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                    ³ Dieser Preis gilt für die Auswahl Kassenrezept inkl. Zuzahlung.

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                    **Gilt für alle gültigen E-Rezepte, die im Zeitraum von Montag bis Donnerstag bis 20 Uhr und Freitag bis 13 Uhr digital bei uns eingehen. E-Rezepte die Freitag nach 13:00 eingehen, werden am Montag zugestellt. E-Rezepte die zwischen Samstag 00:00 Uhr und Sonntag 24:00 Uhr eingehen, werden am Dienstag zugestellt. Von der Lieferung am nächsten Tag ausgenommen sind spezielle Rezepturen, Medikamente oder von einem Rahmenvertrag der Krankenkasse des Patienten vorgesehene Austausch-Medikamente, die aufgrund von Lieferengpässen nicht verfügbar sind, zu kühlende Medikamente, sowie Rezepte, die eine pharmazeutische Klärung mit Ihnen oder Ihrem Arzt erfordern oder die aus pharmazeutischen Gründen nicht beliefert werden dürfen. Für die pharmazeutische Klärung ist die Angabe Ihrer Telefonnummer notwendig. Um Ihnen die schnellstmögliche Lieferung Ihrer rezeptpflichtigen Artikel anbieten zu können, kann es in Ausnahmefällen zu einem nachträglichen Austausch des Versanddienstleisters kommen. Die Lieferung am nächsten Tag gilt nicht für Bestellungen, bei denen eine Packstation als Lieferadresse angegeben wurde. Sofern der Tag oder der nächste Tag nach Ihrer Bestellung ein Feiertag in NRW und / oder ein Feiertag an Ihrem Wohnort ist, erfolgt die Lieferung am ersten Werktag, der kein Feiertag mehr ist. In Fällen höherer Gewalt erfolgt die Lieferung ebenfalls erst an dem Werktag, der keine Feiertag ist, der auf das Ende des Ereignisses höherer Gewalt folgt.

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                    Zusammenfassung

                    Angina pectoris beschreibt ein Engegefühl und Schmerzen im Brustbereich, die typischerweise bei körperlicher Anstrengung oder emotionalem Stress auftreten und durch eine unzureichende Sauerstoffversorgung des Herzens verursacht werden. Grund dafür sind meist verengte Herzkranzgefäße im Rahmen einer Koronaren Herzkrankheit. Unterschieden wird zwischen stabiler Angina pectoris, bei der die Beschwerden vorhersehbar unter Belastung auftreten, und der instabilen Form, die auch in Ruhe gefährlich werden kann und einen Herzinfarkt ankündigen könnte.

                    Neben einer medikamentösen Therapie kommen – je nach Schweregrad – auch Herzkathetermaßnahmen wie das Einsetzen von Stents oder eine Bypass-Operation infrage. Eine gesunde Lebensweise, regelmäßige Nachsorge und das frühzeitige Erkennen der Symptome sind entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden und die Lebensqualität zu erhalten.

                    Was ist Angina pectoris?

                    Definition und Ursachen

                    Angina pectoris bedeutet “Brustenge”, die meist durch Verengungen der Herzkranzgefäße, den sogenannten Koronararterien, ausgelöst wird. Die zu Grunde liegende Erkrankung wird als Koronare Herzkrankheit (KHK) bezeichnet. Das Herz wird auf Grund der verengten Gefäße nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, was sich in den typischen Angina pectoris Zeichen bemerkbar machen kann. Hierbei treten anfallsartige Druck-Schmerzen im Brustkorb auf, zunächst unter stärkerer Belastung, im späteren Verlauf der Koronaren Herzkrankheit auch unter leichter Belastung oder sogar in Ruhe.

                    Wie kann es zu solchen Verengungen der Herzkranzgefäße kommen?

                    Verengungen der Herzkranzgefäße durch "Verkalkung”, das sind Ablagerungen von Cholesterin, Blutplättchen und weiteren Faktoren an den Blutgefäßen des Herzens, und damit die Erkrankung Koronare Herzkrankheit (KHK), können einerseits familiär veranlagt sein, aber auch durch verschiedene Risikofaktoren begünstigt werden.

