Sonnenbrand durch Medikamente

Ein Spaziergang, ein Kaffee in der Sonne oder ein kurzer Nachmittag im Garten — manchmal reicht schon wenig UV-Licht, und die Haut reagiert ungewöhnlich heftig: Sie rötet sich, brennt, juckt oder bildet sogar Bläschen. Was viele nicht wissen: Hinter einem scheinbar „normalen“ Sonnenbrand kann auch ein Medikament stecken. Manche Wirkstoffe machen die Haut lichtempfindlicher. Fachleute sprechen dann von Photosensibilisierung oder medikamentenbedingter Lichtempfindlichkeit.

Manche Medikamente erhöhen die Lichtempfindlichkeit und begünstigen Sonnenbrand

Das Wichtigste in Kürze

  • Sonnenbrand durch Medikamente entsteht, wenn ein Wirkstoff die Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlung macht.
  • Schon kurze Sonnenexposition kann dann Rötungen, Brennen, Schmerzen, Juckreiz oder Bläschen auslösen.
  • Betroffen sind nicht nur verschreibungspflichtige Medikamente, sondern auch frei verkäufliche Präparate wie Johanniskraut, manche Schmerzgele oder Akneprodukte.
  • Häufige Auslöser sind bestimmte Antibiotika, Blutdruckmittel, Schmerzmittel, Akne- und Herzmedikamente.
  • Es gibt zwei Formen: Die Reaktion kann wie ein stärkerer Sonnenbrand (phototoxisch) oder wie ein allergischer Ausschlag (photoallergisch) aussehen.
  • Wichtig: Medikamente niemals eigenmächtig absetzen! Bei Unsicherheit helfen Arztpraxis oder Apotheke.