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                    ³ Dieser Preis gilt für die Auswahl Kassenrezept inkl. Zuzahlung.

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                    Zusammenfassung

                    Arteriosklerose und Atherosklerose, im Volksmund auch Arterienverkalkung genannt, werden im allgemeinen Sprachgebrauch häufig synonym verwendet. Streng genommen ist Arteriosklerose aber ein Überbegriff und bezeichnet allgemein eine Verhärtung oder eine Verdickung der Gefäßwände der Arterien – also der Blutgefäße, die das Blut vom Herzen weg transportieren. Die Atherosklerose ist eine Unterform davon, bei der sich Fette, Cholesterin und andere Stoffe an den Innenwänden der Arterien ablagern. Werden die Gefäße dadurch verengt oder sogar verstopft und der Blutfluss verhindert, kann das schlimme Folgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Durchblutungsstörungen in den Beinen Folgen haben. Zum Glück kann man viele Risikofaktoren vermeiden.

                    Was ist Arteriosklerose?

                    Arteriosklerose ist ein allgemeiner medizinischer Begriff für die Verhärtung (Sklerose) und Verdickung der Arterien (Arterio-). Diese Veränderungen können durch verschiedene Prozesse entstehen und verschiedene Arten von Arterien betreffen. Deswegen kann man drei verschiede Arten unterschieden:

                    Atherosklerose Die häufigste Form, betrifft mittelgroße und große Arterien. Ursache sind Plaques – fetthaltige Ablagerungen, die die Gefäßwand verhärten.
                    Arteriolosklerose Verdickung kleiner Arterien (Arteriolen), wodurch sich die Gefäße verengen und Organe schlechter durchblutet werden. Häufig ausgelöst durch Bluthochdruck oder Diabetes.
                    Mönckeberg-Sklerose Auch Mediasklerose genannt. Vor allem bei älteren Menschen, oft in Verbindung mit Diabetes oder chronischer Niereninsuffizienz. Hier verkalkt die Gefäßwand und wird steif – ohne dass sich das Lumen verengt.


                    Arteriosklerose spielt eine bedeutende Rolle bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, vor allem der koronaren Herzkrankheit (KHK). Diese Krankheiten zählen zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Allein in Deutschland erleiden jedes Jahr etwa 280 000 Menschen einen Herzinfarkt und 200 000 einen Schlaganfall. Viele davon sterben. Tatsächlich wäre es möglich, durch rechtzeitige Behandlung von Bluthochdruck und zu hohen Cholesterinwerten, einen Großteil davon zu verhindern.

                    Auch Durchblutungsstörungen in den Beinen, die sogenannte Schaufensterkrankheit, medizinisch als periphere arterielle Verschlusskrankheit bezeichnet, kann durch Arteriosklerose ausgelöst werden. Dabei kommt es zu Schmerzen in den Extremitäten und einem erhöhten Infektionsrisiko.

                    Atherosklerose – eine spezielle Form

                    Atherosklerose ist eine spezielle Form der Arteriosklerose, bei der es zu Ablagerungen von Fett, Cholesterin, Zellresten und Kalk in der innersten Schicht der Arterienwand (Tunica intima) kommt. Diese Ablagerungen, sogenannte Plaques, führen zu einer Verengung der Gefäße und können Entzündungsprozesse auslösen. Atherosklerose ist die häufigste Form der Arteriosklerose und oft die Ursache von kardiovaskulären Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.

                    Wie Atherosklerose entsteht

                    Die Wand einer Arterie besteht aus mehreren Schichten. Die innerste Schicht, das Endothel, ist normalerweise glatt und schützt die Arterie. Wird diese Schicht beschädigt, beginnt ein Prozess: Bestimmte weiße Blutkörperchen, wie Monozyten und T-Zellen, wandern in die Arterienwand ein. Dort verwandeln sie sich in sogenannte Schaumzellen, die Cholesterin und andere Fette aufnehmen.

                    Mit der Zeit wandern auch glatte Muskelzellen aus tieferen Schichten in die Innenschicht und vermehren sich ebenso. Zusätzlich lagern sich Bindegewebe, Cholesterinkristalle, Zellreste und Kalzium ab. So entsteht eine Masse, die man Atherom oder atherosklerotische Plaque nennt.

                    Diese Plaques können die Arterien verengen oder sogar verschließen, wodurch der Blutfluss gestört wird. Manche Plaques platzen auch auf. Dabei gelangen ihre Inhalte in den Blutstrom und können die Bildung von Blutgerinnseln auslösen. Diese Gerinnsel können die Arterie plötzlich blockieren –eine häufige Ursache für Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Manchmal lösen sich auch Teile der Plaque oder des Gerinnsels ab und verstopfen weiter entfernte Gefäße.

