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                    ³ Dieser Preis gilt für die Auswahl Kassenrezept inkl. Zuzahlung.

                    *UVP = Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers; * AVP = Der für den Fall der Abgabe zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse (KK) vom pharmazeutischen Unternehmer zum Zwecke der Abrechnung der Apotheken mit den Krankenkassen gegenüber der Informationsstelle für Arzneispezialitäten GmbH (IFA) angegebene einheitliche Produkt-Abgabepreis im Sinne des § 78 Abs. 3 S. 1, 2. HS AMG, der von der KK im Ausnahmefall der Erstattung abzüglich 5 % an die Apotheke ausgezahlt wird.

                    **Gilt für alle gültigen E-Rezepte, die im Zeitraum von Montag bis Donnerstag bis 20 Uhr und Freitag bis 13 Uhr digital bei uns eingehen. E-Rezepte die Freitag nach 13:00 eingehen, werden am Montag zugestellt. E-Rezepte die zwischen Samstag 00:00 Uhr und Sonntag 24:00 Uhr eingehen, werden am Dienstag zugestellt. Von der Lieferung am nächsten Tag ausgenommen sind spezielle Rezepturen, Medikamente oder von einem Rahmenvertrag der Krankenkasse des Patienten vorgesehene Austausch-Medikamente, die aufgrund von Lieferengpässen nicht verfügbar sind, zu kühlende Medikamente, sowie Rezepte, die eine pharmazeutische Klärung mit Ihnen oder Ihrem Arzt erfordern oder die aus pharmazeutischen Gründen nicht beliefert werden dürfen. Für die pharmazeutische Klärung ist die Angabe Ihrer Telefonnummer notwendig. Um Ihnen die schnellstmögliche Lieferung Ihrer rezeptpflichtigen Artikel anbieten zu können, kann es in Ausnahmefällen zu einem nachträglichen Austausch des Versanddienstleisters kommen. Die Lieferung am nächsten Tag gilt nicht für Bestellungen, bei denen eine Packstation als Lieferadresse angegeben wurde. Sofern der Tag oder der nächste Tag nach Ihrer Bestellung ein Feiertag in NRW und / oder ein Feiertag an Ihrem Wohnort ist, erfolgt die Lieferung am ersten Werktag, der kein Feiertag mehr ist. In Fällen höherer Gewalt erfolgt die Lieferung ebenfalls erst an dem Werktag, der keine Feiertag ist, der auf das Ende des Ereignisses höherer Gewalt folgt.

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                    Zusammenfassung

                    Ein Schlaganfall trifft Betroffene oft völlig unerwartet und verändert ihr Leben innerhalb von Sekunden. Meist macht er sich durch plötzliche Lähmungen, Seh- oder Sprechstörungen bemerkbar. Der Grund dafür ist meistens, dass ein Blutgerinnsel ein Gefäß im Gehirn verstopft. Es ist wichtig, die Warnzeichen frühzeitig zu erkennen und schnell zu handeln – denn jede verlorene Minute erhöht das Risiko bleibender Hirnschäden erheblich.

                    Was ist ein Schlaganfall?

                    Ein Schlaganfall, in Fachsprache Apoplex, ist ein akuter medizinischer Notfall, bei dem die Durchblutung des Gehirns plötzlich unterbrochen ist. Innerhalb von Sekunden können Nervenzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Ohne schnelle Hilfe sterben sie unwiederbringlich ab. Dies kann schwerwiegende Folgen für Bewegungsfähigkeit, Sprache, Gedächtnis und andere Körperfunktionen haben.

                    Schlaganfall in Deutschland: Zahlen und Fakten

                    Ein Schlaganfall ist nicht nur eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland – er ist auch die führende Ursache für bleibende Behinderungen im Erwachsenenalter. Jedes Jahr erleiden rund 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Besonders betroffen sind ältere Menschen, doch auch Jüngere können erkranken. Glücklicherweise hat die Schlaganfall-Sterblichkeit in den letzten 25 Jahren in Deutschland deutlich abgenommen, was auf die verbesserte medizinische Versorgung und den flächendeckenden Zugang zu Spezialstationen (Stroke Units) in Krankenhäusern zurückgeführt wird.