                    Zu den Risikofaktoren gehören:

                    • Bluthochdruck
                    • Diabetes Mellitus
                    • Erhöhtes Cholesterin (das sogenannte schlechte LDL-Cholesterin)
                    • Lebensstil: Rauchen, Bewegungsmangel und starkes Übergewicht

                    Welche Formen der Angina pectoris gibt es?

                    Unterschied zwischen stabiler und instabiler Angina pectoris

                    Bei der Angina pectoris werden zwei Formen unterschieden. Von einer stabilen Angina pectoris wird gesprochen, wenn Beschwerden wie Brustschmerzen oder auch Luftnot nur unter psychischer oder körperlicher Belastung auftreten, wie z.B. bei stressigen Situationen, beim Treppensteigen, nach einer reichhaltigen Mahlzeit oder bei Kälte, aber in Ruhe oder nach Anwendung sogenannte Nitropräparate (z.B. Nitrospray, Nitro-Kapsel), die die Gefäße kurzfristig erweitern, wieder verschwinden.

                    Die stabile Angina pectoris gehört auf jeden Fall in ärztliche Hand und muss regelmäßig kontrolliert werden.

                    Bei der instabilen Angina pectoris zeigen sich die typischen Beschwerden bereits bei geringster Belastung oder in Ruhe, halten länger an, die Anfälle häufen sich oder werden zunehmend stärker. Eine instabile Angina pectoris kann unmittelbar lebensbedrohlich sein, da sie in einen Herzinfarkt übergehen kann. Sie bedarf unmittelbarer ärztlicher Hilfe.

                    Sonderformen der Angina pectoris: Prinzmetall-Angina, Walk-Through-Angina pectoris und mikrovaskuläre Angina pectoris

                    Neben der Ursache “Verkalkung” der Herzkranzgefäße und damit einer koronaren Herzkrankheit, kann auch ein Krampf in den Gefäßen zu den typischen Angina pectoris Beschwerden führen, da auch hierbei der Herzmuskel nicht ausreichend durchblutet und damit unzureichend mit Sauerstoff versorgt wird. Bei dieser Sonderform der Angina pectoris spricht man von einer “Prinzmetall-Angina”. Auch diese kann einen Herzinfarkt zur Folge haben.

                    Als Walk-Through-Angina pectoris werden Angina pectoris Beschwerden gekennzeichnet, die abklingen, wenn man den Körper weiter beansprucht. Dies lässt sich erklären durch eine Erweiterung sogenannter Kollateralen, das sind Umgehungs-Blutgefäße, die eine Engstelle oder einen Verschluss im Gefäß überbrücken können.

                    Bei der mikrovaskulären Angina pectoris sind nicht die großen Herzkranzgefäße verengt, sondern es liegen Fehlfunktionen der kleinen Gefäße im Herzmuskel vor, fachsprachlich als coronare mikrovaskuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet. Auch hierbei kommt es zu den typischen Beschwerden wie Brustschmerz und Atemnot. Die Diagnosestellung ist häufig schwierig, da bei den Herzuntersuchungen keine Verengung der Herzkranzgefäße gefunden wird.

                    Außerdem können Mischformen vorliegen, also sowohl Ablagerungen an den Herzkranzgefäßen (Atherosklerose) als auch Fehlfunktionen der kleinen Blutgefäße des Herzens.

                    Symptome der Angina pectoris

                    Die typischen Symptome einer Angina pectoris sind Brustschmerzen, also Schmerzen hinter dem Brustbein und Engegefühl in der Brust. Die Schmerzen können auch in Hals, Nacken, Kiefer, Arme oder Oberbauch ausstrahlen. Auch Luftnot und Kurzatmigkeit treten auf. Schweißausbrüche, Übelkeit und ein Gefühl der Lebensbedrohung können hinzukommen.

                    Es werden vier Schweregrade einer Angina pectoris unterschieden:

                    Schweregrad 1

                    Keine Symptome bei Alltagsbelastungen, z.B. Treppensteigen, Gehen, aber bei längerer oder plötzlicher körperlicher Belastung.

                    Schweregrad 2

                    Symptome bei stärkerer Anstrengung wie schnelles Gehen, Bergaufgehen, Treppensteigen nach dem Essen, bei Wind, Kälte oder psychischen Belastungen.

