditis-im-Kindes-und-Jugendalter_2022-10.pdf

                     Bundesministerium für Gesundheit https://gesund.bund.de/akute-herzmuskelentzuendung

                    Gelbe Liste https://www.gelbe-liste.de/krankheiten/myokarditis

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