                    Schlaganfall Symptome erkennen: Die wichtigsten Warnsignale frühzeitig deuten

                    Ein Schlaganfall kommt selten völlig ohne Vorwarnung. In vielen Fällen sendet der Körper bereits Stunden, Tage oder sogar Wochen zuvor erste Signale, sogenannte transitorische ischämische Attacken (TIA). Diese „Mini-Schlaganfälle“ ähneln in ihren Symptomen einem echten Schlaganfall, verschwinden jedoch meist innerhalb kurzer Zeit wieder vollständig.

                    Auch wenn die Beschwerden nur kurz anhalten, ist eine TIA ein medizinischer Notfall. Sie kann ein ernstzunehmender Vorbote für einen schweren Schlaganfall sein und sollte unbedingt ärztlich abgeklärt werden.

                    Symptome – Typische Warnzeichen bei TIA und Schlaganfall

                    Die Symptome treten plötzlich auf, manchmal nur eins, manchmal mehrere. In der Regel ist nur eine Gehirnhälfte von der Schädigung betroffen. Das ist der Grund, warum die meisten Symptome nur einseitig auftreten:

                    • Plötzliche Lähmungserscheinungen auf einer Körperseite (z. B. herabhängender Arm oder ein Bein, das nicht mehr bewegt werden kann)
                    • Gesichtslähmung, etwa ein einseitig herabhängender Mundwinkel oder Schwierigkeiten beim Lächeln
                    • Sprach- und Sprechstörungen (verwaschene Aussprache, Wortfindungsstörungen oder unverständliche Sätze)
                    • Sehstörungen, Doppelbilder oder kurzzeitiger Sehverlust auf einem Auge
                    • Heftige Kopfschmerzen, oft begleitet von Übelkeit oder Schwindel
                    • Gangunsicherheit oder Koordinationsprobleme

                    ! Da sich eine TIA äußerlich kaum von einem „großen“ Schlaganfall unterscheiden lässt, gilt: Bei Verdacht sofort den Notruf 112 wählen – jede Minute zählt, um bleibende Schäden zu verhindern.

                    Häufige Symptome bei Frauen

                    • Verwirrtheit oder Orientierungslosigkeit
                    • Übelkeit und Erbrechen
                    • Atemnot oder Brustschmerzen
                    • Hohes Erschöpfungsgefühl oder Ohnmacht
                    • Schluckstörungen
                    • Schmerzen im Gesicht, in Armen oder Beinen

                    Häufige Symptome bei Männern

                    • Plötzliche Lähmung oder Schwäche, meist einseitig
                    • Sprachstörungen: verwaschene Aussprache oder Wortfindungsprobleme
                    • Sehstörungen auf einem oder beiden Augen
                    • Schwindel, Gleichgewichtsstörungen oder Koordinationsprobleme
                    • Starke, plötzlich auftretende Kopfschmerzen ohne erkennbare Ursache

                    Verschiedene Ursachen eines Schlaganfalls

                    Wie es zur Durchblutungsstörung im Gehirn kommt

                    Ein Schlaganfall entsteht, wenn bestimmte Bereiche des Gehirns schlagartig nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Die Ursache dafür ist in den meisten Fällen ein Gefäßverschluss, manchmal auch eine Hirnblutung. Beide Formen führen zu einer akuten Schädigung von Hirngewebe, was lebensbedrohlichen Folgen haben kann.


                    Ischämischer Schlaganfall: Der häufigste Auslöser

                    Die Mehrheit aller Schlaganfälle ist ischämisch bedingt. Dabei wird ein Blutgefäß im Gehirn durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) verstopft, was die Sauerstoffversorgung des betroffenen Hirnareals abrupt unterbricht. Solche Gerinnsel entstehen häufig in den Halsschlagadern (Arteria carotis) oder im Herz, etwa bei Vorhofflimmern, und gelangen über den Blutkreislauf ins Gehirn.