                    Schweregrad 3

                    Symptome bei leichter körperlicher Belastung wie normales Gehen oder Ankleiden.

                    Schweregrad 4

                    Symptome in Ruhe oder bei geringster körperlicher Belastung wie Tätigkeiten im Sitzen.

                    Angina pectoris einfach erklärt

                    Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

                    Treten bei Ihnen Anzeichen einer Angina pectoris auf, so suchen Sie auf jeden Fall einen Arzt auf, schildern Sie die Beschwerden und lassen sich untersuchen. Je stärker die Beschwerden sind, je häufiger sie auftreten und anhalten und je weniger sie in Ruhe verschwinden oder auch bei erstmaligem Auftreten der typischen Beschwerden wie Brustschmerz und Luftnot, um so rascher ist ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen - gegebenenfalls über den Notruf 112 - da es sich um einen akuten Herzinfarkt handeln könnte. Es wird dann abgeklärt, ob es sich um ein sogenanntes akutes Koronarsyndrom, also ein unmittelbar lebensbedrohliches Ereignis handelt, bei dem sofort weitere Schritte eingeleitet werden müssen, oder eher andere Ursachen Grund für die Beschwerden sein können.

                    Ursache und Risikofaktoren

                    Was sind Hauptursachen für eine Angina pectoris?

                    Hauptursachen für Angina pectoris Anfälle sind “verkalkte” und damit verengte Herzkranzgefäße durch Ablagerungen von Cholesterin, Blutplättchen und weiteren Faktoren an den Gefäßwänden der Herzkranzarterien, auch als koronare Herzkrankheit (KHK) bekannt. Dadurch wird der Blutfluss durch diese Gefäße vermindert und folglich der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Dies tritt zunächst meist unter Belastung auf, bei Fortschreiten der Gefäßverengung auch in Ruhe. Bei Auftreten dieser typischen Brustschmerzen in Ruhe spricht man von einer instabilen Angina pectoris, die einen Herzinfarkt zur Folge haben kann und deswegen unmittelbarer ärztlicher Hilfe bedarf.

                    Welche Risikofaktoren sind für eine Angina pectoris bekannt?

                    Als Risikofaktoren gelten neben dem Alter, Geschlecht (Männer sind üblicherweise früher betroffen als Frauen) und der erblichen Vorbelastung (familiäre Häufung einer koronaren Herzkrankheit) auch weitere Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, erhöhter Cholesterinspiegel (vor allem des sogenannten LDL-Cholesterins), starkes Übergewicht und Lebensstil wie Rauchen und ungesunde Ernährung.

                    Prävention und Vorbeugung: Welche Möglichkeiten der Früherkennung gibt es für Angina pectoris?

                    Zu den Vorbeuge- und Früherkennungsmaßnahmen einer Angina pectoris zählen:

                    • Regelmäßige Check-Ups beim Arzt.
                    • Gegebenenfalls bestehende Grunderkrankungen effektiv behandeln (z.B. Bluthochdruck mit Blutdrucksenkern).
                    • Gesunde Lebensweise, d.h. Rauchverzicht, regelmäßige Bewegung, gesunde und kaloriengerechte Ernährung.

                    Diagnose von Angina pectoris: Wie wird Angina pectoris diagnostiziert?

                    Anamnese und körperliche Untersuchung

                    Wenn Sie typische Angina pectoris Beschwerden wie Brustschmerz, Brustenge und Luftnot bei sich bemerken, lassen Sie dies auf jeden Fall ärztlich abklären. Die ärztlichen Untersuchungen umfassen ein ausführliches Anamnesegespräch, auf dass Sie sich vorbereiten können, in dem Sie sich z.B. notieren, welche Beschwerden genau in welchen Situationen wie lange auftreten, seit wann die Beschwerden bestehen, unter welchen Bedingungen sie wieder verschwinden. Es wird auch nach familiären Vorbelastungen, weiteren Erkrankungen und Lebensgewohnheiten gefragt werden. Eine gründliche körperliche Untersuchung mit Blutdruckmessung und einigen Laboruntersuchungen wird sich anschließen und ein Elektrokardiogramm (EKG), das die elektrischen Signale des Herzens aufzeichnet, wird bei Verdacht auf eine Angina pectoris veranlasst werden. Dem können weitere Untersuchungen folgen.

