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Scheideninfektionen

Tipps zur Vorbeugung und Behandlung

Viele Frauen kennen das leidige Thema Scheideninfektion aus eigener Erfahrung. Schließlich stellt die Scheideninfektion die häufigste Erkrankung der weiblichen Intimzone dar. Die Schleimhaut der Vagina bildet ein feuchtwarmes Milieu, das Keimen aller Art gute Lebensbedingungen bietet. Dagegen schützt sich der Körper durch die natürliche Scheidenflora, die im Normalfall schädliche Erreger in Schach hält. Das Mikroklima der Scheide kann aber aus dem Gleichgewicht geraden, zum Beispiel durch Stress, eine andere Erkrankung oder durch Hormonschwankungen (Zyklus, Schwangerschaft, Wechseljahre), sodass eine Infektion entstehen kann.
Am häufigsten sind Infektionen durch Pilze (meist Hefepilze) oder Bakterien (meist Darmbakterien). 

So beugen Sie einer Infektion vor

Ob nun Pilze oder Bakterien, der besten Schutz gegen eine Infektion ist eine natürlich gesunde Scheidenflora: Durch die richtige Hygiene können Sie dazu beitragen, Ihre Scheidenflora gesund zu erhalten:

  • Hygiene muss sein, aber bitte übertreiben Sie es nicht: Zu häufiges Waschen schadet mehr, als es nutzt, weil dadurch die natürlichen Milchsäurebakterien vermindert werden. Sie dienen aber gerade dem Schutz vor Infektionen.
  • Wenn Sie häufiger eine Scheideninfektion haben, sollten Sie testen, ob der Verzicht auf Reinigungsprodukte Besserung bringt. Reinigen Sie Ihre Scheide nur mit warmem Wasser. Oder verwenden Sie spezielle Waschlotionen für den Intimbereich, die dem PH-Wert der Scheide angepasst sind. Verzichten Sie auf jeden Fall auf parfümierte Waschlotionen und Intimdeos.
  • Verwenden Sie keine Waschlappen, sondern nur die Hand. Oder nehmen Sie immer einen frisch gewaschenen Waschlappen.
  • Unterwäsche, Handtücher und Waschlappen immer bei 60° waschen
  • Nach dem Toilettengang wischen Sie immer von vorn nach hinten, um zu vermeiden, dass Bakterien oder Pilze vom Darm auf die Scheide übertragen werden.
  • Tragen Sie bevorzugt Unterwäsche aus Baumwolle, da sie luftdurchlässiger ist als Synthetik.

Wenn es Sie doch mal erwischt hat

Pilze oder Bakterien? So erkennen Sie den Unterschied

 Liegt doch einmal eine Infektion vor, dann ist nicht unbedingt eine Behandlung erforderlich. In leichteren Fällen können die Beschwerden binnen weniger Tage von alleine wieder abklingen. Ist das nicht der Fall, ist eine Behandlung erforderlich.
Jetzt kommt es darauf an, die genaue Art der Infektion zu erkennen. Handelt es sich um eine durch Pilze verursachte Vaginalmykose und einer durch Bakterien verursachte bakteriellen Vaginose? Achten Sie auf die folgenden Symptome

Infektion mit Pilzen (Vaginalmykose)

  • Hauptsymptom ist fast immer starker Juckreiz und Brennen
  • Intimgeruch ist unverändert
  • Ausfluss dünnflüssig, manchmal schaumig, grau-weißlich
  • Keine Entzündung der Schleimhaut

Infektion mit Bakterien (bakteriellen Vaginose)

  • Juckreiz ist möglich, muss aber nicht auftreten
  • In vielen Fällen strenger, fischiger Intimgeruch
  • Ausfluss weißlich bis quarkartig, brökelig
  • Scheidenschleimhaut oft gerötet und geschwollen

In Apotheken ist auch ein Selbsttest erhältlich, der anhand des PH-Wertes Rückschluss auf die Art der Infektion gibt. Im Zweifelsfall sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Behandlung

Gegen Scheidenpilz sind wirkungsvolle rezeptfreie Medikamente in Form von Salben und Zäpfchen erhältlich.
Gegen bakterielle Vaginose kann der Arzt Antibiotika in Form von Tabletten oder Zäpfchen verordnen. Außerdem kann es sinnvoll sein, nach dem Antibiotikum eine Regeneration der Scheidenflora durchzuführen. Dazu werden Milchsäure-Präparate im Form von Salben oder Zäpfchen angewendet. Bei leichteren bakteriellen Infektionen kann das Milchsäure-Präparat auch zur Therapie eingesetzt werden.

Wann zum Arzt?

Arztbesuch für Schwangere Pflicht!

Die bakterielle Vaginose ist nicht nur unangenehm, sie erhöht gleichzeitig das Risiko für gynäkologische Infektionen in besonderem Maße. So kann eine bakterille Vaginose zu einer Entzündung der Eileiter, der Bartholin-Drüsen oder des Gebärmutterhalses führen. Sollte die Vaginose länger anhalten oder immer wieder auftreten, sollte deshalb eine Arzt aufgesucht werden. Um weitreichendere Komplikationen zu vermeiden, sollten Schwangere unbedingt zum Arzt gehen, wenn sie Anzeichen einer Vaginose bemerken.

Liegt eine Pilzinfektion vor und führt die Behandlung mit apothekenpflichtigen Zäpfchen oder Salben nicht binnen weniger Tage zum Erfolg, sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden. Schwangere sollten in jedem Fall einen Arzt aufsuchen!

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