Zusammenfassung

Das Broken-Heart-Syndrom (Tako-Tsubo-Kardiomyopathie) ist eine plötzliche, stressbedingte Funktionsstörung des Herzmuskels, meist nach emotionalen Belastungen wie Trauer oder Schock. Es betrifft vor allem Frauen nach den Wechseljahren und ähnelt in seinen Symptomen einem Herzinfarkt: Brustschmerzen, Atemnot, Herzrasen. Anders als beim Infarkt sind die Herzkranzgefäße jedoch nicht verengt. Typisch ist eine ballonartige Erweiterung der linken Herzkammer. Ursache ist eine Überflutung mit Stresshormonen wie Adrenalin, eventuell begünstigt durch Hormonmangel oder genetische Veranlagung. Die Diagnose erfolgt per EKG, Bildgebung und Herzkatheter. Meist heilt die Erkrankung folgenlos aus, kann aber Komplikationen verursachen. Behandelt wird mit Herzmedikamenten und Stressbewältigung. Neue Studien prüfen entzündungshemmende Therapien wie Cyclosporin A.