                    Ein wesentlicher Risikofaktor für diese Gefäßverschlüsse ist die Arteriosklerose, eine chronische Gefäßerkrankung, bei der sich Fett, Kalk und Bindegewebe in den Arterienwänden ablagern. Diese sogenannten Plaques verengen die Gefäße und begünstigen die Bildung von Thromben.

                    Wird die Durchblutung nicht rasch wiederhergestellt und das betroffene Hirnareal nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, beginnen Nervenzellen bereits nach wenigen Minuten abzusterben, ein irreversibler Prozess, der zu bleibenden Schäden führen kann.

                    Nach Angaben der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) sind rund 80 Prozent aller Schlaganfälle ischämisch.


                    Hämorrhagischer Schlaganfall: Wenn ein Gefäß im Gehirn reißt

                    Etwa 15 bis 20 % der Schlaganfälle entstehen durch eine Hirnblutung. Dabei platzt ein Äderchen im Gehirn, meist infolge von Bluthochdruck, Gefäßfehlbildungen oder einem Aneurysma. Das austretende Blut dringt in das umliegende Hirngewebe ein und erhöht den Druck im Schädelinneren. Dieser Druck kann zusätzlich gesunde Hirnareale schädigen und lebenswichtige Funktionen beeinträchtigen.


                    Warum schnelle Hilfe entscheidend ist

                    Unabhängig von der Ursache gilt: Je schneller die Durchblutung im Gehirn wieder funktioniert, desto größer sind die Chancen, bleibende Schäden zu vermeiden. Moderne Therapien wie die Thrombolyse oder mechanische Thrombektomie können bei rechtzeitiger Anwendung die Blutversorgung wiederherstellen und das Ausmaß des Hirnschadens deutlich reduzieren.

                    Risikofaktoren für Schlaganfälle

                    Bei gesunden Menschen ist die Bildung von Blutgerinnseln in den Gefäßen selten. Doch bestimmte Erkrankungen, Lebensgewohnheiten und genetische Veranlagungen können das Risiko für einen Schlaganfall deutlich steigern. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen:

                    • Bluthochdruck – ein wichtiger Faktor, da er die Gefäßwände auf Dauer schädigt und Arteriosklerose fördert
                    • Diabetes mellitus – erhöht das Risiko durch chronische Schädigung der Blutgefäße
                    • Rauchen – begünstigt Entzündungsprozesse und Gefäßverengungen
                    • Erhöhte Cholesterinwerte – fördern die Bildung von Plaques in den Arterien
                    • Vorhofflimmern und andere Herzrhythmusstörungen – können zur Bildung von Blutgerinnseln im Herzen führen
                    • Bewegungsmangel, Übergewicht und unausgewogene Ernährung – verstärken andere Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen

                    Ein zentrales Krankheitsbild, das viele dieser Faktoren miteinander verbindet, ist die Arteriosklerose: eine chronische Gefäßverengung durch Ablagerungen aus Fett, Kalk und Bindegewebe. Sie betrifft besonders häufig die hirnversorgenden Arterien und ist eine der Hauptursachen für ischämische Schlaganfälle. 

                    Warnsignal TIA: Wenn Symptome vorübergehend sind

                    Treten typische Schlaganfall-Symptome wie Lähmungen, Sprachstörungen oder Sehstörungen plötzlich auf und verschwinden nach kurzer Zeit wieder, kann es sich um eine transitorische ischämische Attacke (TIA) handeln. Dabei wird ein Hirngefäß kurzzeitig durch ein Gerinnsel blockiert, das sich von selbst wieder auflöst.

                    Auch wenn keine bleibenden Schäden entstehen, ist eine TIA ein ernstzunehmender Warnhinweis – sie signalisiert ein erhöhtes Risiko für einen „echten“ Schlaganfall und sollte dringend ärztlich abgeklärt werden.