                    Ursachen und Risikofaktoren

                    Was löst Arteriosklerose aus?

                    Es gibt viele verschiedene Ursachen für eine Arteriosklerose. Das Gute daran ist, dass viele Risikofaktoren beeinflussbar sind und bewusst vermieden werden können.

                    !!! So könnten zum Beispiel durch eine gesunde Ernährung, ausreichende körperliche Bewegung, Rauchverzicht und Vermeidung von Übergewicht viele Fälle vermieden werden. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass Cholesterinspiegel, Blutdruck- und Blutzuckerwerte im Normbereich liegen und eventuell verordnete Medikamente regelmäßig eingenommen werden.

                    Zu den beeinflussbaren Risikofaktoren gehören:

                    Ein zu hoher Cholesterinspiegel – insbesondere ein erhöhter LDL-Cholesterinwert („schlechtes“ Cholesterin) – ist ein bedeutender Risikofaktor für Atherosklerose, weil er direkt zur Bildung von Plaques in den Arterien beiträgt. Ist zu viel davon im Blut vorhanden, kann es sich in der inneren Schicht der Arterienwand ablagern – besonders an Stellen, wo das Endothel bereits geschädigt ist.

                    Bei dauerhaft erhöhtem Blutdruck (Hypertonie) wird die innere Auskleidung der Arterien, das sogenannte Endothel, stark belastet. Diese empfindliche Schicht schützt normalerweise die Gefäßwand und sorgt für einen reibungslosen Blutfluss. Durch den hohen Druck entstehen jedoch kleine Verletzungen im Endothel. An diesen beschädigten Stellen lagern sich leicht Fette, insbesondere Cholesterin, ab und können Plaques bilden. So kann Bluthochdruck direkt zur Entstehung und zum Fortschreiten der Arteriosklerose beitragen und das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall deutlich erhöhen.

                    Tabakrauch kann die Blutgefäße schädigen, und zwar auf vielfältige Weise.

                    Der eingeatmete Tabakrauch enthält zahlreiche giftige und entzündungsfördernde Substanzen, die direkt das Endothel, die innere Auskleidung der Arterien, angreifen. Diese Schädigung macht die Gefäßwand anfälliger für die Einlagerung von Fetten, insbesondere von LDL-Cholesterin, was die Bildung von Plaques fördert.

                    Zudem senkt Rauchen den Spiegel des „guten“ HDL-Cholesterins, das normalerweise überschüssiges Cholesterin aus den Gefäßen abtransportiert.

                    Auch Entzündungsprozesse im Körper werden gefördert und die Gerinnungsneigung des Bluts wird erhöht, was ebenfalls die Bildung von Plaques fördert.

                    !!! Auch Passivrauchen kann die Blutgefäße schädigen. Laut dem DKFZ (Deutsches Krebsforschungszentrum) haben Personen, die mit einem Raucher zusammenleben, ein 25- bis 30 Prozent erhöhtes Risiko an koronarer Herzkrankheit zu erkranken.

                    Gefäßverkalkungen sind bei Menschen mit Diabetes oft deutlich stärker ausgeprägt, sie schreiten schneller voran. Arteriosklerose ist eine sogenannte makrovaskuläre Folgeerkrankung des Diabetes. Tatsächlich stellen Herz-Kreislauferkrankungen sogar die häufigste Todesursache für Menschen mit Diabetes dar. Daran sind mehrere Faktoren beteiligt. Zum einen schädigt ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel die Innenwand der Blutgefäße, wodurch die Einlagerung von fetten, der zentrale Mechanismus der Arteriosklerose, ausgelöst wird. Insulinresistenz, – ein Kennzeichen des Typ-2-Diabetes – geht zum anderen mit chronischen Entzündungsprozessen einher, die die Gefäßverkalkung beschleunigen können. Außerdem leiden viele Menschen mit Diabetes Typ 2 an Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht und Bluthochdruck, was ebenfalls zu den Hauptursachen für Arteriosklerose gehört. Ein gutes Diabetesmanagement kann das Risiko deutlich verringern.