                    Elektrokardiogramm (EKG) und bildgebende Verfahren, z.B. Herz-Echo

                    Ein Elektrokardiogramm (EKG) zeichnet die elektrischen Signale des Herzens auf. Dieses Verfahren kann auch unter Belastung, z.B. auf einem Fahrradergometer angewendet werden. Eine Angina pectoris zeigt sich anhand typischer Veränderungen vor allem im Belastungs-EKG. Daraus kann auf eine Minderversorgung des Herzens mit Sauerstoff geschlossen werden.

                    Je nach Untersuchungsergebnissen können sich bildgebende Verfahren anschließen, beispielsweise ein Herzultraschall, auch als Herz-Echo bezeichnet. Hierbei lassen sich das Herz und seine Durchblutung gut darstellen. Das Herz-Echo liefert einen wichtigen Beitrag bei der Diagnosestellung Angina pectoris, bzw. der zu Grunde liegenden Erkrankung koronare Herzkrankheit.


                    Behandlung von Angina pectoris: Wie kann Angina pectoris behandelt werden?

                    Die Behandlung einer Angina pectoris zielt darauf ab, Beschwerden zu lindern, das Fortschreiten der zugrunde liegenden Erkrankung zu verlangsamen und lebensbedrohliche Komplikationen zu verhindern – je nach individueller Situation kommen hierbei medikamentöse und interventionelle Maßnahmen zum Einsatz.

                    Wichtige Behandlungsmaßnahme einer Angina pectoris ist die Behandlung der zu Grunde liegenden Erkrankungen. Im Vordergrund steht hier die Behandlung der koronaren Herzkrankheit mit sogenannten Plättchen-Hemmern, fachsprachlich als Thrombozytenaggregationshemmer (TAH) bezeichnet und Cholesterin-senkenden Medikamenten.

                    Die bekanntesten Plättchenhemmer sind Acetylsalicylsäure (ASS) in niedriger Dosierung von üblicherweise 100 mg pro Tag und Clopidogrel.

                    Als Cholesterinsenker werden standardmäßig Statine eingesetzt, wie z.B. Simvastatin, Atorvastatin, Rosuvastatin.

                    Plättchenhemmer und Statine sorgen dafür, dass das Fortschreiten der “Gefäßverkalkung” (Atherosklerose) und damit der koronaren Herzkrankheit verlangsamt wird.

                    Weitere gegebenenfalls bestehende Erkrankungen werden ebenfalls medikamentös eingestellt, z.B. ein Bluthochdruck mit Blutdrucksenkern oder ein Diabetes mellitus mit Antidiabetika, wenn durch Lebensstiländerungen die vereinbarten Therapie-Zielwerte nicht erreicht werden.

                    Bestehen trotz der Behandlung der zu Grunde liegenden Erkrankungen Beschwerden im Alltag, die bei Anstrengung zu einem Angina pectoris Anfall führen, so stehen folgende medikamentöse Möglichkeiten zur Verfügung:

                    • Medikament zur vorbeugenden Behandlung, die dauerhaft eingenommen werden, z.B. Kalziumkanalblocker und langwirkende Nitrate: Sie erweitern die Blutgefäße und entlasten das Herz.
                    • Medikamente zur Behandlung eines akuten Angina pectoris Anfalls bei stabiler Angina pectoris: Diese enthalten den Wirkstoff Nitroglycerin in schnell wirkender Form und werden als Sprays oder Kapseln (Nitro-Spray; Nitro-Kapsel) im Bedarfsfall angewendet. Sie erweitern die Blutgefäße auch im Herzen und verbessern so die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels. Durch die Anwendung kann ein akuter Anfall sehr schnell unterdrückt werden.
                    • Menschen mit stabiler Angina pectoris sollen üblicherweise ein solches kurzwirksames Nitrat immer mit sich führen. Es kann im individuellen Fall auch mit dem Arzt vereinbart worden sein, ein solches Präparat kurz vor einer Anstrengung, die zu Beschwerden führt, anzuwenden. Halten Sie sich genau an die Absprache mit Ihrem Arzt.