                    Leben nach dem Schlaganfall

                    Mögliche Folgen und Langzeitrisiken

                    Viele Menschen überleben einen Schlaganfall – doch er kann das Leben nachhaltig verändern. Je nach Schweregrad und betroffener Hirnregion kann es zu unterschiedlichen körperlichen, kognitiven und seelischen Beeinträchtigungen kommen. Häufige Folgen sind:

                    • Lähmungen oder Bewegungseinschränkungen auf einer Körperseite
                    • Spastiken, Muskelverkrampfungen, die die Bewegung einschränken
                    • Schluckstörungen (Dysphagie), die das Essen und Trinken erschweren
                    • Schwierigkeiten beim Sprechen oder Verstehen.
                    • Gedächtnis-, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprobleme
                    • Sehstörungen oder Gesichtsfeldausfälle
                    • Neglect, die betroffene Körperseite wird nicht mehr richtig wahrgenommen
                    • Psychische Belastungen wie Depressionen oder Angststörungen

                    Ein Teil der Betroffenen ist nach dem Schlaganfall dauerhaft auf Unterstützung im Alltag oder sogar auf Pflege angewiesen. Zwar bessern sich viele Beschwerden im Laufe der Rehabilitation – insbesondere in den ersten sechs Monaten –, doch etwa 40 % der Überlebenden behalten langfristig stärkere Einschränkungen.

                    Zudem ist das Risiko für einen weiteren Schlaganfall erhöht: Rund 5 Prozent der Betroffenen erleiden innerhalb des ersten Jahres einen erneuten Schlaganfall. Auch andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte treten häufiger auf. Etwa 30 von 100 Menschen sterben innerhalb eines Jahres an den direkten oder indirekten Folgen des Schlaganfalls.

                    Diagnose

                    So wird ein Schlaganfall festgestellt

                    Bei Verdacht auf einen Schlaganfall zählt jede Minute. Die Diagnose durch den Notarzt beginnt mit erster Untersuchung, bei der der Arzt auf typische neurologische Ausfälle wie Lähmungen, Sprachstörungen oder Sehstörungen prüft. Danach wird der Betroffene sofort möglichst in ein auf Schlaganfälle spezialisiertes Krankenhaus gebracht (Stroke Unit).

                    Um die Ursache und das Ausmaß der Schädigung zu bestimmen, kommen oft bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) oder die Magnetresonanztomographie (MRT) zum Einsatz. Diese ermöglichen es, zwischen einem ischämischen und einem hämorrhagischen Schlaganfall zu unterscheiden – eine entscheidende Voraussetzung für die richtige Therapie.

                    Akutbehandlung beim Schlaganfall

                    Schnelles Handeln rettet Leben

                    Ziel der Akutbehandlung eines Schlaganfalls ist es, Leben zu retten und bleibende Schäden im Gehirn zu minimieren. Hierfür muss das Gehirn möglichst schnell wieder durchblutet werden. Entscheidend für die Wahl der Therapie ist, ob es sich um einen ischämischen Schlaganfall (durch ein Blutgerinnsel) oder um eine Hirnblutung handelt.

                    Bei einem ischämischen Schlaganfall wird versucht, das verschlossene Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Dafür stehen zwei Verfahren zur Verfügung:

                    Thrombolyse

                    Ein Medikament, ein sogenanntes Fibrinolytikum, wird über eine Infusion verabreicht, um das Gerinnsel aufzulösen. Diese Behandlung ist allerdings nur innerhalb eines Zeitfensters von bis zu 4,5 Stunden nach Symptombeginn wirksam.

                    Thrombektomie

                    Die Thrombektomie ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem ein Katheter über die Leistenarterie bis zur verstopften Hirnarterie vorgeschoben wird, um dort ein Blutgerinnsel mechanisch zu entfernen. Mithilfe eines sogenannten Stent-Retrievers oder durch Absaugung wird das Gerinnsel eingefangen und herausgezogen, um die Durchblutung im Gehirn wiederherzustellen.

                    Diese Methode ist noch relativ neu und wird als „Revolution der Schlaganfalltherapie“ bezeichnet. Sie hat die Behandlungsmöglichkeiten bei schweren ischämischen Schlaganfällen – insbesondere bei Verschlüssen großer Hirnarterien, bei denen medikamentöse Therapien oft nicht ausreichen – stark verändert.

                    Beide Verfahren können kombiniert werden, um die Erfolgschancen zu erhöhen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist eine schnelle Einweisung in eine spezialisierte Stroke Unit einer Klinik, wo rund um die Uhr ein interdisziplinäres Team bereitsteht.