                    Ein paar Kilo zu viel am Bauch? Das sieht oft harmlos aus – ist es aber nicht. Denn gerade das sogenannte viszerale Fett, das sich rund um die Bauchorgane beim „Apfeltypen“ ansammelt, gilt als besonders riskant für die Gesundheit. Mediziner sprechen von stammbetonter Adipositas – und die erhöht das Risiko für Arteriosklerose deutlich. Was viele nicht wissen: Bauchfett ist kein passiver Energiespeicher, sondern ein aktives Stoffwechselorgan. Es produziert entzündungsfördernde Botenstoffe, die im Körper weitreichende Folgen haben können. Diese Substanzen greifen unter anderem die Innenwände der Blutgefäße an – ein erster Schritt in Richtung Plaquebildung und Gefäßverengung.

                    Ein Mangel an körperlicher Bewegung gilt als bedeutender Risikofaktor für die Entstehung koronarer Herzkrankheiten. Studien und praktische Erfahrungen zeigen, dass selbst moderate, aber regelmäßige Bewegung das Risiko deutlich senken und die Sterblichkeit verringern kann. Darüber hinaus wirkt sich körperliche Aktivität positiv auf weitere Risikofaktoren der Atherosklerose aus, indem sie hilft, den Blutdruck, den Cholesterinspiegel und das Körpergewicht zu reduzieren sowie die Insulinempfindlichkeit zu verbessern.

                    Wer regelmäßig Obst und Gemüse isst, lebt gesünder – das ist bekannt. Doch was genau schützt das Herz? Studien zeigen: Eine pflanzenreiche Ernährung kann das Risiko für koronare Herzkrankheiten deutlich senken. Ob das an bestimmten Inhaltsstoffen wie Flavonoiden liegt oder daran, dass Obstliebhaber generell gesünder essen, ist noch nicht abschließend geklärt.

                    Flavonoide, enthalten in roten Trauben, Rotwein, Schwarztee oder dunklem Bier, stehen besonders im Fokus. Sie könnten erklären, warum Franzosen trotz hoher Fettzufuhr und häufigerem Rauchen seltener an Herzkrankheiten leiden – das sogenannte „französische Paradoxon“.

                    Auch Ballaststoffe spielen eine Rolle: Sie senken Cholesterin, Blutzucker und Insulinspiegel. Doch zu viel davon kann die Aufnahme wichtiger Nährstoffe behindern. Meist gehen ballaststoffhaltige Lebensmittel jedoch mit einem hohen Gehalt an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen einher.

                    Fette sind nicht per se schlecht – entscheidend ist die Art. Während gesättigte und Transfette (z. B. in Fast Food und Butter) das Risiko erhöhen, wirken ungesättigte Fette aus Nüssen, Pflanzenölen und Fisch schützend. Besonders wichtig: Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Dass Nahrungsergänzungsmittel eine klare Schutzwirkung zeigen, ist hingegen nicht bestätigt.

                    Risikofaktoren, die nicht beeinflussbar sind:

                    Viele Risikofaktoren können durch eine gesunde Lebensweise vermieden werden, es gibt allerdings auch einige, die sich nicht beeinflussen lassen. Dazu gehören:

                    Mit steigendem Alter erhöht sich das Risiko, da sich die Gefäßwände natürlicherweise verändern und Ablagerungen leichter entstehen können.

                    Männer sind statistisch häufiger von Arteriosklerose betroffen, was auf hormonelle und genetische Unterschiede zurückzuführen ist.

                    Eine familiäre Vorbelastung deutet auf genetische Faktoren hin, die das Risiko für die Erkrankung deutlich erhöhen können.

                    Was sind typische Symptome bei Arteriosklerose?


                    Erste Symptome

                    Arteriosklerose, die schrittweise Verengung der Arterien, entwickelt sich meist über viele Jahre hinweg und bleibt in den frühen Stadien häufig unbemerkt. Erst wenn die Gefäße bereits um mehr als 70 Prozent verengt sind, treten erste Symptome auf – oft unspezifisch, aber dennoch ernst zu nehmen.

                    Ein häufiges frühes Anzeichen ist ein Druck- oder Engegefühl in der Brust, bekannt als Angina pectoris. Dieses tritt vor allem bei körperlicher Belastung oder emotionalem Stress auf und weist darauf hin, dass das Herz nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Auch Atemnot bei Anstrengung kann ein erster Hinweis auf eine eingeschränkte Durchblutung sein.

                    Weitere mögliche Symptome sind Kribbeln, Krämpfe oder Taubheitsgefühle in Armen oder Beinen – Zeichen dafür, dass auch die Extremitäten nicht mehr optimal durchblutet und mit Sauerstoff versorgt werden. Müdigkeit, Schwindel oder ein unregelmäßiger Herzschlag können ebenfalls auftreten, wenn der Kreislauf insgesamt beeinträchtigt ist.

