Die 10 größten Risikofaktoren für Herzerkrankungen




Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland die häufigste Todesursache. Etwa 40 von 100 Menschen sterben daran. Zu den wichtigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören die koronare Herzkrankheit, der Herzinfarkt und der Schlaganfall.
Es gibt bestimmte Faktoren, die das Risiko für diese Krankheiten erhöhen. Dazu zählen Bluthochdruck, Diabetes, hohe Blutfettwerte und Übergewicht. Alle vier zusammengenommen bezeichnet man als „metabolisches Syndrom“. Ungesunde Lebensentscheidungen wie Rauchen, wenig Bewegung und ungesunde Ernährung spielen dabei eine große Rolle. Durch Änderung des Lebensstils können viele dieser Risiken vermieden werden.
Zu den beeinflussbaren Risikofaktoren zählen insbesondere ungünstige Lebensstilentscheidungen wie Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel. Diese Faktoren können durch bewusste Verhaltensänderungen verbessert werden und tragen zu einer deutlichen Reduzierung des Risikos bei.
Auf der anderen Seite gibt es Risikofaktoren, die sich der individuellen Kontrolle entziehen, wie genetische Veranlagungen oder das Alter, die jedoch ebenfalls durch einen gesunden Lebensstil abgemildert werden können. Auch das Geschlecht spielt eine Rolle. Nach Angaben der Deutschen Herzstiftung sind deutlich mehr Männer als Frauen von Herzerkrankungen betroffen und die Erkrankungen treten bei Frauen im Schnitt etwa sieben bis zehn Jahre später auf. Trotzdem sind sie für Frauen über 65 Jahren immer noch die häufigste Todesursache.
Das metabolische Syndrom ist keine eigenständige Erkrankung. Vielmehr versteht man darunter das gleichzeitige Vorliegen mehrerer Krankheitsbilder, die sich gegenseitig beeinflussen und das Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems stark erhöhen. Umgangssprachlich wird das Metabolische Syndrom auch als „Tödliches Quartett“ bezeichnet.
Dazu gehören:
Diese Symptome erhöhen nicht nur die Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauferkrankungen und Gefäßleiden, sondern auch für Fettleber und Typ-2-Diabetes. Da eine Insulinresistenz, eine herabgesetzte Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin, nach aktuellem Wissensstand der zentrale Faktor darstellt, bezeichnet man das metabolische Syndrom auch als „Insulinresistenz-Syndrom“. Die Behandlung des metabolischen Syndroms liegt vor allem in der Änderung der Lebensführung.
Das Metabolische Syndrom ist kein einzelnes Krankheitsbild, sondern eine Kombination mehrerer Risikofaktoren – darunter Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und ein gestörter Zuckerstoffwechsel. Um festzustellen, ob jemand betroffen ist, greifen Ärztinnen und Ärzte auf eine Reihe einfacher, aber aussagekräftiger Untersuchungen zurück.
Allerdings gibt es bisher noch keine einheitlichen Diagnosekriterien und verschiedene Fachgesellschaften diskutieren die Definition kontrovers. In den letzten Jahren erfolgt eine Diagnose häufig dann, wenn drei der folgenden Kriterien erfüllt sind:

Diesen Artikel verfasste unsere Apothekerin Birgit Hartel.
Birgit Hartel ist Apothekerin und als Pharmazeutin bei DocMorris tätig. Sie ist besonders interessiert an den Themenbereichen Diabetes und Onkologie. Ihr Herzensanliegen ist es, komplexe Therapien verständlich zu machen und Menschen in belastenden Situationen mit verlässlichen Informationen zur Seite zu stehen.
Stand: 16.09.2025
Falls Sie sich unsicher sind oder bereits Anzeichen einer möglichen Herzerkrankung bemerkt haben, hilft das Arztgespräch um Klarheit zu schaffen und Ihre Fragen zu beantworten.
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Quellen und weiterführende Informationen:
Robert Koch-Institut
Helmholtz Zentrum München
Deutsche Herzstiftung
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.
Initiative Herzbewusst
Apotheken Umschau
Cardio News- Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V.
Deutsche Adipositas Gesellschaft
Plaque erzeugt Plaque, ApoB nicht: Längsschnittdaten aus der KETO-CTA-Studie, Adrian Soto-Mota,Nicholas G. Norwitz,Venkat S. Manubolu,April Kinninger,Thomas R. Wood,James Earls,David Feldman, UndMatthew Budoff
Uni Jena
Portal für Herzmedizin und Herzgesundheit
Deutsche Schlaganfallbegleitung (DSB) gGmbH
TUM Klinikum Deutsches Herzzentrum
Geschlechtsunterschiede bei koronarer Herzkrankheit, AHEM Maas, JA Appelman
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