                    Bei einer Hirnblutung steht die Stillung der Blutung im Vordergrund. Die Therapie umfasst meist eine strikte Blutdruckkontrolle, gegebenenfalls die Umkehr blutverdünnender Medikamente und in bestimmten Fällen eine neurochirurgische Operation zur Druckentlastung. Auch hier ist eine rasche Diagnostik per CT oder MRT entscheidend, um die richtige Therapie einzuleiten.

                    Die weitere Behandlung richtet sich nach der Schwere des Schlaganfalls, den neurologischen Ausfällen und den Ergebnissen weiterführender Untersuchungen.

                    Schlaganfall vorbeugen

                    Medikamente und Maßnahmen zur Risikoreduktion

                    Ob und welche vorbeugenden Maßnahmen sinnvoll sind, hängt stark von individuellen Risikofaktoren und Vorerkrankungen ab. Ziel ist es, die Gefäßgesundheit zu stabilisieren und das Risiko für Blutgerinnsel zu senken. Ihr Arzt wird

                    Medikamente

                    • Bei Bluthochdruck kommen blutdrucksenkende Medikamente wie Amlodipin (ein Kalziumkanalblocker) oder Bisoprolol (ein Betablocker) zum Einsatz. Sie senken den Druck auf die Gefäßwände und beugen so Gefäßschäden vor.
                    • Besteht ein erhöhtes Risiko für Thrombosen für den Patient, zum Beispiel bei Vorhofflimmern, werden gerinnungshemmende Medikamente wie ASS (Acetylsalicylsäure) oder orale Antikoagulanzien (z. B. Apixaban, Rivaroxaban) verordnet.
                    • Zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte werden Statine wie Atorvastatin oder Rosuvastatin eingesetzt. Sie reduzieren die Bildung arteriosklerotischer Plaques und verbessern die Durchblutung.
                    • Bei Diabetes mellitus ist eine gute Blutzuckereinstellung entscheidend. Medikamente wie Insulin oder Metformin helfen, den Blutzucker zu regulieren und Gefäßschäden zu vermeiden.

                    Diese Maßnahmen gelten sowohl zur Primärprävention als auch zur Sekundärprävention – also zur Vermeidung eines erneuten Schlaganfalls bei bereits Betroffenen. In bestimmten Fällen kann auch ein operativer Eingriff an verengten Halsschlagadern (z. B. Stent-Implantation) sinnvoll sein. Dabei sollten Nutzen und Risiken sorgfältig abgewogen werden.

                    Lebensstiländerungen

                    • Ein gesunder Lebensstil spielt eine zentrale Rolle bei der Vorbeugung eines Schlaganfalls, sowohl zur Erstvermeidung als auch zur Verhinderung eines erneuten Ereignisses.
                    • Rauchen zählt zu den größten vermeidbaren Risikofaktoren: Es fördert Arteriosklerose und erhöht die Gerinnungsneigung des Blutes.
                    • Auch übermäßiger Alkoholkonsum kann den Blutdruck steigern und das Schlaganfallrisiko erhöhen.
                    • Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität und das Reduzieren von Übergewicht können helfen, Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen besser zu kontrollieren.

                    !!!Diese Maßnahmen wirken oft genauso effektiv wie Medikamente – vor allem, wenn sie konsequent umgesetzt werden.

                    Rehabilitation nach dem Schlaganfall: Schritt für Schritt zurück ins Leben

                    Nach der Akutbehandlung beginnt für viele Betroffene die Phase der** Rehabilitation**, die oft bereits im Krankenhaus eingeleitet wird. Ziel der Reha ist es, verloren gegangene Fähigkeiten, etwa beim Sprechen, Gehen oder Greifen, möglichst wiederherzustellen oder durch neue Strategien zu kompensieren.

                    Durch gezielte Therapien wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie werden die noch intakten Hirnareale aktiviert und trainiert, um Aufgaben der geschädigten Bereiche zu übernehmen. Dieser Prozess basiert auf der sogenannten neuronalen Plastizität – der Fähigkeit des Gehirns, sich neu zu organisieren.