                    Diese Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden, insbesondere wenn mehrere Symptome gleichzeitig auftreten oder sich im Laufe der Zeit verstärken.


                    Wenn Symptome ernster werden

                    Im Verlauf einer Arteriosklerose nehmen die Beschwerden zu – sowohl in ihrer Intensität als auch in ihrer Bedeutung für die Gesundheit. Symptome, die auf eine eingeschränkte Durchblutung lebenswichtiger Organe hinweisen, werden deutlich spürbar.

                    Typisch sind zunehmende Müdigkeit und Atemnot bei schon geringer körperlicher Belastung. Auch die Angina pectoris kann sich verstärken, häufiger auftreten. Die Schmerzen können in die Schulter, den hals Arm, Oberbauch oder sogar in den Kiefer ausstrahlen.

                    Ein weiteres mögliches Krankheitsbild ist die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Dabei ist die Durchblutung der Beine gestört, was sich durch Schmerzen oder Krämpfe beim Gehen äußert – ein Phänomen, das auch als „Schaufensterkrankheit“ oder in Fachsprache als Claudicatio intermittens bekannt ist. Betroffene müssen regelmäßig stehen bleiben, weil die Schmerzen erst in Ruhe nachlassen. 

                    Mit dem Fortschreiten der Erkrankung steigt das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall. In solchen Fällen kann es zu einem plötzlichen Gefäßverschluss kommen, ein medizinischer Notfall.

                    Damit es nicht so weit kommt, ist es wichtig, die Beschwerden frühzeitig von einem Arzt abklären zu lassen. Durch eine rechtzeitige konsequente Behandlung kann das Fortschreiten verlangsamt und viele Komplikationen vermieden werden.

                    Folgeerkrankungen

                    Wenn bestimmte Körperteile nicht ausreichend durchblutet werden, kann das ernsthafte Folgen haben. Werden die Herzkrankgefäße nicht gut mit Blut versorgt, kann eine koronare Herzkrankheit (KHK) entstehen, werden die Gefäße vollständig verstopft, kann es zum Herzinfarkt kommen. Sind Gefäße im Gehirn blockiert, kommt es zu einem Schlaganfall. Verstopft das Blutgerinnsel eine Beinarterie, kann das eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) auslösen. 

                    Die KHK ist eine der häufigsten Folgeerkrankungen der Arteriosklerose. Werden die Herzkranzgefäße nicht ausreichend mit Blut versorgt, ist Angina pectoris ein typisches Symptom. mit dem typischen Druck- und Engegefühl in der Brust, das bis in die Schulter, den Arm dem Rücken, Oberbauch bis hin zum Kiefergelenk ausstrahlen kann.

                    Kommt es zu einem plötzlichen vollständigen Verschluss der Herzkrankgefäße, verstärkt sich dieses Gefühl plötzlich. Wenn noch Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Schwitzen hinzukommen, handelt es sich eventuell um einen akuten Herzinfarkt. In diesem Fall muss sofort ein Notarzt verständigt werden.

                    Arteriosklerose gilt auch als eine der Hauptursachen für Schlaganfälle. Die abgelagerten Plaques verengen die Gefäße und behindern den Blutfluss, davon können auch die Halsschlagadern oder Hirnarterien betroffen sein. Reißt eine Plaque auf, oder wird der Blutfluss dadurch so behindert, dass es zu Verwirbelungen kommt und das Blut nicht schnell genug fließt, kann ein Blutgerinnsel entstehen. Dieses kann entweder das betroffene Gefäß direkt verschließen oder mit dem Blutstrom ins Gehirn gelangen und dort ein Gefäß blockieren. Wird ein Teil des Gehirns nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt tritt ein ischämischer Schlaganfall ein. Innerhalb kürzester Zeit sterben Nervenzellen ab. Die Symptome reichen je nachdem, welches Arial betroffen ist von halbseitigen Lähmungserscheinungen bis hin zu Sprachstörungen. Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Rauchen oder Diabetes erhöhen die Gefahr erheblich.