                    Die Behandlung einer instabilen Angina pectoris ist ein absoluter Notfall, der umgehend medizinischer Betreuung bedarf. Es sollte keine Zeit verstreichen und über die Notrufnummer 112 Hilfe angefordert werden. Es ist nicht immer einfach zu unterscheiden, ob es sich um einen Notfall oder eine nur kurzzeitig andauernde Verschlechterung handelt. Eines der Anzeichen für einen Notfall ist, wenn es “ganz plötzlich sehr schlecht geht” und die Beschwerden nach Anwendung der Akut-Medikation wie Nitro-Spray anhalten.

                    Bei der Abklärung auf die Diagnose Angina pectoris, bzw. der zu Grunde liegenden koronaren Herzkrankheit kann die Empfehlung ausgesprochen werden, eine Herzkatheteruntersuchung durchführen zu lassen, um das genaue Ausmaß der Engstellen in den Herzkranzgefäßen sichtbar zu machen und diese im Anschluss gegebenenfalls zu beheben.

                    Die Herzkatheteruntersuchung erfolgt unter Kontrastmittelgabe. Eine dünne Sonde, der sogenannte Katheter, wird über ein Blutgefäß in der Leiste oder dem Handgelenk bis zum Herzen geführt. Dann kann die Entscheidung getroffen werden, ob es im individuellen Fall günstiger ist, dünne Drahtgeflechte, auch als Stents bezeichnet in die von der Verkalkung betroffenen Herzkranzgefäße zu legen oder ob eine Bypass Operation die bessere Wahl ist.

                    Im Folgenden werden die Unterschiede zwischen Stent und Bypass kurz erläutert:

                    Stent

                    • Hierbei wird das verengte Blutgefäß mit Hilfe eines sogenannten Ballonkatheters geweitet und dann ein Drahtgeflecht – der Stent – eingesetzt, um das Gefäß offen zu halten.

                    Bypass

                    • Die Bypass-Operation findet am offenen Herzen statt. Die verengten Blutgefäße werden durch Venen oder Arterien, die an anderer Stelle aus dem Körper entnommen werden, überbrückt. Die Engstelle wird also umgangen.

                    Auch nach Setzen von Stents oder einer Bypass-Operation wird es notwendig sein, dauerhaft Medikamente einzunehmen, damit sich möglichst keine weiteren Ablagerungen an den Gefäßen bilden.

                    Ein Herzinfarkt erfordert nicht nur eine sofortige medizinische Intervention, sondern auch eine langfristige Gesundheitsüberwachung, um das Risiko künftiger Ereignisse des Herz-Kreislauf-Systems zu minimieren. Nach der Akutphase, der medikamentösen Einstellung und der Rehabilitation sollten Patienten regelmäßig ärztliche Kontrollen wahrnehmen, um wichtige Gesundheitsparameter wie den Blutdruck, den Cholesterinspiegel, den Blutzucker und weitere im Einzelfall bestehende Erkrankungen zu überwachen. Diese regelmäßigen Untersuchungen ermöglichen es, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren und geeignete Maßnahmen zur Prävention und Behandlung von Risikofaktoren zu ergreifen. Bei der Behandlung sollten individuelle Bedürfnisse des Patienten respektiert und berücksichtigt werden. So kann eine gemeinsame Entscheidungsfindung für jeden Einzelfall getroffen werden.

                    Leben mit Angina pectoris: Wie sieht das Leben und die langfristige Prognose mit Angina pectoris aus?

                    Langfristige Prognose: Es ist wichtig, eine Angina pectoris frühzeitig festzustellen, um die Beschwerden mit einer entsprechenden Medikation zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Gegebenenfalls sind auch zusätzliche Maßnahmen wie Implantation von Stents oder eine Bypass Operation notwendig. Damit können Folgen wie Herzinfarkt oder plötzlicher Herztod vorgebeugt werden.

                    Lebensstiländerungen: Lebensstilverändernde Maßnahmen wie Rauchverzicht, ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, angepasstes Gewicht, Behandlung gegebenenfalls weiterer Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes mellitus tragen zu einer Senkung des bei Angina pectoris erhöhten Sterblichkeitsrisikos bei.

