Vitamin A – ein Multitalent in unserem Körper
Vitamin A benötigt unser Körper für unsere Knochen, die Zähne, unsere Haut, die Augen, die Schleimhäute, die Nägel sowie für gesunde Körperzellen, die Fortpflanzung und unser Immunsystem. Aber was ist es eigentlich genau? Wir haben die Fakten!
Synonym: Retinol Carotinoide


Inhalt
- Eigenschaften & Funktion von Vitamin A
- Unser Bedarf an Vitamin A
- Wer hat einen erhöhten Vitamin A Bedarf?
- Welche Lebensmittel liefern Vitamin A?
- Folgen von Vitamin A Mangel
- Folgen einer Überdosierung
- Welche Umstände können den Vitamin A im Körper beeinflussen?
- Welche Medikamente haben Einfluss?
Eigenschaften
- fettlöslich
- kann im Körper längere Zeit gespeichert werden
- licht-, hitze- und sauerstoffempfindlich
- Eine Vorstufe von Vitamin A ist Beta-Carotin auch Provitamin A genannt
- Vitamin A wird mit der Nahrung aufgenommen oder kann im Körper aus Provitamin A gebildet werden
Funktionen in unserem Körper
- Wachstum und Entwicklung (Knochen, Zähne, Nägel, Haare)
- Schutz und Funktion der Augen, Haut und Schleimhäute
- Wichtig für die Sinneswahrnehmung (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken)
- Sorgt als Antioxidans für gesunde Körperzellen und beugt somit Krebserkrankungen vor
- Stärkung des Immunsystems
- Entwicklung bei der Fortpflanzung
- Steuert die Bildung von Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
Bedarf:
> Säuglinge bis unter 4 Monate - 0,5mg/Tag
> Säuglinge 4 Monate bis Kinder unter 4 Jahre - 0,6mg/Tag
> Kinder 4 bis unter 7 Jahre - 0,7mg/Tag
> Kinder 7 bis unter 10 Jahre - 0,8mg/Tag
> Kinder 10 bis unter 13 Jahre - 0,9mg/Tag
> Kinder 13 bis unter 15 Jahre weibl. - 1mg/Tag
> Kinder 13 bis unter 15 Jahre männl. - 1,1mg/Tag
> Jugendliche 15 bis unter 19 Jahre weibl. - 0,9mg/Tag
> Jugendliche 15 bis unter 19 Jahre männl. - 1,1mg/Tag
> Erwachsene ab 19 Jahre weibl. - 0,9mg/Tag
> Erwachsene ab 19 Jahre männl. - 1,1mg/Tag
> Schwangere ab dem 4. Monat. - 1,1mg/Tag
> Stillende - 1,5mg/Tag
Pflanzliche Lebensmittel enthalten nur die Vitamin A Vorstufe. Damit nach der Umwandlung im Körper ausreichend Vitamin A zur Verfügung steht, muss zur Bedarfsdeckung die doppelte Menge Provitamin A aufgenommen werden.
Wer hat einen erhöhten Vitamin-A-Bedarf?
- Schwangere und Stillende
- Vegetarier
- Raucher
- Alkoholiker
- Diabetiker
- Personen mit Schilddrüsenüberfunktion
- bei Medikamenteneinnahme: Antibiotika und Antibabypille
Welche Lebensmittel liefern Vitamin A?
Tierische Produkte: Fisch (Lebertran), Leber, Niere, Eigelb, Milch, Milchprodukte
Pflanzliche Lebensmittel: vor allem grünes, gelbes und rotes Gemüse und Früchte wie Grünkohl, Wirsing, Möhren, Spinat, Brokkoli, Paprika, Rote Bete, Tomaten, Feldsalat, Petersilie, Dill, Mangos, Aprikosen, Kirschen
Vitamin A reiche Lebensmittel zusammen mit etwas Fett essen sorgt, aufgrund der fettlöslichen Eigenschaften des Vitamins, für eine bessere Aufnahme und Verwertung im Körper.
Folgen einer Unterversorgung
- Sehstörungen und Nachtblindheit
- Trockene Haut und Schleimhäuten
- erhöhte Infektanfälligkeit
- Appetitlosigkeit
- Fruchtbarkeitsstörungen
- Wachstumsstörungen
- verschlechtertes Riechvermögen
- Hör- und Geschmacksstörungen
Folgen einer Überdosierung
- Gelbfärbung der Haut
- Müdigkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Übelkeit und Erbrechen
- Knochen- und Gelenkschmerzen
- Schädigung des ungeborenen Kindes
- Bluthochdruck
- Nierenversagen
- Leberschäden
Eine Überdosierung ist mit pflanzlichen Lebensmitteln nicht möglich, da die Umwandlung aus Provitamin A heruntergefahren wird, wenn zu viel Betacarotin aufgenommen wird.
Obwohl die Menschen in Deutschland täglich reichlich Vitamin A zu sich nehmen, sind Beeinträchtigungen durch Überdosierung selten. Erst, wenn mindestens das Dreifach der empfohlenen Menge eingenommen wird sind Folgen zu erwarten. Dennoch ist Vorsicht geboten, da eine erhöhte Zufuhr nicht einfach ausgeschieden werden kann und daher bei dauerhafter Überdosierung Schäden möglich sind.
Welche Umstände können den Vitamin-A-Haushalt im Körper stören?
- schwere Erkrankungen
- Einnahme von Östrogenpräparaten
- Eiweißreiche Ernährung
- Stress
- Entzündungen
- Operationen
- Umweltgifte
- Rauchen
- Starkes Sonnenlicht
- gestörte Aufnahme aus dem Darm z. B. bei Mukoviszidose
- schlechte Speicherfähigkeit z. B. bei Alkoholmissbrauch
- Diabetes und Schilddrüsenüberfunktion führen zu einer Verschlechterung der Umwandlung von Provitamin A in Vitamin A.
Welche Medikamente haben Einfluss auf die Vitamin-A-Versorgung?
Cholesterinsenker, zu hohe Dosierungen von Vitamin E Präparaten und Abführmittel können die Aufnahme von Vitamin A in den Körper behindern. Schlafmittel brauchen die Vitamin A-Vorräte auf.