                    Eine Arteriosklerose in den Extremitäten kann zur peripheren arteriellen Verschlusskrankheit führen. Diese macht sich vor allem in den Beinen bemerkbar. Schmerzen oder Krämpfe beim Gehen, die nach kurzer Pause wieder verschwinden, sind ein klassisches Anzeichen. Dieses Phänomen wird auch als „Schaufensterkrankheit“ bezeichnet, da Betroffene gezwungen sind, regelmäßig stehen zu bleiben. In fortgeschrittenem Stadium treten die Schmerzen auch in Ruhe auf. Durch die schlechte Durchblutung können Wunden nur noch schlecht heilen, die können sich leicht entzünden und es kann zu schweren Infektionen kommen. Vereinzelt kann sogar eine Amputation notwendig werden.

                    Nicht nur am Herzen, im Gehirn und an den Beinen kann ein Gefäßverschluss gravieren de Folgen haben. Sind zum Beispiel die Nierengefäße verengt (Nierenarterienstenose), treibt das den Blutdruck nach oben und die Gefahr eines Nierenversagens besteht.

                    Verkalkte Beckenarterien können -vor allem bei älteren Männern- die Ursache für eine erektile Dysfunktion sein.

                    Diagnose

                    Wie wird Arteriosklerose festgestellt?

                    Anamnese und körperliche Untersuchung 🔍

                    Zunächst wird sich der Arzt vermutlich nach Ihren Beschwerden erkundigen, wissen wollen, ob und wo Sie Schmerzen haben, ob Sie ein Engegefühl in der Brust verspüren oder ob Sie unter Missempfindungen leiden. Dann wird er sich nach Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes oder familiärer Vorbelastung erkundigen.

                    Bei der körperlichen Untersuchung achtet er auf blasse Haut, auf Temperaturunterschiede oder Hautveränderungen an Armen und Beinen. Er fühlt die Körperpulse z.B. am Hals, Handgelenk oder Fußknöchel und mit einem Stethoskop kann er auch das Herz und die Schlagader am Hals abhören. Eventuell wird er auch an beiden Armen den Blutdruck messen und die beiden Werte vergleichen. Bei einer größeren Differenz besteht der Verdacht auf einen Verschluss der Arteria subclavia, der „Unterschlüsselbeinarterie“.

                    Es gibt noch viele weitere spezielle Tests wie die Lagerungsprobe nach Ratschow, Gehtests oder die Faustschlussprobe, die bei entsprechendem Verdacht durchgeführt werden können. Wahrscheinlich wird er auch ein EKG (Elektrokardiogramm) in Ruhe oder unter Belastung (Belastungs-EKG) anfertigen.

                    Blutuntersuchung 🩸

                    Im Anschluss wird er vermutlich Blut abnehmen, um Fettstoffwechselstörungen, Diabetes oder Entzündungswerte, die auf Arteriosklerose hinweisen können, festzustellen.

                    Besonders diese Werte sind für die Diagnose relevant:

                    • Blutfette (LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin, Triglyceride, VLDL)
                    • Blutzucker und HbA1c-Wert
                    • Homocystein
                    • Harnsäure

                    Bildgebende Verfahren 📷

                    Bildgebende Verfahren ermöglichen es, Veränderungen an den Gefäßwänden sichtbar zu machen und Engstellen oder Verschlüsse zu erkennen. Besonders häufig eingesetzt wird die Ultraschalluntersuchung (Doppler- oder Farbduplexsonografie), mit der sich Blutfluss und Gefäßverengungen gut beurteilen lassen – etwa in den Halsschlagadern oder Beinarterien.

                    Wenn der Ultraschall keine eindeutigen Ergebnisse liefert, kommen weiterführende Verfahren wie die CT-Angiografie oder die Magnetresonanztomografie (MRT) zum Einsatz. Diese liefern detaillierte Bilder auch von tiefer liegenden oder schwer zugänglichen Gefäßen, etwa im Gehirn oder Bauchraum.

                    Therapie

                    Was tut man gegen Arteriosklerose?

                    Die Therapie der Arteriosklerose basiert auf Lebensstiländerungen, medikamentöser Behandlung und in bestimmten Fällen auch interventionellen Maßnahmen. Zentrales Ziel ist es, das Fortschreiten der Gefäßverengung zu verlangsamen und das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder periphere arterielle Verschlusskrankheiten zu senken.

                    Laut aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Lipidologie (DGFL) steht die Senkung des LDL-Cholesterins im Mittelpunkt der Therapie. Statine, wie zum Beispiel Simvastatin, sind hierbei die Erstlinientherapie und werden sehr häufig verordnet. Bei unzureichender Wirkung oder Unverträglichkeit kommen Ezetimib oder PCSK9-Hemmer zum Einsatz.