                    Regelmäßige Nachsorge und Monitoring: Bei Diagnose einer Angina pectoris sind lebenslange regelmäßige ärztliche Kontrollen notwendig, um zu beurteilen, ob weitere Maßnahmen wie zusätzliche Untersuchungen oder Behandlungen erforderlich sind. Diese Nachsorge wird üblicherweise von niedergelassenen Ärzten in Verbindung mit anderen Berufsgruppen durchgeführt. Die wichtigste Anlaufstelle für die Langzeitbetreuung ist die Hausarztpraxis.

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                    Mehr über die Autorin

                    Diesen Artikel verfasste unsere Apothekerin Dr. Friederike Geiss.

                    Dr. Friederike Geiss ist Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie und seit über 30 Jahren mit großer Leidenschaft im pharmazeutischen Bereich tätig. Nach dem Pharmaziestudium promovierte sie mit einer naturwissenschaftlichen Doktorarbeit und bringt seither umfassende Erfahrung in der patientenorientierten Arzneimittelberatung mit.

                    Bei DocMorris engagiert sie sich insbesondere für die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS), das Medikationsmanagement und die Qualitätssicherung im digitalen Gesundheitsumfeld. Ein besonderes Anliegen ist ihr die verständliche Vermittlung medizinisch-pharmazeutischer Inhalte – immer mit dem Ziel, Patient:innen fundiert, alltagsnah und in klarer Sprache zu unterstützen, so dass diese ihre Gesundheit aktiv und sicher gestalten können.

                    Stand: 13.06.2025

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                    Häufig gestellte Fragen zu Angina pectoris

                    Das Sterblichkeitsrisiko, fachsprachlich als Mortalitätsrisiko bezeichnet, ist bei Menschen mit Angina pectoris erhöht. Verschiedene Maßnahmen wie medikamentöse Therapien, im Bedarfsfall zusätzlich Setzen von Stents oder Bypass Operationen sowie Lebensstiländerungen können das erhöhte Risiko senken. Mit einer guten Behandlung können Menschen, bei denen eine Angina pectoris diagnostiziert ist, eine ähnliche Lebensqualität haben wie Gesunde.

                    Bei Angina pectoris wird ein multimodaler Ansatz aus Lebensstiländerung, medikamentöser Therapie und je nach Ausmaß der Verengung der Herzkranzgefäße die Implantation von Stents oder eine Bypassoperation durchgeführt.

                    Der Verdacht auf eine Angina pectoris muss umgehend ärztlich abgeklärt werden. Typische Symptome sind Brustenge und Atemnot, zunächst unter stärkerer körperlicher oder psychischer Belastung, in weiter fortgeschrittenem Stadium auch bei geringster Belastung oder in Ruhe.

                    Die typischen Symptome bei einer Angina pectoris sind Brustenge und Atemnot. Zögern Sie nicht bei entsprechenden Beschwerden umgehend einen Arzt aufzusuchen.

                    Angina pectoris, also der typische Brustschmerz und gegebenenfalls dabei auftretende Atemnot, ist ein Warnsignal. Es zeigt an, dass das Herz nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Man unterscheidet zwischen stabiler Angina pectoris – die Beschwerden treten unter Belastung auf und verschwinden in Ruhe oder nach Gabe sogenannter Nitropräparate - und instabiler Angina pectoris. Hier können die Beschwerden bereits in Ruhe auftreten. Eine instabile Angina pectoris kann in einen Herzinfarkt übergehen. Ein Herzinfarkt ist ein akuter Notfall, der unmittelbar ärztlicher Hilfe bedarf. Ein Teil des Herzens bekommt dabei keinen Sauerstoff mehr, da sich ein Herzkranzgefäß verschließt. Teile des Herzmuskels können absterben. Damit kann das Herz seine Pumpfunktion nicht mehr ausreichend erfüllen. Schnelle Behandlung kann schwerwiegende Folgen verhindern.

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                    Quellen und weiterführende Informationen:

                    • Bundesministerium für Gesundheit https://gesund.bund.de/angina-pectoris
                    • Deutsche Herzstiftung e.V. https://herzstiftung.de/infos-zu-herzerkrankungen/angina-pectoris
                    • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) https://www.gesundheitsinformation.de/koronare-herzkrankheit-khk.html
                    • Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin https://www.leitlinien.de/themen/khk, https://www.leitlinien.de/themen/khk/patientenleitlinie

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