                    Je früher mit der Rehabilitation begonnen wird, desto besser sind die Chancen auf funktionelle Verbesserungen. Auch psychologische Betreuung und soziale Unterstützung sind wichtige Bestandteile, um die Rückkehr in den Alltag zu erleichtern und die Lebensqualität langfristig zu verbessern.

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                    Mehr über die Autorin Birgit Hartel

                    Diesen Artikel verfasste unsere Apothekerin Birgit Hartel.

                    Birgit Hartel ist Apothekerin und als Pharmazeutin bei DocMorris tätig. Sie ist besonders interessiert an den Themenbereichen Diabetes und Onkologie. Ihr Herzensanliegen ist es, komplexe Therapien verständlich zu machen und Menschen in belastenden Situationen mit verlässlichen Informationen zur Seite zu stehen.

                    Stand: 25.08.2025

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                    Sprechen Sie mit einem Arzt

                    Falls Sie sich unsicher sind oder bereits Anzeichen einer möglichen Herzerkrankung bemerkt haben, hilft das Arztgespräch um Klarheit zu schaffen und Ihre Fragen zu beantworten.

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                    Häufig gestellte Fragen zu Schlaganfall

                    Erste Anzeichen eines Schlaganfalls können sein:

                    • Plötzliche Lähmung oder Taubheit (meist einseitig, z. B. Gesicht, Arm, Bein)
                    • Sprachstörungen (verwaschene Sprache, Wortfindungsstörungen)
                    • Sehstörungen (Doppelbilder, Gesichtsfeldausfälle)
                    • Schwindel, Gangunsicherheit
                    • Starke Kopfschmerzen ohne erkennbare Ursache
                    • Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen

                    Ja, nach einem leichten Schlaganfall kann man durchaus noch alt werden – vor allem, wenn keine bleibenden Schäden zurückbleiben und Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder Rauchen gut behandelt werden. Laut Fachgesellschaften und dem RKI hängt die Lebenserwartung stark vom allgemeinen Gesundheitszustand, dem Alter und der Nachsorge ab. Bei guter medizinischer Betreuung und Lebensstiländerung ist eine normale oder nahezu normale Lebenserwartung möglich.

                    Das durchschnittliche Alter beim ersten Schlaganfall liegt in Deutschland bei etwa 73 Jahren für Männer und 78 Jahren für Frauen. Diese Werte gelten vor allem für ischämische Schlaganfälle, die die häufigste Form darstellen. Das Risiko für einen Schlaganfall steigt mit dem Alter, aber auch jüngere Menschen können betroffen sein

                    Der FAST-Test hilft, einen Schlaganfall schnell zu erkennen:

                    • Face: Hängt ein Mundwinkel, wenn Sie die Person bitten, zu lächeln?
                    • Arms: Kann die Person beide Arme heben?
                    • Speech: Ist die Sprache verwaschen oder unverständlich?
                    • Time: Sofort den Notruf 112 wählen!
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                    Quellen und weiterführende Informationen:

                    Deutsche Schlaganfall- Hilfe https://www.schlaganfall-hilfe.de/de/start

                    Deutsche Herzstiftung https://herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit/gesund-bleiben/schlaganfall

                    Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) https://www.gesundheitsinformation.de/schlaganfall.html

                    Robert Koch-Institut https://www.rki.de/DE/Themen/Nichtuebertragbare-Krankheiten/Nichtuebertragbare-Krankheiten-A-Z/S/Schlaganfall/schlaganfall-node.html

                    https://www.gbe.rki.de/DE/Themen/Gesundheitszustand/KoerperlicheErkrankungen/HerzKreislaufErkrankungen/SchlaganfallPraevalenz/schlaganfallPraevalenz_node.html?darstellung=0&kennzahl=1&zeit=2014&geschlecht=0&standardisierung=0

                    Deutsche Schlaganfallbegleitung (DSB) https://schlaganfallbegleitung.de/wissen/thrombektomie

                    https://schlaganfallbegleitung.de/wissen/schlaganfall-fakten

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