                    Einzelne durch Arteriosklerose verengte oder verschlossene Gefäße am Herzen können im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung mit Ballonkathetern aufgedehnt werden und Stents eingesetzt werden. Auch bei Arteriosklerose im Bein, der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK), können Stents eingesetzt werden. Dadurch kann die Durchblutung wiederhergestellt werden.

                    Sehr wichtig ist auch ein gesunder Lebensstil. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung (z. B. mediterrane Kost), regelmäßige körperliche Aktivität, Rauchstopp und Gewichtsreduktion.

                    Bei Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) empfiehlt die ESC-Leitlinie 2024 zusätzlich eine antithrombotische Therapie, z. B. mit ASS oder Clopidogrel.

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                    Mehr über die Autorin

                    Diesen Artikel verfasste unsere Apothekerin Birgit Hartel.

                    Birgit Hartel ist Apothekerin und als Pharmazeutin bei DocMorris tätig. Sie ist besonders interessiert an den Themenbereichen Diabetes und Onkologie. Ihr Herzensanliegen ist es, komplexe Therapien verständlich zu machen und Menschen in belastenden Situationen mit verlässlichen Informationen zur Seite zu stehen.

                    Stand: 13.08.2025

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                    Sprechen Sie mit einem Arzt

                    Falls Sie sich unsicher sind oder bereits Anzeichen einer möglichen Herzerkrankung bemerkt haben, hilft das Arztgespräch um Klarheit zu schaffen und Ihre Fragen zu beantworten.

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                    Häufig gestellte Fragen zur Arteriosklerose

                    Im Anfangsstadium verursacht Arteriosklerose meist keine Symptome. Erst wenn der Blutfluss stark behindert oder gar unterbrochen ist, stellen sich Beschwerden ein.

                    Sind die Gefäße in der Herzkrankgefäßen verengt, kann es zu Atemnot und zu einem Engegefühl und Schmerzen in der Brust kommen. Anfang tritt dieses Gefühl nur unter Belastung auf, später auch in Ruhe. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Herzinfarkt. Ist eine Arterie im Gehirn betroffen, kann es zu einem Schlaganfall kommen und wenn eine Arterie in den Extremitäten betroffen ist, zur peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, auch Schaufensterkrankheit genannt.

                    Vor allem die LDL-Cholesterinwerte spielen eine zentrale Rolle bei der Einschätzung des Risikos für arteriosklerotische Erkrankungen. Ein erhöhter LDL-Wert ist ein bedeutender Risikofaktor für die Entstehung von Plaques in den Arterien, da LDL-Cholesterin direkt an der Plaquebildung beteiligt ist.

                    Unter dem metabolischen Syndrom versteht man das gleichzeitige Vorliegen mehrerer gesundheitlicher Störungen, die gemeinsam das Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (kardiovaskulären Erkrankungen) stark erhöhen. Zu den Hauptkomponenten zählen:

                    • Adipositas, insbesondere viszerales Bauchfett
                    • Insulinresistenz, Typ-2-Diabetes
                    • Bluthochdruck (Hypertonie)
                    • Fettstoffwechselstörungen, also ungünstige Blutfettwerte (z. B. hohe Triglyzeride, niedriges HDL-Cholesterin).

                    Diese Faktoren fördern chronische Entzündungsprozesse und schädigen die Gefäßinnenwände. Sie führen zu einer beschleunigten Bildung von Plaques in den Arterienwänden – Das Risiko für Arteriosklerose ist hoch.

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                    Quellen und weiterführende Informationen:

                    Gelbe Liste https://www.gelbe-liste.de/krankheiten/arteriosklerose

                    Merck & Co., Inc. https://www.msdmanuals.com/de/heim/herz-und-gef%C3%A4%C3%9Fkrankheiten/atherosklerose/atherosklerose

                    S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, Deutsche Gesellschaft für Angiologie https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/065-003

                    Deutsche Gefäßliga https://www.deutsche-gefaessliga.de/arteriosklerose-ist-vermeidbar/

                    Deutsches Krebsforschungszentrum DKFZ https://www.dkfz.de/fileadmin/user_upload/Krebspraevention/Download/pdf/FzR/FzR_2008_Gesundheitsschaeden-durch-Rauchen-und-Passivrauchen.pdf

                    Deutsche Schlaganfallbegleitung (DSB) gGmbH https://schlaganfallbegleitung.de/wissen/arteriosklerose

                    Deutscher Apothekerverlag https://www.apotheken.de/krankheiten/4367-arteriosklerose

                    Apothekenumschau https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/diabetes/lexikon/mediasklerose-810815.html

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